Beiträge von Fachwerkliebhaber

    Ab heute zeige ich euch meine Bilder vom wunderschönen Städtchen Kaub am Mittelrhein!


    Kaub ist der erste rechtsrheinische Ort, der im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz liegt.


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    Zur Geschichte; Am 14. Juni 983 wird der Ort als „Cuba villula“ (Dörflein Kaub) erstmals in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos II als Grenzort außerhalb des Rheingaues erwähnt. 1220 wurde die Burg über der Stadt errichtet. Im 14. Jh. wurde die Pfalzgrafenstein als Zollburg der Pfalzgrafen erbaut. 1504 wurde die Stadt belagert während des Landshuter Erbfolgekrieges durch den Landgrafen von Hessen. Im 16. Jh. wird die Stadt wie der Rest der Kurpfalz protestantisch. Im Pfälzer Erbfolgekrieg blieb Kaub von den französischen Truppen 1689 verschont aufgrund der Zahlung eines erheblichen Geldbetrages .

    Das berühmteste Jahr der Stadtchronik ist jedoch das Jahr 1814, die Rheinüberquerung von Blücher.

    Dann kam der Ort an das Herzogtum Nassau, und später ab 1866 an Preußen.


    Beginnen wir unserem Besuch zunächst auf der linken Seite des Rheins mit dem tollen Blick auf den Ort und der Pfalzgrafenstein:


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    Von der anderen Seite, vom Kauber Bahnhof aus:


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    An der Kirche von Norden ziehen wir vorbei:


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    Spazieren wir zum Oberweg. Dort steht am Eingang des Pfarrhaus von 1690 und im Südflügel 1820 errichtet:

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    Vom Oberweg hat man eine gute Sicht über die Dächer von Lorch auf das Rheintal:


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    --- Ende ---


    Morgen kommt dann endlich die Galerie zum benachbarten Kaub mit der Pfalzgrafenstein :)


    Für diejenigen, welche meine anderen Rheingau-Galerien noch nicht gesehen haben:


    Assmannshausen (Stadt Rüdesheim am Rhein, Galerie)


    Geisenheim (Galerie)


    Oestrich (Stadt Oestrich-Winkel, Galerie)


    Winkel (Stadt Oestrich-Winkel, Galerie)


    Schloss Vollrads (Stadt Oestrich-Winkel, Galerie)


    Mittelheim (Stadt Oestrich-Winkel, Galerie)


    Kloster Eberbach (Stadt Eltville am Rhein, Galerie)


    Kiedrich (Galerie)


    Eltville am Rhein (Galerie)


    Erbach (Stadt Eltville, Galerie)

    Hattenheim (Stadt Eltville, Galerie)


    Biebrich (Stadt Wiesbaden, Galerie)


    Wiesbaden (Galerie)

    In der Seitengasse zum Hang hinauf, dem "Kirchspiel", das Haus des Philipp Hilchen von 1578:



    Daneben eine neugotische Villa





    Nun kehren wir um zur Wisper:




    An der Mündung zum Rhein, neben den Gleisen, der "Strunk", ein weiterer Turm der Ortsbefestigung um 1448:



    An der Ecke zur Gasse "Schaar", die alte Post von 1718:





    An der Ecke zur Landstraße L 3033, das Leprosenhaus im Kern aus dem 14. Jh., Umbau im 17. Jh.



    Gegenüber, ein weiterer sehr schöner Fachwerkneubau:




    Links daneben, in der Bleichstraße, ein spätmittelalterliches Fachwerkhaus, um 1500 erbaut:





    Weingut Laquai:




    Der Rest der Bebauung ist mehr oder weniger aus dem 19. Jh.




    Über eine Seitengasse gelangen wir in die Schwalbacher Straße und von dort biegen wir ab in die Wisperstraße, direkt am Bachlauf der Wisper:






    Im Hintergrund, ein Turm der ehem. Ortsbefestigung:


    Von der kirchlichen Vorhalle aus hat man einen guten (Über)Blick auf den winzigen Marktplatz von Lorch:



    Zu Norden zu wird der Platz vom Rathaus von 1823 dominiert:




    Links daneben, ein Fachwerkhaus des 16. Jahrhunderts.




    Gegenüber zwei Fachwerkbauten des 17. Jh.




    Rechts davon der angepasste Neubau der Bäckerei!




    Genau Loggia das fand ich auch sehr interessant zu sehen. Es war vor allem durch die Rheinromantik des frühen 19. Jahrhunderts und der deutschen Nationalbewegung wo zum ersten Mal der Tourismus aufkam! Durch die Eisenbahn in den 1860er Jahren ist das Rheintal dann so richtig erst erschlossen wurden. Schätze so um 1900 war dann der Höhepunkt erreicht. Auch Nachbarregionen wie die Mosel, das Ahrtal haben davon profitiert. Dann in den 1950er Jahren kam offenbar ein weiterer Aufschwung in der Tat. So bis in die 80er Jahre ging es wohl noch gut, nur mittlerweile seit 30 Jahren ist der Tourismus hier leider in der Krise. Wahrscheinlich gibt es mehrere Gründe: der Lärm der Güterwaggons, die das Tal beschallen und die für das Schrumpfen der Dörfer, Städte verantwortlich sind aber auch das leider in Deutschland sehr verbreitete Fernweh", dass man lieber weit weg im Ausland Urlaub macht und die Vorzüge und Schönheiten des eigenen Landes nicht mehr zu schätzen weiß. Aber vielleicht gibt es ja bald wieder eine Renaissance des Deutschlandurlaubs (die Übernachtungszahlen der Inländer steigt seit Jahren wieder).

    Der älteste Teil von St. Martin ist der Chor von 1270/90:




    Daneben die Sakristei von 1964:



    Das Kirchenschiff mit Turm (im Kern romanisch) stammen aus dem 14. Jahrhundert:




    Von der Anhöhe hat man einen schönen Blick auf den Rhein:






    Gegenüber, ein interessantes Haus mit Erker:




    Kommen wir nun zum Hilchenhaus, einem wunderschönen Renaissancehaus 1546-1573 erbaut. 1945 zerstört, wurde es innen provisorisch erneuert. Doch bis 2009 ließ man es verkommen was einem Skandal gleichkam, da es mitten im Weltkulturerbe "oberes Mittelrheintal" liegt. Daher hat die Stadt Lorch es für 99 Jahren vom adligen Eigentümer übernommen und für über 5 Mio € saniert.



    Leider musste man auch diesen modernistischen Anbau bei der Sanierung in Kauf nehmen...







    Lorch ist der letzte Ort im Rheingau, den ich euch vorstelle. Lorch (nicht zu verwechseln mit Lorsch an der Bergstraße, ebenfalls in Hessen, oder Lorch in Baden-Württemberg) liegt ebenfalls wie Assmannshausen am Ausgang eines Seitentals zu Rhein zu.



    1085 wurde der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt als Lorecha.
    Im Mittelalter lag der Ort an der Grenze des "Rheingauer Gebücks", einer Wehranlage, die aus "gebückten" Buchen bestand, um den Rheingau zu schützen.

    Im 19. Jahrhundert kam Lorch zum Königreich Preußen und war Teil der Provinz Hessen-Nassau.

    Nach WK 1 Teil des "Freistaates Flachenhals", einer neutralen Zone zwischen den französischen und US-amerikanischen Besatzungszonen.

    Im WK 2 wurde Lorch teilweise zerstört.


    Beginnen wir unsere Besuch durch das Städtchen am Bahnhof:





    Rheinstraße:




    Hotel zur Krone, wohl 18. Jh.





    Der Walderdorff`scher Hof von 1650-1830: