Beiträge von Heimdall

    Die niedrigen Bauten finde ich städtebaulich daneben. Groß, klobig, unattraktiv. Der Tour Valentin-Sorg hingegen ist ganz ordentlich gegliedert und könnte als Landmarke meiner Einschätzung nach stehenbleiben.


    Er erinnert mich an das Neff-Hochhaus (1955), Fahrgasse 1, in Frankfurt am Main, von Johannes Krahn, das ich auch als Zeugnis der 1950er Jahre für gelungen und erhaltenswert erachte


    datei:hochhaus_fahrgasse_ffm_1.jpg


    https://www.flickr.com/photos/33784579@n05/8314076382

    Die weiße Farbe sticht sicher etwas aus dem Umfeld heraus, ein etwas cremigerer Anstrich wäre vielleicht nicht schlecht gewesen.

    Eben. Sicher kein schlechter Bau. Aber er passt eher nach Berlin oder Düsseldorf. Oder hinsichtlich der Farbe nach Hamburg. Leider hat er nichts süddeutsch-bayerisches an sich.

    Wah, diese durchgehenden Rasterfassaden sind mir ein Greuel mit ihrer Monotonie.

    Das sehe ich nicht so. Sie sind noch das sich am besten Einpassende, was der Modernismus derzeit zu bieten hat. Man braucht nur in den Stuttgart-Strang (Ballettschule) zu gucken, zu was sie andernorts in der Lage sind. Monströsitäten aus Sichtbeton oder dunklen Metallplatten wären die Alternative. Da lobe ich mir im Vergleich diesen Siegerentwurf, der (nach gegenwärtigem Stand der Dinge) noch recht gefällig erscheint.

    Ein kleines Fundstück, dass den Zusammenhang zwischen "Vergangenheitsbewältigung", Baumodernismus und Ikonoklasmus (bzw. Einsatz gegen "rechte Räume") exemplarisch darlegt.


    Im Umfeld der Offenbacher "Hochschule für Gestaltung" und der dortigen "Kreativszene" gibt es eine aktive linke Szene. Das ist eine Minderheit, aber eben eine, die auf der Zeitgeistwelle schwimmt. 2015 haben die HfG-Studentin Madita Morgenstern und Felix Sauer "politisch-emanzipatorische Diskussionsveranstaltungen und Lesungen" organisiert. Ab 2016 versuchte Sauer mit anderen Kollegen ein linkes Zentrum namens "Multiversum" zu installieren, das aber an den Abrissplänen des Immobilieneigentümers scheiterte. Die Lokalpresse lies mehrfach unkritisch und apologetisch über dieses geplante Zentrum berichten, bei dem sich die Akteure nur als lächelnde junge Leute darstellen konnten. (z.B. hier) Sauer und Tim Seger wiederum interessieren sich seit einiger Zeit für brutalistische Architektur, posten Fotos und setzen sich für deren Erhalt ein. (Pressebeitrag hier, Filmbeitrag hier). Begründet wird die Apologie des Brutalismus auf "antifaschistische" Weise:

    Sie "spiegle den Bruch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den gesellschaftlichen Gestaltungswillen der 60er Jahre wider. `Es ging darum, die Stadt zu demokratisieren´".


    Nun hat sich der 29-jährige Sauer für die Umbenennung der örtlichen Bismarckstraße ausgesprochen und eine Petition verfasst. (Siehe hier) Er begründet das mit typischer "Antifa"-Argumentation:

    „Bismarck ist der neue Posterboy der AfD“,

    „Bismarck war Monarchist, Anti-Demokrat und fand die Kolonien eigentlich gar nicht so schlecht und deshalb muss man diesen Mann heute nicht mehr ehren und positivere Bilder haben“,

    „Als in Bristol ein Denkmal gestürzt wurde, fand ich das eine super Sache.“.


    Soweit dieses primitive Weltbild, das ein Sinnbild für den geistigen Zustand der aktuellen so genannten "Kulturszene" ist. Man sieht aber, dass eben eines in das andere greift. Diese Zusammenhänge muss man schon sehen.

    Die Hauptfassade ist ja noch halbwegs erträglich. Unten aber (also auf den ersten Bildern) ist das schon ein brutaler Bunker. Mit der Leichtigkeit von Ballett hat das nichts zu tun. Könnte besser ein Trainingsgebäude für Bundeswehr-Schützen sein. Jedenfalls absolut widerlich. Aber der Stuttgarter "Architekturtheoretiker"-Szene wird garantiert einer dabei abgehen.


    Schlimm auch dieses Graffiti-Geschmiere, vorzugsweise an Hochschulen, deren Leitung oft bewusst nicht dagegen vorgeht, um nicht als "unprogressiv" zu gelten und sich den Unmut bestimmter Kreise zuzuziehen. Ist bei uns teils ähnlich. Ein kulturelles Armutszeugnis.

    Gegen Landreitgras, Verbuschung und Bewaldung helfen offensichtlich nur große Tierarten. Aber selbst die haben zu kämpfen.

