Beiträge von ursus carpaticus

    Danke für die Belehrung, Leonhard, das war ungemein aufschlussreich, weil ich ja selber ungefähr nur 10.000 AKs mein Eigen nennen darf.

    @ natürlich wurde das Bremer Rathaus entsprechend oft photographiert, und auch der Schütting und das Essighaus. Das Problem bei nahezu allen Städten, besonders aber bei den großen und touristisch bedeutenden, ist die Redundanz der Motive. Den Prinz Of Wales kann man wohl ohneweiters mit 35 Euronen veranschlagen. Dh wenn es genug spinnerte Sammler gibt, auch mit 50 oder gar 80.

    Immer wieder erstaunlich, was man aus den alten Lichtdruck-AKs herausholen kann - vgl Abb 5 mit dem Original in #2- und das trotz der Scan- und Darstellverluste.

    @ pagentorn: Wieviel muss man für so eine AK hinlegen? Mussd natürlich nicht beantworten, interessiert mich aber reich technisch. Deutsche Großstädte sind für unsere AK-Händler terra incognita, davon lässt jeder die Finger.

    was gegen Stolberg spricht:

    Zitat von Wikipedia

    Mit der Eisenbahn war Stolberg bis Dezember 2011 über die Bahnstrecke Berga-Kelbra–Stolberg mit der Hauptbahn HalleKassel verknüpft, wo im Bahnhof Berga-Kelbra gute Umsteigemöglichkeiten bestanden. Wochentags erfolgte der Verkehr von dort durch Busse, am Wochenende durch die Burgenlandbahn. Ferner gab es im Sommer durchgehende Züge von Leipzig und Magdeburg über Sangerhausen direkt nach Stolberg. Diese Ausflugszüge verkehrten am Wochenende ein Mal vormittags nach Stolberg und nachmittags zurück Richtung Leipzig bzw. Magdeburg. Der planmäßige Zugverkehr nach Stolberg wurde durch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) zum Dezember 2011 abbestellt, begründet durch zu geringe Auslastung der Züge.[11] Heute verkehren hier zwei Buslinien, eine von der Verkehrsgesellschaft Südharz und eine der Harzer Verkehrsbetriebe, dadurch kann man Quedlinburg, Hasselfelde und Sangerhausen erreichen.

    Das Schlimme ist letztlich die Verlogenheit. Das Portal suggeriert, eine Art Spolie zu sein. Dabei ist es Reko, und da stellt sich gleich die Frage, warum nicht mehr davon? Mut oder Geld ausgegangen?

    Natürlich darf man auch Rekonstruiertes mit Modernem in Bezug setzen, aber bitte doch auf höherem Niveau!

    Ein kleiner Nachtrag zur Böhmischenstraße, die in die Schwedeldorferstraße mündete, welche zum Böhmischen Tor führte, das, schon lange vor dem Ende abgebrochen, hier zu sehen ist:

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    Böhmische und Frankensteiner Straße führten zum Ringplatz, und hier möchte ich anknüpfen. Auch der Ring ist heute gründlich entstellt und hat seinen architektonischen Reiz weitgehend eingebüßt.

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    Links die Mündung der Böhmischenstraße. Alle Häuser sind vernichtet, mit Ausnahme des barocken Doppelgiebelhauses.

    'Barock' ist gut, wie diese sehr alte Aufnahme zeigt (rechts übrigens das Rathaus):

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    Das berühmteste Gebäude auf der untergegangenen Nordseite war die Kommandatur mit der für Glatz typischen barock-klassizistischen Fassade. Es wurde unter Zusammenfassung dreier älterer Bürgerhäuser errichtet. Hier eine sehr wertvolle AK, die ein wenig des zumeist auf alten Ansichten vom Rathaus verdeckten Bereiches mit seinen schönen, schmalen Bürgerhäusern zeigt:

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    In dieser Ecke mündet die Frankensteiner Straße, zu der wir nach einer kleinen Verschnaufpause gleich gelangen.

