Beiträge von Löbenichter

    Anbei ein Artikel zum geplanten Kö-Bogen Hochhaus nach einem Entwurf von Santiago Calatrava.


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    Namen gelten als flüchtig, doch nicht selten sind sie beständiger als so manches Haus. Die sogenannte Tucht-Insel in Düsseldorf ist ein solcher Fall. Am südlichen Rand des KÖ-Bogens gelegen, steht hier ein Häuserblock, dessen „Insellage“ unter anderem durch die 2013 abgerissene Autohochstraße gebildet wurde. Dort hatte bis 1969 ein ebenfalls längst verschwundener, einst aber sehr bekannter Düsseldorfer Fotohändler namens Tucht seinen Sitz. Ebenda möchte die Centrum-Gruppe unter Inhaber Uwe Reppegather ein 100 Meter hohes Haus nach Plänen von Santiago Calatrava Architects & Engineers (Zürich) errichten. Der Architekt, so heißt es in der Pressemitteilung, hat seinen Entwurf bereits in einer präqualifizierenden Sitzung des Hochhausbeirates der Stadt Düsseldorf vorgestellt


    Ein Segel für Düsseldorf - Kö-Bogen-Hochhaus von Santiago Calatrava geplant

    Rostock übrigens


    Rostock ist aber immer noch eine sehr schöne Stadt und hat mit der Langen Str. eines der interessantesten Wiederaufbauprojekte der Nachkriegszeit betrieben, welches absolut erhaltenswert ist. Diese sozialistische Backsteingotik ist ein Unikum.



    Rostock asv2018-05 img27 LangeStrA.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) / FAL



    Lange Straße Rostock

    Stullkowski / Public domain

    In Magdeburg wird das Mitte des 19. Jahrhunderts als Festsaal erbaute "Studiokino" am Moritzplatz für rund 3 Mio. € saniert und soll wieder so aussehen wie zu seiner Erbauungszeit.


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    Mit der Sanierung betraut wurde die auf Denkmalpflege spezialisierte Architektin Sina Stieber, die von dem Bau schwärmt: "Gerade die Vermauerung der Arkadenfenster, der Arkadenemporen, die Wiederherstellung der Rapiddecken, historisch, darauf freue ich mich sehr! Das ist etwas ganz Spannendes!". Nach intensiven Recherchen wurde ein Plan entwickelt, der vorsieht, die ursprünglichen Raumzusammenhänge des Gebäudes wiederherzustellen.


    Von Napoleons Festsaal zum Filmkunsthaus: Das "Studiokino" in Magdeburg wird saniert



    Moritzplatz MagdeburgOlaf Meister / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 4.0 International — CC BY-SA 4.0)


    Das rote Gebäude

    Vielen Dank für die Bilder. In diesen alten Gemäuern liegen die Wurzeln der Stadt Luzern. Ohne Murbach gäbe es Luzern nicht.


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    Die Mönche aus Murbach gründeten im Jahre 750 das Kloster 'Im Hof' in Luzern, das bis 1291 fest zu Murbach gehörte. Das Kloster 'Im Hof' blieb der elsässischen Abtei in geist­lichen Angelegen­heiten noch bis 1456 unterworfen. Danach wurde die Hofkirche in ein Chorherren­stift St. Leodegar umgewandelt.


    Der Hofbezirk mit der Hofkirche wiederum war die Keimzelle der späteren mittelalterlichen Stadt.

    Schöne Meldung aus der Oderstadt: Das 1932 errichtete Eisenbahnerdenkmal wird saniert und erhält die 1947 entfernte Inschrift wieder zurück.


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    Seit 1932 soll das Denkmal an die während des Ersten Weltkrieges gefallenen Eisenbahner aus früheren, nunmehr auf polnischem Territorium liegenden Direktionsbezirken der Reichsbahn erinnern. 1947 wurde die Inschrift auf Grundlage einer Direktive des Alliierten-Kontrollrates entfernt. Nichts mehr sollte auf die einst deutschen Gebiete östlich der Oder verweisen. Mit Hilfe von Regionalhistorikern gelang es der GDL-Ortsgruppe, die Zeilen zu entschlüsseln: "1535 aus den drei Direktionsbezirken Bromberg, Danzig, Posen fielen im Weltkrieg 1914-1918 und 1919 bei den Grenzkämpfen."


