Beiträge von Löbenichter

    Nach all den positiven Meldungen aus der schlesischen Kapitale nun ein kleiner Dämpfer. In unmittelbarer Nähe zur Dominsel wurde zwar ein schönes klassizistisches Gebäude saniert, aber durch den modernen Anbau im Dachgeschoss entstellt und mit diesem verbunden. Für mich weder Fisch noch Vogel, aber die Architekt*innenzunft feiert es als "hip und cool".


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    „Einer der interessantesten Aspekte von Wrocław ist der geschäftige öffentliche Raum und die Nutzung der Flussufer. Als Herzstück dieser Outdoor-Aktivität ist die Insel Słodowa ein faszinierender Ort“, sagt MVRDV-Gründungspartnerin Nathalie de Vries. „Die Kombination von Concordia Design Wrocław mit einer historischen Struktur, einer lebendigen Mischung aus kreativen und aufregenden Unternehmen und neuen Attraktionen, die in Harmonie mit dem öffentlichen Raum der Insel arbeiten, wird den Ruf der Insel als der Ort festigen, an dem man in Wrocław sein sollte“.


    Hip an der Oder - Büroumbau von MVRDV in Breslau


    Breslau: Denkmalgeschütztes Gebäude wird zu dynamischem und kreativem Treffpunkt

    Im Leipziger Stadtteil Gohlis entsteht in der Otto Adam Str. 11 ein Neubau. Gohlis ist bekanntlich geprägt durch den genossenschaftlichen Wohnungsbau der 20er Jahre und Bauten der Neuen Sachlichkeit. Insofern finde ich den Neubau als angemessen für die Umgebung.


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    Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstandsvorsitzender: „Dieses Haus ist für uns etwas Besonderes. Wir sind mit diesem barrierearmen Bau erstmals in der Lage, unseren Mitgliedern mit Mobilitätseinschränkungen geeignete Wohnungen anzubieten. So können sie möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Trotz dass es ein Neubau ist, orientiert er sich bei der Fassadengestaltung an den historischen Vorbildern der denkmalgeschützten Nachbarhäuser, so dass ein harmonisches Bild entsteht.“


    Grundsteinlegung für 5 Millionen Euro Neubau



    Hier das Nachbargebäude:



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    [/url][url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Leipzig-Gohlis,_Otto-Adam-Stra%C3%9Fe_12.jpg]Leipzig-Gohlis, Otto-Adam-Straße 12[/url]Colomen / CC BY-SA (4.0)

    Good News aus Oberbayern: An der Lenbachstr. in der Schrobenhausener Altstadt wird ein entstellter Altbau saniert. Die rückwärtige Seite wird neu errichtet. Den Neubau würde ich als "gut eingepasst" deklarieren.

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    Ein weiteres Schmuckstück soll im Zentrum der Schrobenhausener Altstadt entstehen: Das ehemalige Schöpf-Gebäude in der Lenbachstraße wird saniert und umgebaut, entlang der Bartengasse sollen 14 Wohnungen entstehen - mit ebenso vielen Stellplätzen. "Wieder ein Objekt in der Innenstadt, wo was passiert", begeisterte sich Andy Vogl (CSU) für den Entwurf. Und: "Ich freu mich richtig drauf."


    Schmuckstück für die Altstadt

    Fängt diese Unsitte nun auch in Tschechien an? Im nordböhmischen Haida, einem Zentrum der Glasbläserei, wurden zwar zwei historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert saniert und in den Originalzustand versetzt, jedoch auch zwei moderne Bauten errichtet. Das eine sieht aus wie ein aufgeblasenes Zirkuszelt und der schwarze Neubau zeigt schon mal, wie es bald auch im Bremer Ostertor aussehen wird. :(


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    Während der eine in ätherischer milchglasweißer Hülle auftritt, zeigt sich der andere – sozusagen als erdverbundener Gegenpart – ganz in Schwarz. Wie die Architekten angeben, ist ihr minimalistisch wirkender Entwurf als abstrakte Interpretation der für das umgebende Stadtviertel typischen, kompakten Bauten mit zwei Geschossen und Walmdächern zu verstehen.



    Glasschindeln für Glasbläser - Sanierung und Erweiterung eines Firmensitzes in Tschechien von ov-a

    Durchbruch in Eichstätt: Die denkmalgeschützten Gebäude Westenstr. 8 & 10 sowie Pedettistr. 13a werden nach langem Hin und Her endlich saniert.


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    Dass das Vorhaben durchaus anspruchsvoll ist, sei ihm bewusst, so Gumpert weiter, aber durch seine langjährige Tätigkeit im Ingolstädter Bauamt sei er denkmalerfahren und wisse, was auf ihn zukomme. So rechne er auch mit einer Bauzeit von mindestens drei Jahren. Neben dem Denkmalschutz habe Barrierefreiheit oberste Priorität, zudem soll der Innenhof entsprechend hergerichtet werden und durch eine Passage erreichbar sein. Die Wohnungen sollen vermietet und nicht verkauft werden.