    Einmündung der Frankenberger Straße (nur die rechte Ringzeile ist erhalten bis zum Haus mit dem Krüppelwalm; das Hotel 'Neu-Breslau' wird durch historistische Umbauten sein altertümliche Wirkung etwas einbüßen, siehe nächste Bild):

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    Die Südostecke, die wir erblicken, wenn wir uns umdrehen, sieht heute noch etwas freundlicher aus, wenngleich die Zerstörung des Großpietsch-Hauses (Eckhaus) und ein völlig unzureichender Beton-Neubau das Bild empfindlich trüben:

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    Wir verlassen den Ring und gegeben uns auf jene Brücke, welche bis heute die berühmtesten Glatzer Stadtveduten bietet, wenngleich die Stadtbildverluste auch hier horrend sind.

    Am glimpflichsten ist noch dieses Ensemble davongekommen, obzwar die Häuser 2,3,4 rechts der Brücke durch einen Hotelneubau ersetzt wurden, selbstverständlich nicht zum ästhetischen Vorteil:

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    Brücktorberg hieß es correct, und dieses Ensemble besteht auch heute noch:

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    Auf das Gebäude vorne rechts möchte ich euer besonderes Augenmerk lenken:

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    Der sog Glatzer Zwinger, ursprünglich Teil der Stadtbefestigung, dann Offiziersspeisehaus, mit seinen schönen Lauben. Nach 45 natürlich abgerissen:


    Das hier gezeigte Brücktor hat es schon früher erwischt, diese AK ist eine Replik aus den 30ern und gibt einen schon lange nicht mehr bestehenden Zustand wieder:

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    jetzt, da alles beim Quizspiel aufgelöst ist, noch zwei meiner wertvollsten Glatzer AKs.

    Das (Innere) Brücktor, wohl während des Abrisses:

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    Die Gesamtsituation der SO-Ecke mit dem Brücktor, heute nicht mehr bestehenden Großpietsch- Hausv (Mitte) und dem Vorgängergebäude der Schlesischen Sparkassa (rechts):


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    Das war s aus dieser unglücklichen vormals böhmischen, österreichischen, preussischen, schlesischen, deutschen Stadt, deren Verhängnis (wie unzähligen anderen, zT hier gezeigten Städten, Märkten und Dörfern auch) die zufällige Namensgleichheit zweier ostdeutscher Flüsschen sowie die Trottelhaftigkeit, Charakter- und Verantwortungslosigkeit angloamerikanischer Verhandler wurde. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig von ihrer alten unverwechselbaren Eleganz näherbringen.

    b) Niederstraße und Frankensteiner Straße

    Der etwas nach vor ragende Bau der zweiten Reihe ist einer der Tortürme der Niederstraße, dies zur Orientierung für das Kommende.

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    Aufmerksame Betrachter meiner Galerien werden sich an ein gewisses oberösterreichisches Stadtbild erinnert fühlen:

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    Bei diesem Torturm handelt es sich übrigens um den letzten Rest eines abgerissenen Klosters, der für Wohnzwecke adaptiert wurde.

    Parallel zur Niederstraße verlief oberhalb, von der Nordostecke des Rings wegführend, die Frankensteiner Straße, die im hier gezeigten inneren Bereich noch mittelalterlichen Ursprungs war. Von den hier gezeigten Häusern sind so ungefähr noch null erhalten:

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    Was hilft s, dass hier noch etwas steht:

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    So, weiter geht s irgendwann, wenn ich s mir nicht anders überlege, mit dem Ring und dem Brücktorberg.

    In Abänderung der vorgesehenen Route betreten wir nun unvermittelt die Grafschafter Hauptstadt. Zumal unsere Runde zumindest in ästhetischer Wertschätzung ohnehin nicht allzu stark zeitgeist- und jetztzeitorientiert erscheint, dürfte es legitim sein, eine damit verbundene Zeitreise vorzuschlagen. Gleichermaßen kann dies als eine Art Therapie für jene sein angesehen werden, die sich für Deutschland, zumindest in der Denkmalpflege, polnische Verhältnisse herbeisehnen.

