Beiträge von Riegel

    leimatstrasse 25 25.06.2020 7542x

    Rest der wahrscheinlich 1887 oder 1891/92 erstellten Stützmauer vor Leimatstr. 25.



    leimatstrasse 25 25.06.2020 7544

    Die untersten beiden Steinlagen bestehen aus Sandstein, die darüber folgenden aus Tuffstein. Als Abschluss wurden dicke Sandsteinplatten und schliesslich ein Eisengeländer aufgesetzt.



    leimatstrasse 25 25.06.2020 7545

    Tuffstein ist wenig witterungsbeständig, was hier an den zahlreichen Ausbrüchen ersichtlich ist.



    leimatstrasse 23 25 25.06.2020 7547x

    Leimatstrasse 23 über der Mauer von 1934, die aus Beton besteht und anschliessend mit einem Kieselwurf verputzt wurde. Ihr oberer Abschluss besteht aus einem betonierten Sims in den Dimensionen der Sandsteinplatten der Vorgängerin. Im oberen Bereich wurden zur Auflockerung Tuffquader der alten Mauer eingefügt (links knapp sichtbar). Bei Leimatstr. 25 wurde wieder das alte Eisengeländer aufgesetzt und über dem restlichen Teil ein neues Staketengeländer.



    leimatstrasse 23 25.06.2020 7550

    Anlässlich der Strasseneinengungen zur Verkehrsberuhigung wurde die Strasse um 2000 teilweise von der Mauer abgerückt. Dadurch entstanden Restflächen, die mit Bodenbedeckern bepflanzt wurden.



    leimatstrasse boecklinstrasse 25.06.2020 7551x

    Blick in die Böcklinstrasse. Ein Teil der Restflächen wird vom Tiefbauamt benutzt. Im Winter steht hier eine äusserste Schönheit von einem Salzsilo... So richtig lieblos wurden gegen Falschparkierer zwei Steinblöcke aufgestellt und mit Teer eine Auffahrtsrampe hingekleckst. Über der Mauer Böcklinstr. 55/57.



    leimatstrasse 23 25.06.2020 7555x

    Ein Blick zurück zu Leimatstr. 23.



    boecklinstrasse 55 57 25.06.2020 7554x

    Die Mauer ist im mittleren Bereich im Verhältnis zu den darüber stehenden Bauten - hier Böcklinstr. 55/57 - viel zu hoch.



    boecklinstrasse 25.06.2020 7560

    Zur Erschliessung von Böcklinstr. 55/57 wurde eine Treppe eingefügt. Kleines architektonisches Detail: über der zurückspringenden Mauerpartie besteht kein Abschlussgesims, was den Einschnitt noch unterstreicht. Oben rechts am ersten Mauerstück ist die Jahrzahl "1934" eingelassen.



    boecklinstrasse 25.06.2020 7559

    Als Auftakt zur Stützmauer wurde an der Böcklinstrasse wohl aus dem Abbruchmaterial der alten Mauer eine Trockenmauer aufgeschichtet. Für die Natur und den Anblick äusserst wertvoll, und wie man sieht, hat sie schon seit 86 Jahren Bestand! Im Hintergrund die Treppe zum Apfelbergweg hinauf, der ursprünglich an der oberen Wiesenkante zur Leimatstrasse hinab führte.



    boecklinstrasse 25.06.2020 7561

    leimat 1913

    Stadtplan 1913.


    1909 wurde Leimatstr. 23 durch das heute noch bestehende Mehrfamilienhaus "Auf der Mauer" ersetzt. Dabei erfuhr die Mauer keine Veränderung. Auch die auf ihre Krone führende Treppe gehörte bereits zum Vorgängerbau, wie auf der Fotografie von etwa 1890 im letzten Beitrag knapp zu sehen ist.



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    Leimatstrasse 23 "Auf der Mauer" von 1909 auf einer 1911 gelaufenen Fotoansichtskarte. Sammlung Riegel.


