Beiträge von SchortschiBähr

    Vielleicht ist dieses Thema es sogar wert ein eigenes Überthema zu bekommen?


    Als Entrée erst einmal einen Film, der gerade auf 3Sat lief.


    Allerdings kommt der Film halt auch nicht ohne die heutzutage obligatorische Bewertung durch die CO2 Emmissionen aus. Auch die Recycling-Beispiele, wie Altmetallhändler oder Handel mit Ausschußware und historischen Baustoffen ist ja so neu nun auch wieder nicht! Schön die Herstellung von Ziegeln aus Bauschutt.

    Architekturbeispiele werden aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden gezeigt. Man ist stolz rohen Beton zu präsentieren, der zu 40% aus Altbeton bestheht. Er ließe sich so wieder besser recyceln. Na ja , alles schön und gut, mich beschleicht allerdings das ungute Gefühl, daß die Nachhaltigkeit und der Co2 Abdruck als Hauptkriterien für nachhaltiges Bauen in diesen Beispielen die Ästhetik, sprich die Schönheit wieder auf der Strecke zurücklassen!?

    Zitat

    Wenn die Rohstoffe knapp werden - Bauen mit Schutt

    Europas Bauwirtschaft boomt, sie ist der Motor des Wirtschaftswachstums und einer der größten Arbeitgeber. Doch dieser Trend hat enorme Schattenseiten - der ökologische Fußabdruck ist riesig.

    Nur bis 13.11. verfügbar, deshalb unten der dazugehörige Artikel:


    Wenn die Rohstoffe knapp werden - Bauen mit Schutt - 3sat-Mediathek


    In diesem Video faßt der Gründer eines Gemeinschaftsprojektes in Mecklenburg am Tollensesee die nachhaltigen Aspekte einer geplanten Minisiedlung von 12 Domrundhäusern zusammen:



    Also was eher stationäre Bauformen angeht, finde ich die Domrundhäuser so richtig "geil". Das würde mir gefallen. Dafür hatte ich mich schon vor rund 20 Jahren interessiert. Eine alte Bauform neu entdeckt, sozusagen!


    PS: ja klar Zeno, als Containersiedlung. Vielleicht finde ich das Video wieder, worin ein us-amerikansicher Hersteller gezeigt wird, der alte Container zu Minihausmodulen umbaut und diese dann kombiniert.

    Tja, das haste natürlich in gewisser Weise recht. Aber vielleicht sollten wir es eher erst einmal experimentell auffassen. Viele der Minihäuslebauer bemühen sich nachhaltig zu bauen, im Sinne recycelbarer Grundstoffe und der Verwendung schadstofffreier, baubiologisch gesunder Materialien. Es ist natürlich die Frage in welchen Vergleich man dieses experimentale Bauen setzt. Velgleichst Du es mit Einfamlienhäusern, dann sieht es schon ganz anders aus. Das große Plus der Minihäuser und erst recht solcher auf Rädern ist die Mobilität im Gegensatz zu Immobilien, die nomen est omen eben immobil sind!

    Das sind die attraktiven Hauptpunkte für Minihäuser:

    Vereinfachung, weniger Raumbedarf, kompakte Selbstversorgereinheiten, Mobilität, inklusive kurze Bauzeit, energetische und baubiologische Nachhaltigkeit, unmittelbares, naturnahes Wohnen (du kriegst alles mit, was draußenz.B. wettermäßig abgeht), finanziell erschwingliches Eigenheim in Zeiten irre hoher Immobilienpreise... !


    Auch für Studenten mittlerweile eine Alternative zu unbezahlbarem und sowieso knappen Wohnraum in den Unistädten.

    Nachfolgend 3 englischsprachige Videos, die in Kurzportraits minimalistische Wohnformen präsentieren.