    Das ebenfalls lange leerstehende Anwesen Westenstraße 8 wird auf der Denkmalliste als traufständiges dreigeschossiges Jurahaus mit Zwerchgiebel und Flachsatteldach beschrieben, dessen Kern (Fachwerk) auf das Jahr 1451 zurückgeht. Stadtheimatpfleger Rainer Tredt sprach einmal gegenüber unserer Zeitung insgesamt von "mittelalterlicher Bausubstanz vom Feinsten".


    Komplexes Vorhaben- Baudenkmäler Westenstraße 8 und 10 sollen saniert und umgebaut werden




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    Westenstr. 8



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    Westenstr 10 Eichstätt (1)WaldiWuff / CC0


    Westenstr. 10



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    Pedettistr 13a EichstättWaldiWuff / CC0


    Pedettistr. 13a

    Letztes Jahr wurde im Auftrag des NDR der Neubau für "ARD Aktuell" fertiggestellt. Wenigstens hat man sich mehr bemüht als bei anderen einfallslosen Bauten und einen gewissen Gestaltungswillen gezeigt, auch im Innern.


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    Die Fassade besteht aus einer durchgängig hinter-lüfteten blau-grau changierenden Metallfassade. Die südwestliche Fassade betont mit ihren großen drehbaren Schatten-Lamellen die spezielle Nutzung und gestaltet den „Newsroom“ ablesbar. Ein kompaktes News-Gebäude mit direkten Kommunikations- und Sicht- Verbindungen. Eine dicht vernetzte Nachrichten Welt mit Blick und Lichtstimmung nach außen.


    Neubau „ARD Aktuell“, Hamburg

    Die Gemeinde Grafenrheinfeld liegt in unmittelbarer Nähe zu Schweinfurt. Bekanntlich war dieses ein Zentrum der deutschen Kriegswirtschaft und wurde besonders heftig bombardiert. So auch Grafenrheinfeld, welches zu über 80% zerstört wurde. Im Gedenken an die Zerstörung wurde nun ein damals vernichteter Bilderstock mit der Maria Immaculata rekonstruiert. Ganz wunderbar :applaus:


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    Schon beim Sockel gerät Schiller vor der Grafenrheinfelder Abordnung ins Schwärmen. Keine Stelle an der Vorderseite des geschwungenen Sockels, die nicht mit filigraner Ornamentik bearbeitet sei. Alleine hier wurden laut Schiller "einige 100 Stunden Arbeit" investiert.


    Knapp 44 000 Euro kostet die Rekonstruktion der Maria Immaculata, die mit blattgoldenem Sternenkranz und Lilie im Rosengärtchen der Gemeinde an der Hauptstraße zwischen Pizzeria und Kulturscheune einen neuen Platz finden wird.


    In Etappen wird das Restauratoren-Team dann anschließend den mächtigen Bildstock mit Grundplatte, Podestsockel, Zwischenplatte und Figurenaufbau auf dem vorbereiteten Fundament im Rosengärtchen errichten. Ein Termin für die offizielle Einweihung steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Maria Himmelfahrt (15. August) und der Erntedanksonntag (4. Oktober).


    "Besondere" Maria Immaculata wird rekonstruiert

    Im Bochumer Stadtteil Dahlhausen wurde auf einem alten Bahngelände ein Eisenbahnmuseum von Max Dudler konzipiert und errichtet.


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    „Das Lineare und scheinbar Unenedliche von Bahngleisen wird hier räumlich in Szene gesetzt“, so die Architekten. Der „lineare Raumfluss“ wird durch die reduzierte Gestaltung im Inneren wie Wände aus Sichtbeton und die offen verlegte Gebäudetechnik unterstrichen. Bei den robusten Einbauten aus Eichenholz verweist Dudler auf Bahnschwellen.



    Prellbock aus Backstein - Eisenbahnmuseum Bochum von Max Dudler

    Diese Diskussion müssen wir gar nicht erst anfangen, der Bismarck bleibt so wie er ist. Punkt. Wie kann man den Vater der (echten) deutschen Einheit so in den Dreck ziehen? Bismarck war der grösste Staatsmann der deutschen Geschichte, ein weitsichtiger, klug agierender Mann. So jemand fehlt heutzutage schmerzlich.

    Auf einer Brache in der Nähe des Wilhelm Leuschner Platzes und der St. Trinitatis Kirche entsteht ein Neubau. Von allen Entwürfen m.E. der Erträglichste.


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    Vor allem „durch seine klar gegliederte, strenge Fassadengestaltung zum Wilhelm-Leuschner-Platz“ und „kleine, asymmetrische Rücksprünge“, die auf die unterschiedlichen Höhenbezüge zur Polizei und der Kirche reagieren, überzeuge der Entwurf. Auch die Verwendung von Naturstein wurde positiv gesehen, kontrovers diskutiert wurden jedoch die Klinker in den Obergeschossen. Die Jury lobte den Entwurf als eine „Lösung für den konkreten Stadtraum und eine stimmige Antwort auf die komplexe Aufgabenstellung“.


