Beiträge von Zeno

    Ich würde fast dazu tendieren, daß es die Abbiegung zum Äußeren-Laufer-Platz ist

    Ja, sehr wahrscheinlich. Man beachte Breite und Steigung der Straßen.

    Google Maps



    Demzufolge müsste an der Nordseite des Äußeren Laufer Platzes am oberen Ende ein Gründerzeitgebäude gestanden haben; man sieht es auch hier:

    aussererlauferplatz1915.jpg (nordwestlich (links) neben dem Laufertorturm)

    abgebildet in Nürnberg - historische Bilder gesucht - BY / Reg.bez. Mittelfranken - Architekturforum Architectura Pro Homine

    Dieses schöne fränkische Fachwerkhaus mit schönen Rauten auf Andreaskreuzen (Hauptstraße 2) ! Was für ein Jammer, dieser erbärmliche Zustand :weinen: .

    Zumindest im April letzten Jahres stand dieses tolle Fachwerkgebäude noch:

    Gemeint war der April 2019.


    Den April 2020 wird es möglicherweise nicht mehr erleben:

    https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/einsturzgefahr-gemeinde-buetthard-will-haus-abreissen-lassen;art779,10342483

    Natürlich gibt es weitergehende Bedeutungen.


    Unter Gemeinde verstehe ich "a". Gibt es in ganz Deutschland, wenn auch in Berlin und Hamburg mit dem Land identisch. Samtgemeinden sind wieder was anderes, nämlich Gemeindeverwaltungsverbände. Auch unter "Amt", "Kirchspiel", "Verwaltungsgemeinschaft", "vereinbarte Verwatungsgemeinschaft" bekannt.


    Mich verwundert aber, dass in Deiner Aufzählung zwar bewohnte Teile von Zustellbezirken der Post auftreten (das, was eine gemeinsame Zustell-Postleitzahl hat?), was im Alltagsleben weitgehend bedeutungslos sein dürfte, aber nicht das Fundamentale: im Idealfall ein zusammenhängend bebautes Gebiet, das nicht baulich mit anderen zusammenhängend bebauten Gebieten verbunden ist. Nicht mit anderen Siedungsgebieten verbundene Einöden sind natürlich auch Orte, denn auf die bauliche Isoliertheit kommt es an, keinesfalls auf die Größe. Dass eine Gemeinde aus über 100 Orten besteht, ist in Streusiedlungsgebieten nicht ungewöhnlich.


    Am einfachsten zu verstehen ist es auf dem Land: jedes Dorf ist ein Ort (einfacher gehts doch wirklich nicht mehr). Und die Verwaltungseinheit, meistend mehrere Orte umfassend, ist die Gemeinde. Hedemünden ist ein Ort und Hann. Münden die Gemeinde, zu der es gehört. Dass es innerhalb der Gemeinde Hann. Münden auch einen Ort Hann. Münden gibt, sollte der Verständlichkeit nicht schaden. Das Problem heutzutage sind die Verstädterung und die Zersiedelung, die verunklaren, was eigentlich klar ist.

    Ich wußte nicht, daß es tatsächlich einen Ort "Fuldatal" (analog "Wuppertal", also ein Zusammenschluß mehrerer älterer Gemeinden?) gibt.

    Ich war auch sofort irritiert, denn mir war stets bewusst, dass es keinen Ort Fuldatal gibt. Oder andersrum gesagt, dass Fuldatal kein Ort, sondern eine Gemeinde ist.


    Möglicherweise ist diese Wortwahl aber mit den unübersehbaren (und vor allem unüberhörbaren) Unterschieden innerhalb Deutschlands zu erklären.


    Während wir von "Ort" und "Gemeinde" reden, könnten im Norden Deutschlands "Ortsteil" und "Ort" die entsprechenden Begriffe in der Alltagssprache sein. Das hat natürlich eine gewaltige Sprachenverwirrung zur Folge.