    Mit Glatz ist sicher nicht das bedeutendste, wohl aber das eigenwilligste und pittoreskeste nach 1945 erhaltene Stadtbild Ostdeutschlands untergegangen.

    Zur Orientierung: soweit nicht besonders angemerkt, sind alle gezeigten Bürgerbauten mittlerweile verloren (selbstverständlich nicht die Türme und Kirchen im Hintergrund).

    a) Böhmischestraße mit 'Glatzer Lauben'

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    dieselbe Ansicht, nach historistischer Überformung und damit verbunden schmerzlichen Detailverlusten:

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    Hier sieht man auf der linken Seite ganz hinten sehr schön den Einstieg zu den sog Glatzer Lauben, einer aparten Besonderheit dieser Stadt.

    Zunächst aber ein äußerer Bereich der Böhmischenstraße:

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    Hier also die angekündigten Glatzer Lauben - wo gibt s so etwas noch, mir fällt nur dieses Chester da ein, was mich eigentlich nicht so vom Hocker haut - abgesehen davon, dass Anglophilie nicht zu meinen ausgeprägten Stärken zählt:

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    Hier der Einstieg von innen, also eigentlich der Ausstieg, Blick in Richtung Standort der ersten beiden Bilder:

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    Blick von den Lauben in die Domgasse:

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    Dasselbe, als wehmütiger Abschied, aus polnischer Zeit. Die Häuser tragen bereits schwere Verfallserscheinungen, und bald werden sie verschwunden sein:

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    Jetzt sind wir - zum 3. Mal in Wünschelburg gelandet. Sicher seid ihr begierig, weitere Bilder aus dieser kaputten Stadt zu sehen, und ich will euch nicht enttäuschen.

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    Derlei Renaissanceportale sind in der Grafschaft nicht eben häufig anzutreffen, schon gar nicht in so kleinen Städten. Görlitzer Verhältnisse sind nicht hierher übertragbar.

    Auch Renaissancerathäuser sind ganz selten (eigentlich der einzige Fall, der mir jetzt einfällt):

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    Derlei Szenarien sind hingegen recht häufig:

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    Das linke Haus wurde nicht eben glücklich modernisiert:

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    Damit wollen wir dieser unglücklichen Stadt den Rücken kehren, jener Stadt, die mich jedesmal emotioneller weit mehr berührt, als ich, der ich mit derlei Verhältnissen recht gut umzugehen gelernt habe, gewohnt bin.

    Wenn einer eine Reise tut... dann hat er heutzutage in den allermeisten Fällen einige Photos gemacht.

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    Für Sudetenexperten und treue Ursusgefährten natürlich kein Problem! Rechts natürlich, mittlerweile in Wolken gehüllt, ganz unverkennbar die Heuscheuer.

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    nach diesem Abstecher in entferntere Gefilde begeben wir uns wieder mal auf Wanderschaft ins Heuscheuergebiet...

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    und erreichen das Deutsche Jerusalem:

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    rechts eines der vormals sieben Tore, die den Hauptplatz umrahmten:

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    Noch nicht ganz verfallenes Renaissanceschloss in Niederrathen:

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    Wieder im Heuscheuergebiet, und zwar in der Bukowiner Felsenstadt, auch "Wilde Löcher", der Blick geht zum Riesengebirge. Die Koppe ist allerdings in Wolken gehüllt.

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    Jetzt schaun wir über das Sterngebirge zum Waldenburger Bergland:

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    Das Ganze en detail mit Schwerpunkt Barzdorfer Spitzberg:

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    In den Wilden Löchern (Rübezahls Speisesaal):

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    Löwentatze:

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    Wieder die Heuscheuer in voller Pracht:

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    ja, was ist denn das schon wieder?

    Kruzitürken!

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    Weiter geht s mit nochmaligen Bildern aus diesem längst untergegangenen Stadtla.

    Große Heuscheuer von Karlsdorf:

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    Kleine und Große H.:

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    Wünschelburg unter der Heuscheuer:

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    Hier blieb im Gegensatz zu Braunau keine deutsche Minderheit zurück, entsprechend düser sieht s noch heute aus.