    Steinfassaden und Bronzerahmen - Junge Architekten gewinnen in Leipzig

    Vielen Dank für die vielen Fotos. Für mich ist Wuppertal eine der spannendsten Städte in Westdeutschland. Architektonisch sehr interessant und auch die grässlichen Bausünden können das nicht ruinieren. Kirchenhistorisch ist es durch die Theologische Erklärung von Barmen auch sehr spannend. Wer tiefer in das alte industrielle Wuppertal eintauchen möchte, dem empfehle ich Else Lasker-Schülers Erstlingswerk "Die Wupper".

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    Volksbad Nürnberg 009DALIBRI / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Volksbad Nürnberg



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    Hamburg.Jarrestadt.Glindweg.wmtWolfgang Meinhart, Hamburg / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Jarrestadt Hamburg



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    Rechtsschutzsaal in Bildstock 05 fcmFrank C. Müller / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Rechtsschutzsaal Friedrichsthal-Bildstock



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    [/url][url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kulturhaus_Aktivist,_Bad_Schlema-175032.jpg]Kulturhaus Aktivist, Bad Schlema-175032[/url]© Raimond Spekking


    Kulturhaus "Aktivist" Aue-Bad Schlema



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    Bitterfeld KulturpalastJoeb07 / CC BY (Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0)


    Kulturpalast Bitterfeld-Wolfen

    Dieses Jahr werden vom Bund 26 versch. Objekte deutschlandweit mit total 75 Mio. € bezuschusst und für die Zukunft fit gemacht wie gestern bekannt wurde.


    Hier der Link mit der Liste



    Ich schreibe sie hier trotzdem mal kurz und bündig auf:



    1. Sanierung der Wilhelmsburg in Ulm


    2. Revitalisierung des Kulturdenkmals Erlangen-Bamberg Baumwollspinnerei in Wangen im Allgäu


    3. Kloster Benediktbeuren - Sanierung des Südarkadentrakts für die ursprüngliche Nutzung


    4. Reaktivierung des Nürnberger Volksbads


    5. Sanierung und Weiterentwicklung des ehem. Bahnbetriebswerks in Berlin-Schöneweide


    6. inhaltliche Weiterentwicklung des Gerhard Hauptmann Museums in Erkner


    7. Sanierung des DDR-Baudenkmals "Lottenhof" in Potsdam


    8. umfassende Umgestaltung des Bahnhofsareals in Wittenberge in Absprache mit dem Denkmalschutz


    9. städtebauliche Weiterentwicklung und Erhaltung der Jarrestadt in Hamburg (Neue Sachlichkeit)


    10. Revitalisierung des klassizistischen "Kasino" in Melsungen


    11. Sanierung und Weiterentwicklung des Quartiers "Vorwärts" in Schwerin (ehemals VEB)


    12. Revitalisierung des Ringlokschuppens in Osnabrück - Umbau zu einem Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz


    13. Neubau Grubenwasserhebewerk in Bergkamen


    14. Umbau und Umnutzung des Bilker Bunkers in Düsseldorf zu einem Kunst- und Kulturort


    15. Machbarkeitsstudie "Vertical Farming" am Carlsplatz Düsseldorf


    16. Abschnittssanierung des Mindener Rathauses


    17. Realisierung des Ausstellungskonzepts im Zuge der Neugestaltung des Loreleyplateaus


    18. Sanierung des Rechtsschutzsaals in Friedrichsthal-Bildstock


    19. Errichtung des "Erlebniszentrums Perlmutt" in Adorf (Vogtland) - Sanierung eines Fachwerkhauses inkl. neuem Erweiterungsbau


    20. Sanierung des Kulturhauses "Aktivist" in Aue-Bad Schlema


    21. Förderung des Projekts "Parkbogen Ost" in Leipzig


    22. Sanierung des Kulturpalasts in Bitterfeld-Wolfen aus den 50er Jahren


    23. Neugestaltung des Umfelds des Naumburger Doms


    24. Weiterentwicklung des Hafenareals in Lauenburg


    25. Sanierung des Gradierwerkensembles in Bad Salzungen


    26. Revitalisierung des ehem. Kaufhauses Tietz in Gera



    Ganz wichtig ist natürlich die Sanierung des Nürnberger Volksbads aber auch des Kulturpalasts in Bitterfeld. Gut, dass sich bei diesen beiden endlich etwas tut.

    Rekonstruktion in Cottbus: Im Branitzer Park wird ein skulpturales Blumenbeet mit verschwundenen und zerstörten Figuren und Kandelabern rekonstruiert. :applaus:



    Venusbeet im Branitzer Park wird wieder hergestellt



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    Cottbus Branitzer Park 31Presse03 / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Hier im Vordergrund zu sehen