    Über die Farbe der Neu-Gravur auf der Südseite wird noch diskutiert. Für einen schlichten Grauton plädiert die Denkmalbehörde – auf Grundlage alter Fotos und dem Gutachten eines Steinrestaurators wünscht sich der Verein ein Bolus-Rot. "Dieser weinrote Farbton würde auch ins Häuserensemble am Denkmal passen", sagt Hofmann.


    Eisenbahnerdenkmal in Frankfurt (Oder) wird saniert – alte Inschrift kehrt zurück


    Ansicht Eisenbahnerdenkmal

    In der Altstadt von Aschersleben werden derzeit zwei historische Gebäude saniert. Zum einen am Hopfenmarkt 21 und zum anderen im Grossen Halken 4, einer idyllischen mittelalterlichen Gasse.


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    Aber Eley nutzt die Gelegenheit, um auf das, was bisher dort geschehen ist, zurückzublicken. „Das Quartier Hopfenmarkt, Halken liegt im historischen Altstadtkern. Es ist eine der ältesten, bebauten Innenstadtflächen im Sanierungsgebiet.“


    Bis 2000 sind die Gebäude Hopfenmarkt 21 und Großer Halken 4 als Wohngebäude genutzt worden. Danach sind die kleinen Fachwerkhäuser, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert - das Gebäude Großer Halken 4 sogar im 17. Jahrhundert - haben, immer weiter verfallen. „Es herrschte ein sehr schlechter Zustand, die Anbauten waren teilweise eingestürzt“, sagt Mike Eley.


    Altbau-Sanierung - Am Hopfenmarkt wurde Richtfest gefeiert



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    Großer Halken 4 (Aschersleben)Olaf Meister / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 4.0 International — CC BY-SA 4.0)


    Grosser Halken 4



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    Aschersleben Hopfenmarkt 21 Großer HalkenMigebert / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Hopfenmarkt 21

    In Gundelfingen wird derzeit das ortsbildprägende Bürgerhaus an der Hauptstr. 28 aus dem 17. Jahrhundert saniert.


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    Fleißig gewerkelt wird derzeit am historischen Haus in Gundelfingen, in dem bis vor einigen Monaten das traditionsreiche Schuhgeschäft Jörg ansässig war. Nach mehr als 120 Jahren in der Gärtnerstadt hatte die Familie Jörg ihr Geschäft im Frühjahr geschlossen. In der Zwischenzeit hat der ortsansässige Unternehmer und Malermeister Alexander Ruck das Gebäude in direkter Nähe zum Rathaus erworben. Derzeit saniert er die Fassade und trägt einen neuen Anstrich auf. Der historische, rote Farbton bleibt erhalten, wie er sagt.


    Neuer Besitzer: Das ehemalige Schuhhaus Jörg in Gundelfingen wird saniert



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    [/url[url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gundelfingen_an_der_Donau_Hauptstra%C3%9Fe_28_1983.JPG]Gundelfingen an der Donau Hauptstraße 28 1983Reinhardhauke / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)

    Die Wormser Mikwe, das jüdische Ritualbad aus dem 12. Jahrhundert, wird saniert. Doch diese wird nicht ohne Komplikationen ablaufen.


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    Zum einen sei eine statische Sicherung des stark geschwächten Mauerwerks nötig, erklärt Michael Auras. Zum Zweiten haben sich „bauschädliche Salze“ in den Steinen und im Putz angereichert. Und zum Dritten gebe es unter anderem Schimmelpilze und Grünalgen, die die Festigungs- und Konservierungsarbeiten behinderten.


    In den vergangenen Jahrhunderten hätte unter anderem sachfremde Nutzung das Bauwerk angegriffen, so Auras: Im 19. Jahrhundert sei die Mikwe teilweise als Abwasserschacht genutzt worden, die Nazis hätten sie vandalisiert und schließlich habe es einige Fehler bei vorherigen Sanierungsarbeiten gegeben, die jetzt ausgeglichen werden müssten.