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    "Raum für Menschen guten Willens". Nun ja.

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    Die erste Generation der Neusiedler hasste dieses Land und sein kulturelles Erbe, wie hier nicht zu übersehen:

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    Einige lebten mit stets gepackten Koffern.

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    Dass es mit Grüssau letztendlich weit besser steht, ist sicher zu einem Gutteil der dt. Hilfe zu verdanken.

    Besonders gut passen die folgenden Bilder daher nicht in diese Reihe, nun, das österreichische Element war ohnehin ein Fremdkörper in Schlesien, wie wir hörten.

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    Auch dieser Klosterfriedhof tanzt insofern aus der Reihe, als die dt Friedhöfe in Niederschlesien in den 70er Jahren auf Parteianweisung generell beseitigt wurden. Man stelle sich vor: ein ganzer Landstrich ohne über 60 Jahre alte Gräber.

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    Das Mausoleum der Herzöge von Jauer und Schweidnitz, dzt in Renovation und daher nur beschränkt photographierfähig:

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    Authentisch erhaltene Spuren der Vergangenheit, irgendwo unterwegs südöstlich von Grüssau:

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    Während hier der etwas verkrampfte Umgang mit der deutschen Schrift gut zu erkennen ist:

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    Ich konnte mich eigentlich niemals des Eindrucks erwehren, dass der polnische Katholizismus auf einem fundamentalen Missverständnis beruht.

    Aus dass die Kirche mittlerweile ein neues Oberhaupt hat, scheint sich bis Polen noch nicht durchgesprochen zu haben, so zumindest der äußere Anschein.

    Erfreulicher ist zumeist der Anblick 'naturbelassenerer' Steine:

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    Görtelsdorfer Felsen.

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    Und hier der ehemals berühmte Teufelsstein, angesichts dessen erhalten gebliebene Zahleninschrift (da in unverfänglichen arabischen Ziffern!) einen richtig philosophisch über Zeitablauf und Geschichtsbewusstsein werden lassen kann:

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    Zweifellos gingen die guten Leute, die diese Tafel errichteten, davon aus, dass dieser Gegend noch einige weitere Jahrhunderte Existenz gewährt werden würde...

    dabei war in gut dreißig Jahren alles zu Ende.

    Wie sieht s mit uns aus? Ist unsere Uhr auch schon am Ablaufen?

    Kann angesichts der unbarmherzigen Absurdheit des niederschlesischen Schicksals überhaupt noch Sicherheit über die einfachsten und fundamentalsten Zukunftsfragen herrschen?

    Ein anderer Gedenkstein, gar nicht unweit gelegen, betreffend Jubliäen und geschichtlicher Zusammenhänge. 670 Jahre Stadtrechtverleihung, wo es doch nur gerade mal 50 sein konnten (was ohnehin viel runder erscheint!) Ich spare mir da lieber jeglichen Kommentar:

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    Offenbar würden die Polen lieber in älteren Städten wohnen. Nun, alles kann man eben nicht haben.

    Das edle Monument großmaßstäblichen Denkens von hinten:

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    -was den Anblick des Ringes hier sogar einigermaßen behübschte. Hier ohne diesen abdeckenden Vordergrund:

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    Der Ring ist erstaunlich gut erhalten und auch gepflegt. Nur just an den Ecken, dh an dreien von vier, hat die historische Substanz herbe Einbussen hinnehmen müssen, die südöstliche haben wir gesehen, hier die empfindlicher, weil an zwei Seiten beeinträchtigte Südwestseite:

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    Die Ringbebauung ist, ein für Schlesien typisches Phänomen, weit jünger, als sie aussieht, was dem Umstand zu verdanken ist, dass sich der Historismus hierorts weit zurückhaltender als anderswo gebärdete und gerne den Eindruck erweckt, es handle sich um durch den Gang der Jahre und diverse Umbauten vereinfachte oder entstellte Renaissance. Tatsächlich ist wohl keine vorbarocke Substanz erhalten geblieben, kann sein, dass ich mich bei einzelnen Laubenbögen irre.

