Beiträge von Loggia

    Und der neue Löcherkarton, der da hin soll, ist ja auch wieder "super". Gegenüber vom gestrandeten Ufo "C&A".

    Hätte man auch das alte lassen können, selbst mit der Grieneisen-Verkleidung war es wenigstens noch gegliedert.

    Die Verzierungen mit den Blümchen geben der Stadt immer wieder was Freundlich-Nettes, bißchen Verspieltes, das mir so bei anderen Fachwerkhäusern noch nicht aufgefallen ist - die sind meist "strenger" ornamentiert, wenn überhaupt. Ist das eine Spezialität von butzbach, oder von dieser hessischen Region überhaupt?

    So ein wirklicher Ruhe- und Anziehungspunkt fürs Auge ist es ME nicht, diese "neue Nationalgalerie zum Einkaufen"... die Gegend macht allerdings einen recht trostlosen Eindruck, so daß der Vorplatz immerhin ein Schritt in die richtige Richtung ist, so man ihn nicht vermüllen läßt.

    Das mag ja sein, daß ein Abriß derzeit unrealistisch ist.

    Ein Abriß ist aber ohnehin stets das Ergebnis langer Vorprozesse und kommt nicht von selbst.

    Auch wenn derzeit keinerlei Hoffnung besteht, daß man die Frankfurter Neue Altstadt noch etwas erweitern könnte, sollte man trotzdem davon träumen, indem man vergegenwärtigt, welche Plätze fehlen.

    Denn die wiedererstandene Goldene Waage ist auch so ein wahrgewordener Traum...

    Soso, es äußerte sich ein Herr vom "Verein Forum Stadtbild" *ggg*... immerhin scheinen sich einige Engagierte eingefunden zu haben, die Stadtreparatur wollen und nicht Betonverguß.

    Nachdem nun eh kaum einer noch bauen will in Berlin, kann man ja wieder mal an den Bebauungsplänen schrauben, oder so. Aber ob die Bürger da genug Antritt haben, diesen Senat noch in die richtige Richtung zu schieben, steht dahin.

    Das Hotel gefällt mir, das sieht sehr heimelig aus...bis auf den Eingang. Da hat er sich wohl entweder nicht getraut, etwas Historistisches zusammenzufantasieren, oder es hat ihn schlicht der Einfallsreichtum verlassen. Das ist, autsch, brachial. So nett ich 1990er-Gebäude oft finde - es sind mit die verspieltesten und dekorativsten unter den Modernen -, diesen ausgesägten Ausschnitt finde ich schmerzhaft. -

    Daß die Eisherstellung schon Ende des 19.Jhdts anfing, hatte ich so nicht im Kopf, ich dachte immer, so um 1910, aber wie ich gerade Carl von Linde wikipädiere, hat der seine Eismaschinen tatsächlich 1877 patentiert, 1879 die Firma gegründet und ab 1884 brummte die dann stetig. - Von der Kühlung mit Eisstangen hat mir meine Mutter noch erzählt, d.h. die war wohl in den 1950ern noch üblich für kleine Lebensmittelläden mit Milchverkauf. Der Kühlraum hatte an der Decke ein Fach, in das man die Eisstangen einschieben mußte. WIMRE etwa alle 3 Tage mußte man neues Eis besorgen, das es in einem Eiswerk gab.

    Tolles Gebäude. Sehr französisch. Die Kamine finde ich nicht so gelungen, aber die unauffällig unterzubringen, bleibt der Jetztzeit vorbehalten... sehr bemerkenswert finde ich die tief heruntergezogenen Riesenfenster. Täusche ich mich, oder sind die fast so wie die heutigen Standard-"Glastüren"?

    Das ist gut, wenn es eine solche Umnutzung gibt, denn dann bleiben die Gebäude erhalten.

    Gerade bei Bauernhäusern ist Umnutzung meist schwierig, so daß sie lieber abgerissen werden.

    Daß es Vierseithöfe in Baden gibt, wußte ich bisher auch nicht. Ich hielt das für eine "östlichere Angelegenheit", weil mir aus dem Hotzenwald/Klettgau eigentlich nur freistehende Bauernhöfe bekannt sind (so von 1870 ab).

    Es gab nicht viel Interessantes in meiner Umgebung, 2 Sachen hatte ich mir ausgeguckt, darunter 1 Kleinwohnung aus den 1920ern in der "Reichsforschungssiedlung Haselhorst" (ist wohl z.Zt. der Weimarer Republik gebaut worden). Bin aber dann doch nicht dahin aufgebrochen, und habe den Tag vertrant, weil ich dann dachte "naja, so eine Winzwohnung, das ist wie Tiny House, hast du schon genug im Netz gesehen". Kurz, es hat mich denn doch nicht sooo arg gereizt, wie vor Jahren das Erklimmen des Rathausturms in Charlottenburg.

    Habe gerade nochmal den Strang nachgelesen, ich dachte irrtümlich, dieses (in dem Primark ist) wäre das neue Gebäude und das alte Parkhaus hätte man abgerissen.

    Diese Mode mit vorgeblendeten Elementen gab es schon mehrmals, mir fallen dazu ad hoc Londoner Kinos in den 1960ern mit vorgehängten Kreisen ein, die im Wind flirrten (in den frühen Nullerjahren gab es Nähe S Hackescher Markt mal einen Laden, der zwecks Retrolook so verkleidet war), ebenfalls aus den 1960ern (68 eröffnet) das Benjamin-Franklin-Klinikum in Berlin-Lichterfelde mit vorgeblendeten "Mustern" (ich war da einmal kurz drin und mochte diese Fenstergitter garnicht), und in den 1990ern dann die DEBIS-Häuser am Potsdamer Platz mit ihrer Stabverkleidung.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine mal gehört zu haben, das Kaufhaus am Alexanderplatz soll zur Anfangszeit auch mit Vorblendelementen behangen gewesen sein (vermutlich auch 1960er). Also scheint das in den 1960ern modisch der letzte Schrei gewesen zu sein, überall mußte es so ein Haus geben.

    In den 2010ern wurde am Kaiserdamm ein Autohaus gebaut, das, meine ich, auch ein paar teilverkleidete Fenster hat, aber nicht mit Stäben, sondern mit Alu-Blenden.

    Möglicherweise lebt das nun sporadisch wieder auf.