    Zwischen 1907 und 1913 erfolgte der Bau der Dianastrasse, die ostseits der Leimatstrasse abzweigt. Hierzu war die Beschneidung des Grundstücks samt Stützmauer von Leimatr. 26 erforderlich.


    Als direkte Verbindung von der nördlichen Altstadt/Unterer Graben wurde als Notstandsarbeit wegen der Arbeitslosigkeit 1912/13 auch die Böcklinstrasse erstellt. Sie mündet anstelle des Apfelbergwegs in die Leimatstrasse ein und liegt wesentlich tiefer als der Apfelbergweg. Die Höhendifferenz wird nun mittels einer abgewinkelten Treppe bewerkstelligt.



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    Leimatstr. 23 bis 32 nach dem Bau der Dianastrasse (Abzweigung nach unten rechts). Das giebelständige Haus ganz rechts, "zur Rosenburg" Leimatstr. 28a, war ein landwirtschaftliches Wohnhaus in Bohlenständerbauweise von 1563 und wurde vor zwanzig Jahren trotz Denkmalstatus im Innern restlos ausgehöhlt! 1920 gelaufene Fotoansichtskarte, Sammlung Riegel.




    leimat 1948

    Stadtplan 1948.


    Die einschneidendste Massnahme geschah hier 1934, als die bergseitige Mauer zugunsten einer Verbreiterung der Böcklin- und Leimatstrasse zurückversetzt wurde und dadurch massiv höher ausfiel. Zur Auflockerung der neuen Mauer wurden allerdings einige Quader der alten Mauer wieder eingesetzt. Das nördliche Ende in der Biegung um Leimatstr. 25 überdauerte dabei bis heute. Am Beginn der Mauer bei der Böcklinstrasse wurde als Auftakt aus dem Abbruchmaterial eine Trockenmauer aufgeschichtet.




    leimat 2018

    Stadtplan 2018.


    Zuguterletzt wurden um 2000 zur Verkehrsberuhigung einige Kreuzungen durch Strassenverengungen redimensioniert. Der Verlauf der Leimatstrasse folgt nun annähernd wieder jenem der Vorgängermauer... Überhaupt wurden die Verkehrsberuhigungsmassnahmen optisch unbefriedigend ausgeführt und sind dadurch diesem wertvollen historischen Quartier nicht würdig, insbesondere weil kurz darauf auch eine Tempo-30-Zone eingeführt wurde!

    Entgegen der Einleitung werde ich das erste Quartier genauer beschreiben, denn hier hatte ich meine ersten dreissig Lebensjahre verbracht und ich kenne es wie meine eigene Hosentasche. Es befindet sich am Übergang vom mittleren zum östlichen Rosenberg. Der Rosenberg ist etwa 2 km lang und wurde vor allem zwischen 1880 und 1914 mit an die 200 historistischen, Jugendstil- und Reformstilvillen überbaut. Für die Liebhaber dieser Architektur ist dies ein richtiges Eldorado!


    Hier finden sich viele schöne historische Namen wie Leimat, Adlerberg, Apfelberg, Neuberg und Schönbühl. Im Zentrum dieses Beitrages steht die Leimatstrasse, die einst als eine Hauptverbindung von St. Gallen direkt "über den Berg" nach Konstanz führte. Freilich gibt es verschiedene Wege, die mit "Alte Konstanzer Strasse" bezeichnet werden (Unterer und Oberer Leimatweg, Gerhaldenstrasse). Seit spätestens dem 18. Jahrhundert bildete die ohne Steigungen auskommende, den Rosenberg umgehende St. Jakob-Strasse/Langgasse am Hangfuss die Hauptverbindung durch den Kanton Thurgau nach Konstanz.


    Von der Leimatstrasse weiss ich nur aus der Literatur (Röllin), dass sie 1850 neu erstellt wurde, was aber nicht stimmen kann. Sie ist bereits in Zubers Stadtplan von 1828 mit der heutigen Linienführung eingezeichnet; ihren genauen Ursprung kenne ich nicht. Der Untere Leimatweg dürfte aber älter als die Strasse selbt sein und schon Jahrhunderte auf dem Buckel haben.




    leimat 1828

    Stadtplan 1828.