    Die Mikwe von Worms wird saniert: Ein zentraler Ort der SchUM-Städte

    Nach all den positiven Meldungen aus der schlesischen Kapitale nun ein kleiner Dämpfer. In unmittelbarer Nähe zur Dominsel wurde zwar ein schönes klassizistisches Gebäude saniert, aber durch den modernen Anbau im Dachgeschoss entstellt und mit diesem verbunden. Für mich weder Fisch noch Vogel, aber die Architekt*innenzunft feiert es als "hip und cool".


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    „Einer der interessantesten Aspekte von Wrocław ist der geschäftige öffentliche Raum und die Nutzung der Flussufer. Als Herzstück dieser Outdoor-Aktivität ist die Insel Słodowa ein faszinierender Ort“, sagt MVRDV-Gründungspartnerin Nathalie de Vries. „Die Kombination von Concordia Design Wrocław mit einer historischen Struktur, einer lebendigen Mischung aus kreativen und aufregenden Unternehmen und neuen Attraktionen, die in Harmonie mit dem öffentlichen Raum der Insel arbeiten, wird den Ruf der Insel als der Ort festigen, an dem man in Wrocław sein sollte“.


    Hip an der Oder - Büroumbau von MVRDV in Breslau


    Breslau: Denkmalgeschütztes Gebäude wird zu dynamischem und kreativem Treffpunkt

    Im Leipziger Stadtteil Gohlis entsteht in der Otto Adam Str. 11 ein Neubau. Gohlis ist bekanntlich geprägt durch den genossenschaftlichen Wohnungsbau der 20er Jahre und Bauten der Neuen Sachlichkeit. Insofern finde ich den Neubau als angemessen für die Umgebung.


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    Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstandsvorsitzender: „Dieses Haus ist für uns etwas Besonderes. Wir sind mit diesem barrierearmen Bau erstmals in der Lage, unseren Mitgliedern mit Mobilitätseinschränkungen geeignete Wohnungen anzubieten. So können sie möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Trotz dass es ein Neubau ist, orientiert er sich bei der Fassadengestaltung an den historischen Vorbildern der denkmalgeschützten Nachbarhäuser, so dass ein harmonisches Bild entsteht.“


    Grundsteinlegung für 5 Millionen Euro Neubau



    Hier das Nachbargebäude:



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    [/url][url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Leipzig-Gohlis,_Otto-Adam-Stra%C3%9Fe_12.jpg]Leipzig-Gohlis, Otto-Adam-Straße 12[/url]Colomen / CC BY-SA (4.0)

    Good News aus Oberbayern: An der Lenbachstr. in der Schrobenhausener Altstadt wird ein entstellter Altbau saniert. Die rückwärtige Seite wird neu errichtet. Den Neubau würde ich als "gut eingepasst" deklarieren.

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    Ein weiteres Schmuckstück soll im Zentrum der Schrobenhausener Altstadt entstehen: Das ehemalige Schöpf-Gebäude in der Lenbachstraße wird saniert und umgebaut, entlang der Bartengasse sollen 14 Wohnungen entstehen - mit ebenso vielen Stellplätzen. "Wieder ein Objekt in der Innenstadt, wo was passiert", begeisterte sich Andy Vogl (CSU) für den Entwurf. Und: "Ich freu mich richtig drauf."


    Schmuckstück für die Altstadt

    Fängt diese Unsitte nun auch in Tschechien an? Im nordböhmischen Haida, einem Zentrum der Glasbläserei, wurden zwar zwei historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert saniert und in den Originalzustand versetzt, jedoch auch zwei moderne Bauten errichtet. Das eine sieht aus wie ein aufgeblasenes Zirkuszelt und der schwarze Neubau zeigt schon mal, wie es bald auch im Bremer Ostertor aussehen wird. :(


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    Während der eine in ätherischer milchglasweißer Hülle auftritt, zeigt sich der andere – sozusagen als erdverbundener Gegenpart – ganz in Schwarz. Wie die Architekten angeben, ist ihr minimalistisch wirkender Entwurf als abstrakte Interpretation der für das umgebende Stadtviertel typischen, kompakten Bauten mit zwei Geschossen und Walmdächern zu verstehen.