    Prunkstück ist zweifellos das Handelshaus in der (erhaltenen) Nordwestecke (vgl das stilistisch verwandte Landeshuter Beispiel):

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    Ehe wir uns ins nur bedingt erfreulichere Böhmische begeben, noch ein Sprung ins Waldenburger Bergland:

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    Die ehemalige Restauration "Zum grünen Kranz" im Blitzengrund bei Görbersdorf, die heutige banale Bezeichnung erfüllt die damit verbundenen (seidenen) Assoziationen keineswegs.

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    In der alten Bezirksstadt Landeshut.


    Nach dem Abriss des alten Rathauses in der Platzmitte Ende des 19 Jh. wirkt der Ring irgendwie unbefriedigend, was sich durch die polnischen Abrisse an der Südseite noch verstärkt.



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    Diese Stadt hat niemand zu erraten vermocht, sie ist allerdings auch ziemlich unbekannt, weil, überhaupt heute, sehr wenig attraktiv. Hier war die schönste Seite, die Nordseite des Marktplatzes zu sehen. Hier noch einmal:

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    Und hier die hässlichste (Südseite):

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    Das war nicht immer so, dem unschönen Klotz fielen, wem wundert s, die beiden schönsten Barockgiebelhäuser der Stadt zum Opfer. Sie waren wohl eben auch die filigransten Bauten.

    Im wesentlichen war dies der herbste architektonische Verlust, den Landeshut nach 1945 hinnehmen musste. Ach ja, soferne man vom 1964 abgebrannten Renaissanceschloß Kreppelhof absieht.

    Der Platz wirkt unschlesisch, weil das alte Rathaus in der Platzmitte abgetragen wurde. Im Ganzen ist er weit besser erhalten als ähnliche Plätze ähnlicher Städte, und als solcher auch nicht unbedeutend, wenngleich ohne Blickfänge und architektonische Höhepunkte.

    Dazu verstellen die Bäume viel Sicht, oft an ungünstigsten Stellen (dafür ist der verschandelte Abschnitt gut einsehbar).

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    Die unscheinbare, von einfachen historistischen Bauten dominierte Ostseite, hier mit älterer Substanz:

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    Bedeutend die geschlossen erhaltene Westseite, hier mit ihrem Höhepunkt:

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    Wir reisen von der Kreisstadt nach Süden, in Richtung tschech. Grenze.

    Hier stoßen wir auf das ehem. Liebau, eine unscheinbare Kleinstadt, die sich heute gegenüber vergleichbaren Städten dadurch auszeichnet, dass ihr Ring von Devastationen verschont und somit geschlossen erhalten blieb.

    Auch schon etwas.

    Da sich die Stadt gegenüber alten Ansichten kaum verändert hat, war ich auch nicht besonders motiviert, sie zu dokumentieren, was ihr bitte entschuldigen möget.

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    Weiter geht s demnächst mit Grüssau, Teil 2.

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    Sicher stellt Grüssau einen gewaltigen Fremdkörper dar, und nicht nur im Ziederthal. Auch wenn es vielleicht nicht angeht, diesen Barock als "österreichisch" zu bezeichnen, er ist eher Dientzenhoferisch geprägt und somit fränkisch-böhmischer Provenienz. Aber ist "böhmisch" ist vom damaligen "österreichisch" eigentlich nicht zu trennen.

    Sogesehen kann der österreichische Einfluss nicht geleugnet werden, zu prägend war die Einbindung in die böhmischen Länder. Dass "Wien" in Schlesien wie auch bis 1918 in Nordböhmen weit war, steht außer Zweifel.

    Jedenfalls war nach Ende der österreichischen Zeit auch kein schlagartiges Erstarken des kulturellen Lebens zu konstatieren, und ob der preussische Spätbarock der Identität des Landes zuträglicher war als der Österr.-Böhmische, mag dahin gestellt bleiben. Richtig aufleben macht mich das Hirschberger Rathaus jedenfalls nicht.

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    Keinesfalls sollte man sich in Grüssau mit der Klosterkirche begnügen.

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    St. Josef mit bedeutendem Interieur:

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