    Unten rechts verläuft die St. Jakob-Strasse ohne nennenswertes Gefälle von der Altstadt aus durch den Kanton Thurgau nach Konstanz. In Bildmitte in geschwungenem Verlauf die Leimatstrasse, oben rechts der ältere, quer zum Hang verlaufende Untere Leimatweg. Auf dem kleinen Wiesenstück südlich des Leimatweges und dem kleineren Weg (heute nicht mehr vorhanden) stand bis 1836 der Galgen. Die beiden Wege oben sind die Vorläufer des Apfelbergweges, der durch die Erschliessung des ganzen Quartiers ab 1900 in seinem Verlauf abgeändert wurde.


    Während entlang allen Ausfallstrassen an den Hangfüssen (Rosenbergstrasse, St. Jakob-Strasse/Langgasse und Rorschacher Strasse) vor allem Landhäuser mit Gartenanlagen und weitere Wohnbauten bestanden, waren die Hänge Wiesland mit Obstbäumen, welche durch am Hang angesiedelte Landwirtschaftsbetriebe unterhalten wurden. Auf der Hangkrete wiederum standen einige grossbürgerliche "Sommerhäuser". Die Hänge wurden erst ab den 1870er-Jahren mehr oder weniger systematisch überbaut, was teilweise grosse Erdbwewegungen und Stützmauern erforderte.




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    Stadtplan 1863.


    Der Stadtplan von 1863 zeigt die Leimatstrasse nach ihrer Korrektur von 1850. Einfriedungen und Stützmauern sind mit roten Linien dargestellt, womit die beiden nicht voneinander unterschieden werden können. Durch Schattierungen kann man allerdings erahnen, welches reine Stützmauern sind. 1887 wurde die Strasse verbreitert und 1891/92 ausgebaut. Die Jahrzahlen dienen der allfälligen Datierung der Stützmauern. Allerdings ist noch nicht verifiziert, was für Arbeiten an der Strasse wann genau ausgeführt wurden, aber mindestens hat man mit diesen Angaben mal Anhaltspunkte.


    Spannend und teilweise bis heute das Quartierbild prägend ist der bis zu drei Meter tiefe Strasseneinschnitt oben, unmittelbar links des rechten Weihers (Dieser Stauweiher wurde als Wasserreservoir für die unten an der St. Jakob-Strasse 1839 eröffneten Strafanstalt St. Jakob erstellt; der Weiher links diente wohl der Versorgung der beiden privaten Springbrunnen des Hauses "Schönbühl", Leimatstr. 7, das - 1784 in Speicher(AR) errichtet - 1853 von dort nach St. Gallen "gezügelt" wurde. Der Stauweiher dürfte also 1853 angelegt worden sein. Beide Weiher existieren nicht mehr. In St. Gallen gab es im 19. Jahrhundert zahlreiche solcher Stauweiher an den Hängen, deren Wasser aber nicht der Trinkwasserversorgung, sondern vielmehr als Wasserreservoir bei Feuersbrünsten und den Betrieb von Springbrunnen und Manufakturen diente).



    leimatstrasse um 1890

    Leimatstrasse um 1890. Links die Einmündung des Apfelbergwegs, seit 1912/13 Böcklinstrasse; rechts anstelle des weissen Zaunes heute die Einmündung der zwischen 1907 und 1913 erstellten Dianastrasse. Gebäudenummern von links nach rechts: Leimatstr. 23, 25 (erstellt zw. 1887 und 1891) und 26. Städtisches Bauarchiv.


    Die etwa fünf Meter hohe Stützmauer besteht im unteren Bereich aus bis zu zwei Meter langen Sandstein-Bossenquadern und im oberen Teil aus kleineren Tuffstein-Bossenquadern. Sie ist allerdings erstmals im Stadtplan von 1903 einzgezeichnet, während die älteren Pläne hier eine Felswand vermerken. Ich vermute aber, dass sie bereits von den Strasssenausbauten von 1887 oder 1891/92 stammt.