    Glasschindeln für Glasbläser - Sanierung und Erweiterung eines Firmensitzes in Tschechien von ov-a

    Durchbruch in Eichstätt: Die denkmalgeschützten Gebäude Westenstr. 8 & 10 sowie Pedettistr. 13a werden nach langem Hin und Her endlich saniert.


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    Dass das Vorhaben durchaus anspruchsvoll ist, sei ihm bewusst, so Gumpert weiter, aber durch seine langjährige Tätigkeit im Ingolstädter Bauamt sei er denkmalerfahren und wisse, was auf ihn zukomme. So rechne er auch mit einer Bauzeit von mindestens drei Jahren. Neben dem Denkmalschutz habe Barrierefreiheit oberste Priorität, zudem soll der Innenhof entsprechend hergerichtet werden und durch eine Passage erreichbar sein. Die Wohnungen sollen vermietet und nicht verkauft werden.


    Das ebenfalls lange leerstehende Anwesen Westenstraße 8 wird auf der Denkmalliste als traufständiges dreigeschossiges Jurahaus mit Zwerchgiebel und Flachsatteldach beschrieben, dessen Kern (Fachwerk) auf das Jahr 1451 zurückgeht. Stadtheimatpfleger Rainer Tredt sprach einmal gegenüber unserer Zeitung insgesamt von "mittelalterlicher Bausubstanz vom Feinsten".


    Komplexes Vorhaben- Baudenkmäler Westenstraße 8 und 10 sollen saniert und umgebaut werden




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    Westenstr. 8



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    Westenstr 10 Eichstätt (1)WaldiWuff / CC0


    Westenstr. 10



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    Pedettistr 13a EichstättWaldiWuff / CC0


    Pedettistr. 13a

    Letztes Jahr wurde im Auftrag des NDR der Neubau für "ARD Aktuell" fertiggestellt. Wenigstens hat man sich mehr bemüht als bei anderen einfallslosen Bauten und einen gewissen Gestaltungswillen gezeigt, auch im Innern.


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    Die Fassade besteht aus einer durchgängig hinter-lüfteten blau-grau changierenden Metallfassade. Die südwestliche Fassade betont mit ihren großen drehbaren Schatten-Lamellen die spezielle Nutzung und gestaltet den „Newsroom“ ablesbar. Ein kompaktes News-Gebäude mit direkten Kommunikations- und Sicht- Verbindungen. Eine dicht vernetzte Nachrichten Welt mit Blick und Lichtstimmung nach außen.


    Neubau „ARD Aktuell“, Hamburg

    Die Gemeinde Grafenrheinfeld liegt in unmittelbarer Nähe zu Schweinfurt. Bekanntlich war dieses ein Zentrum der deutschen Kriegswirtschaft und wurde besonders heftig bombardiert. So auch Grafenrheinfeld, welches zu über 80% zerstört wurde. Im Gedenken an die Zerstörung wurde nun ein damals vernichteter Bilderstock mit der Maria Immaculata rekonstruiert. Ganz wunderbar :applaus:


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    Schon beim Sockel gerät Schiller vor der Grafenrheinfelder Abordnung ins Schwärmen. Keine Stelle an der Vorderseite des geschwungenen Sockels, die nicht mit filigraner Ornamentik bearbeitet sei. Alleine hier wurden laut Schiller "einige 100 Stunden Arbeit" investiert.


    Knapp 44 000 Euro kostet die Rekonstruktion der Maria Immaculata, die mit blattgoldenem Sternenkranz und Lilie im Rosengärtchen der Gemeinde an der Hauptstraße zwischen Pizzeria und Kulturscheune einen neuen Platz finden wird.


    In Etappen wird das Restauratoren-Team dann anschließend den mächtigen Bildstock mit Grundplatte, Podestsockel, Zwischenplatte und Figurenaufbau auf dem vorbereiteten Fundament im Rosengärtchen errichten. Ein Termin für die offizielle Einweihung steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Maria Himmelfahrt (15. August) und der Erntedanksonntag (4. Oktober).


    "Besondere" Maria Immaculata wird rekonstruiert