    Letztlich ist dagegen ja auch nichts zu sagen. Landschaft wandelt sich. Nicht alle Seen müssen erhalten bleiben, wenn sich danach ökologisch ebenfalls wertvoller Wald bildet.

    Naja, weniger verbaut? Die Abbildung zeigt das Mannheimer Schloss (heute Universität) und seine Umgebung.

    Deshalb hatte ich "weniger" und nicht "nicht" geschrieben. Auf der Gartenseite des Schlosses befindet sich die Auffahrtrampe zur Brücke nach Ludwigshafen. Es gibt zwei davon. Aber diese liegen am Rand der Innenstadt direkt am Rhein. Die Mannheimer Innenstadt ist nicht von solchen Verkehrstrassen durchzogen wie der Konrad Adenauer-Straße in Stuttgart, die das Leonhards- und Bohnenviertel vom Rest der Stadt völlig abschneidet. Auch die Einfahrt nach Stuttgart über die Heilbronner Straße fand ich immer schrecklich. Hinzu kommt, dass sich dort die Modernisten-"Schickeria" der Architektenschaft scheinbar besonders austoben möchte, wovon das Europaviertel oder die in einem anderen Thread gezeigte Ballettschule nur Beispiele sind. Dagegen empfinde ich Mannheim regelrecht quadratisch-praktisch bzw. unaufgeregt. Aber das sind natürlich Geschmacksfragen.

    Bauhaus meets Brutalismus.


    Ich bin mir aber sicher, dass das viele Leute geil finden. Gerade aus der Architekten-, aber auch weiteren Kulturszene. Ich habe selbst einen Freund, der immer für "klare Formen" schwärmt und auch schon extra Ausflüge gemacht hat, um ganz bestimmte Mies van der Rohe-Bauten zu besuchen. Dem könnte auch dieser Neubau gefallen. Letztlich ist sogar das Haus nicht mal das Schlimmste, sondern das damit der idyllische Blick auf die Berghänge zerstört wird.

    Der Schlossplatz in Stuttgart ist sicher umwerfend. Ansonsten aber finde ich Mannheim angenehmer. Es ist weniger durch architektonische Monströsitäten verbaut. Die klare barocke Struktur der Stadt wurde beibehalten. Auch wurden so gut wie keine Verkehrstrassen und Autotunnel durch die Innenstadt gezogen.


    In Heilbronn finden sich nur in der unmittelbaren Innenstadt die Nachkriegsquartiere. Diese sind durchsetzt von erhalten Einzelbaudenkmalen. Daran anschließend finden sich Gründerzeit-Straßenzüge und vor allem ansehnliche historische Villen.


    Pforzheim wurde am stärksten verwüstet. In der Innenstadt existiert außer der Traditionsinsel am Schlossberg (St. Michael, Einnehmerei und Archivbau als Schlossreste) fast nur Nachkriegsarchitektur. Die Nordstadt aber ist gründerzeitlich geprägt. Bewegt man sich in die Stadtteile, z.B. nach Brötzingen, wird die Bebauung wieder weit historischer.

    wir verlassen jetzt die von den Alliierten stark zerstörte Innenstadt

    Nicht nur von den Alliierten, sondern auch von ignoranten und geschmacklosen Einheimischen. Sie hätten die Innenstadt ja gefälliger wieder aufbauen können, statt solchen billigen und nun heruntergekommenen Schrott dort hinzustellen. Man kann nur auf sukzessive Verbesserung hoffen. Hier ein Altbau, der wieder weitgehend in den ursprünglichen Zustand saniert wird, dort ein Nachkriegsbunker, der abgerissen und bessere Neubauten ersetzt wird. Zumindest die ein oder andere Renovierung könnte vielleicht schon ein Anfang sein.

    Sofern Sie sich nicht am Ende strafbar machen und den Namen der Unsagbaren posten möchten, wäre ich gespannt auf Ihre Kandidaten.


    Ich sage mal, dass natürlich auf der unteren Ebene die ethnischen Lobbyisten Profiteure sind, also die Interessenvertreter diverser "People of Colour", die sich in Medien, Polit- und Universitätsapparat in "wichtige Posten" hieven möchten. Dann die amerikanischen "Demokraten" und deren Hintermänner, die eine zweite Präsidentschaft Trumps verhindern wollen. Von Leuten wie Soros und dem globalistischen Großkapital können wir auch sprechen. Zuletzt die Anhänger der kommunistischen Religion natürlich, die immer ein neues Subjekt zur Verwirklichung ihrer Zerstörungsideen suchen.

    Auch hier die mich aufregende Unsitte, historische Fassaden als Plakatwände zu missbrauchen.

    Was stellt die so ansprechende junge Schlangentreterin (Bild unter der Justitia) dar?

    1. Angesichts des in diesem Stadtzentrum zu sehenden Nachkriegsschrotts erscheint mir das als das geringere Problem.

    2. Die Wahrheit.

    (Siehe hier: Figurenschmuck des Elberfelder Rathauses (2010) - Denkmal-Wuppertal.de)