    Die talseitige Mauer war etwa drei Meter hoch. Beide Mauerkronen stellen wohl das gewachsene Terrain dar, während die Leimatstrasse hier nachträglich drei Meter abgetieft wurde, um ein gleichmässigeres Gefälle zu erhalten. Gemäss dem Stadtplan von 1863 erfolgte diese Tieferlegung bereits 1850 oder vielleicht noch früher.

    Für ein Projekt in St. Gallen, bei welchem wir anregen möchten, dass bei Neubauten oder Renovationen von Stützmauern mehr Rücksicht auf die Ästhetik genommen wird, sammeln wir Bildmaterial. In erster Linie soll hier also eine Galerie von Mauern in St. Gallen entstehen, ohne grosse Erläuterungen oder baugeschichtliche Rückblicke. Wie ich schon im Einleitungsartikel über St. Gallen geschildert habe, ist die Topografie der Stadt sehr unwegsam und erfordert für Bauvorhaben - seien es Gebäude oder Strassen - oft grosse Erdbewegungen und Stützmauern.

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    schwarz = Kloster und Stadt vom 10. bis 14. Jh., gestrichelt = Stadterweiterung ab E. 14. Jh., grau = heutige Bebauung, Äquidistanz der Höhenkurven = 20m (Grafik: Riegel)


    Ein Höhenkurvenplan, in welchem das besiedelte Gebiet grau unterlegt ist, veranschaulicht die Lage der Stadt in einem von West noch Ost verlaufenden Tal. Die Landschaft fällt im Norden flach ab Richtung Bodensee. Im Süden spürt man schon das voralpine Gebiet mit vielen Tälern, Schluchten und Hügelzügen.

    Im daraus zitierten Beitrag finden sich Stadtpläne und Erläuterungen dazu. Ein Inhaltsverzeichnis wird dann folgen, wenn mehrere Beiträge vorhanden sind.



    buchstrasse stadtansicht 30.07.2007 0046

    Blick vom Südhang (Buchstrasse) über die in der Talsohle gelegenen Altstadt auf den Nordhang. Während der Südhang vor allem den Freudenberg und die Bernegg (dazwischen die Mühlenenschlucht mit Harfen- und Schäflisberg) umfasst, besteht der Nordhang aus einer langgegzogenen Moräne, dem Rosenberg. Juli 2007.



    rosenberg 30.12.2008 2279

    Teil des Rosenbergs mit Villen und Mehrfamilienhäusern an der Müller-Friedberg-Strasse, Dierauerstrasse und Dufourstrasse. Dezember 2008.

    Das ist qualitativ weit hochwertiger als das was in Anklam entstehen soll.

    Ganz meine Meinung. Es ist eine Ordnung zwischen den Häusern unter sich, sie passen zusammen. Auch bei den Farbgebungen, die zwar ein ganz kleines Bisschen mutiger hätte ausfallen dürfen. Die einzigen beiden Kritikpunkte sind wieder einmal die Loggien (Löcher gehören einfach nicht in eine Schaufassade, es sei denn, dass sie als Hingucker/Akzent über einem Eingang oder in einem Giebeldreieck platziert werden) und die zu niedrigen Geschosshöhen. Daraus resultieren quadratische bis zuweilen sogar querliegende Fenster. 30 bis 40 cm Mehrhöhe pro Geschoss hätten der Architektur gut getan.


    An einem so erhabenden Platz ist nur das Beste gut genug.

    Und davon ist DAS Lichtjahre entfernt.

    Jedenfalls fällt diese Bauweise nicht unter Russenkitsch, und ich finde sie um Meilen besser als das, was in Anklam entstehen soll. Auch das postmoderne Experiment 'Saalgasse' in Frankfurt kann noch lange nicht damit mithalten. Bild 29 hat es mir angetan, ausser eben, dass die Fensteröffnungen gedrungen wirken.


    Ohne Rekonstruktion des (neogot.) Rathauses sind diese postpostmodern-billigen Schmonzes einen Dreck wert.