    Gleichwohl ist "Gemeinde" überall in Deutschland dasselbe.

    Zu Thema Enzweihingen:


    Für den Undedarften erinnert der Ortsname an den Namen der benachbarten Stadt Vaihingen. Daneben ist einem bei dem Namen ständig die phonetische Ähnlichkeit zu "entzweien" präsent, als ob es in diesem Ort darum ginge, die Leute im Streit auseinanderzubringen.


    Was mir aber mehr, noch mehr als das, in Erinnerung geblieben ist, nachdem ich vor nun schon über 10 Jahren auch einmal dort war, ist die Enzweihinger Steige, ein unglaublich romantisches Straßenstück, das von der freien Strecke auf der Höhe in die Ortsdurchfahrt im Tal überleitet.

    ein völlig unpassender Wohnblock, der später etwas an die Altstadt angepasst wurde

    Bezogen auf das heutige Aussehen muss ich sagen: Tausendmal besser als das meiste, was heutzutage in den Altstädten so gebaut wird.

    Schelergasse 4



    Das großartige Haus wurde saniert.



    Die Vorderseite, von der Schelergasse aus gesehen (links im Bild):


    Bild 7515

    Ze-7515.jpg


    Bild 7516

    Ze-7516.jpg



    Die Rückseite, vom Ochsengässle aus gesehen:


    Bild 7517

    Ze-7517.jpg


    Bild 7518

    Ze-7518.jpg

    Haha, gibt es da so viele Touristen?

    Ja, schon. Ich war mal Anfang Dezember dort. War echt kein Spaß. Beim Reichsküchenmeister, also Kirchplatz und so, Menschenmassen. Ja, die haben halt auch noch nie in ihrem Leben einen Weihnachtsmarkt gesehen... Aber es waren auch bloß dort ein Haufen Leute. Der Rest der Sadt ausgestorben. Im Winter ist es halt kalt, alte Weisheit.

    Ja, das wäre die Erklärung. Zu dieser Zeit war es sehr warm. Dann ist vielleicht Sonntag, der 21.07.19 der Tag der Aufnahme.


    Die (momentan) letzte Antwort des Filmdrehers Manfred Auer:

    Zitat

    16 Uhr bei 40 Grad im Schatten. Ich habe so viele Japaner gesehen, wie noch nie zuvor in meinem Leben.

    Das sollte erklären, warum sich kaum jemand draußen aufhält.


    Viele Japaner? Das waren doch nicht viele! Normalerweise gibt's in Rothenburg tonnenweise Japaner... :biggrin:

    5:50 - 5:52: :biggrin:

    Und noch ein Beinahe-Zusammenstoß: 25:44 :biggrin:


    Ansonsten frägt man sich schon, an welchem Tag war das denn? An einem autofreien und fußgängerarmen Sonn(en)tag? Selbst in der äußeren Galgengasse vor dem Würzburger Tor, wo sonst den ganzen Tag Rush Hour ist, nur ein einziges fahrendes Auto zu sehen... :augenrollen:.

    Das schoene Tor! Leider ist es immer verschlossen, wie man mir verriet;

    25955-05acd44a-large.jpg


    Das Tor war früher noch viel mehr verschlossen.


    Denn unmittelbar vor uns, entlang dem Zaun hier am Schlosstor, verläuft die deutsch-deutsche Grenze; das Schlosstor steht auf der Grenze. Was freilich nicht bedeutet, dass der Zaun der Eiserne Vorhang gewesen wäre. Die granitgepflasterte Fläche, auf der wir stehen, war also in der DDR gelegen, der Zaun und das Schlosstor in Berlin (West).


    Übrigens sind die ersten Bilder dieser Galerie in Potsdam gemacht worden. Die Bilder, die das Schloss von außerhalb des Schlossgeländes aus zeigen, gehen stets über die Landesgrenze nach Berlin hinweg. Also eine Galerie, die direkt an der Demarkationslinie gemacht worden ist - eine Galerie zum 9. November.