    Als postmodern kann man diese Neubauten keinesfalls bezeichnen. Wohl gibt es vielleicht einige Elemente der Postmoderne, aber die muss man wirklich suchen. Postmodern heisst für mich ein Spiel mit den Grundformen, also Quadrate, Dreiecke, Kreise und Zahnstochersäulen. Vielleicht schon fast ein kindisches Spiel (wird deshalb die Postmoderne oft belächelt?). >> Saalgasse in Frankfurt und auch hier.


    Mit Lübeck ist das Projekt schwer zu vergleichen, da dort individuelle Bauherren und Architekten mittels Wettbewerben zum Zuge kamen und so eine grössere Vielfalt erreicht wurde als in Marienwerder.

    Der Bau von 1953 wurde aber mindestens zweimal noch verändert: erstens lief der Erker ursprünglich nicht um die Ecke herum, sondern bestand nur giebelseitig, und zweitens erhielt das Gebäude einen postmodernen 'Anstrich' (Glasvordach über dem Erker, graue Fassadenfarbe, anthrazitfarige Fenster).

    Ich wollte vor Jahren Meersburg 'fachwerkologisch' untersuchen, sah dann aber davon ab, weil die meisten Fachwerke zum grössten Teil konstruktiver Natur sind und aus denkmalpflegerischer Sicht nicht freiliegen dürften. Zudem wurden bei vielen Fachwerkfreilegungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Zierhölzer eingesetzt, die niemals vorhanden waren. Es gibt lediglich zwei so richtig urtümlich alemannische Fachwerke.


    Auch wenn aus denkmalpflegerisch-theoretischer Sicht vieles nicht korrekt ist, hat das Städtchen eine enorme Ausstrahlung und gehört zu den besterhaltenen Städtchen rund um den Bodensee! Wer einmal in Konstanz ist, soll unbedingt auch die Fähre über den Überlingersee nach Meersburg nehmen.

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    Ich denke, dass die ganze Fassade gründerzeitlich ist, möglicherweise vor ein älteres Haus vorangesetzt oder vor einen kompletten Neubau. Auch die Fenstersprossung in den Obergeschossen sieht nach 1900 aus. In der Tat ist die Öffnung ein bisschen zu gross geraten, und vor allem die modernen, unprofilierten Fensterprofile sehen sehr billig aus.


    Gemäss Google Maps sieht es nach einem jahrhunderte alten Gbebäude aus (mit 'högermann & kox' angeschrieben).

    Ja, der war ursprünglich schon vorhanden, aber wann und zu welchem Anlass er zurückgebaut wurde, weiss ich auch nicht mehr. Wurde er nicht im Zusammenhang mit dem Kuppelbau entfernt? Mir hat dieser Giebel noch nie gefallen, und ich hielt ihn zuerst für eine Neubarocke Erfindung, bis jemand mal einen andern Stich aus dem 18. Jahrhundert im APH zeigte, wo er ebenfalls vorhanden ist.



    Pagentorn

    Ich habe die Frage betreffend der Holzeinzäunung im APH gestellt. Allerdings vermute ich , dass die 'Neue Wache' nichts mit dem Schloss zu tun hatte, sondern für die Stadt bestimmt war.

    Diesen Zaun hatte ich gerade gestern im APH auch festgestellt, nachdem in den drei vorangehenden Beiträgen weitere historische Ansichten des Schlosses und des Lustgartens gezeigt wurden:

    Man sieht auf beiden Ansichten von classica vor der Schlosserweiterung durch Eosander eine Holzeinzäunung mit Wachthäuschen - wohl kein besonders schöner Anblick. Insbesondere auch bei der Westfassade, wo diese Umzäunung bis zum Eosanderportal reichte, rechts (südlich) davon bis zum Schlossplatz aber nicht mehr. Also eine Beeinträchtigung der Symmetrie (die allerdings wegen der Schlossfreiheit bis zu deren Abriss 1894 nicht so auffiel). Schinkel entfernte dann wohl 1831 die Holzeinzäunungen.