    In diesem Video werden 10 Minihäuser unterschiedlichster Art vorgestellt:



    Hier 15 NACHHALTIGE etwas größere Kleinhäuser, die mit Stil und Einfallsreichtum erbaut wurden:



    Noch einmal 10 Beispiele sehr kompakter Minihäuser, aber auch größerer Wohngebilde. Auch ein Modulsystem zum Erweitern für eine kleine Häuschensiedlung wird vorgestellt. 3 Wohnwagons werden präsentiert, ua. ein großer, doppelstöckiger Wohnwagon wird gezeigt. Wohnwagons und umgebaute Bauwägen bekommen aber noch mehr Raum in extra Strängen:



    Alle Videos aus US. Frage mich, wie die das in den Staaten mit der Baugenehmigung halten? Die meisten Häuschen sehen wie einfach in die Landschaft gestellt aus. Wenn das so einfach bei uns ginge, wäre ich schon dabei. :biggrin:

    Hui, der wunderschöne Renaissance(Frühbarock)- Schrank im Refektorium hat mich doch sehr beeindruckt. was eine wunderbare Möbelarchitektur. Es zeigt uns auf, daß die Architektursprache jahrhundertelang das Möbeldesign bestimmte!

    Sehr fein auch die Stuckdecke. Sehr edles Bandelwerk. Erinnert mich an meine Klosteraufenthalte als junger Mann bei den Mönchen in Neresheim. Das dortige Refektorium hat auch eine wundervolle Bandelwerkstuckdecke aus ungefähr derselben Zeit, allerdings ein sehr viel größerer Raum, dessen Decke auf 2 roten, stuckmarmornen Säulen ruht.

    Habt Ihr im neuen Berliner Extrablatt den Tagebuchbericht eines Wolfgang Gehrke vom Abriss des Berliner Schlosses gesehen und gelesen? So erschütternd und zugleich spannend geschildert. Er heimlich in die Ruine eindringend, auf der Hut vor der Volkspolizei und ein exzellenter Kenner der Schloßgeschichte war er, ebenso ein Feingeist, der einzuschätzen vermochte, was die Barbaren gerade zu zerstören im Begriff waren.

    Ich lese den Bericht gerade total beeindruckt in der Druckausgabe!


    Hier online, ab Seite 6:

    Berliner Extrablatt Ausgabe 92 by Förderverein Berliner Schloss - Issuu

    Man könnte meinen das oberste in Naturstein ausgeführte Stockwerk sei einmal anstelle des Daches aufgestockt worden. An die Adresse der heutigen Architekten gewandt, die gerne alte Gebäude aufstocken und meist eine ästhetische Bruchlandung fabrizieren. Schaut es Euch ganz genau und gut an wie man's ohne Brüche und doch klar erkennbar macht!!!

    (PS: mir ist schon klar, daß da nix aufgestockt wurde und der Bau von Anfang an so geplant war, oder!?)

    Ach, guck, zwischen Fetscherplatz und Herz-Jesu-Kirche. In der Nähe (Krenkelstraße) wohnten meine Großeltern. In der Kirche haben meine Eltern geheiratet. Die Gegend kenne ich von klein auf, wenn wir die Großeltern im Osten besuchten!

    Die Gründerzeitbauten dort haben mir mein Bild von alter Architektur geprägt, mein Sehen geschult. Ich schaute beim Vorbeilaufen immer total beeindruckt die Fassaden an. Gut, daß mich mein Papi an der Hand führte, sonst wäre ich allweil über den Randstein gestolpert, ... ! :smile:

    Na, da hast Du ja wieder eine recht lebendige Straßenszene des alten Stuttgart ergattert!

    Was mich an dieser und vielen anderen Aufnahmen mit Passanten fasziniert, also an Momentaufnahmen des Straßenlebens aus jener Zeit, ist diese authentische Tiefe, die mich schier in das Bild hineinzieht, die Straßenszenen empfinden und fühlen läßt, die Geräusche werden hörbar, die Gerüche, der Raumeindruck, die Stimmen der Leute. Gleich schlendere ich auf der linken Seite der Straße entlang und schaue mir die Auslagen der vielen kleinen Läden an ... Zeitreise Stuttgart!

    Man betrachte auch das Design der anderen Innenräume: alles in weiß, weiß und nochmal weiß. Selbst der Boden gibt keine Hoffnung auf eine warme Farbe, sprich feines Parkett. Anödendes weiß, so weit das Auge reicht und der geneigte Besucher gehen will. Einzig die Exponate und deren Farbigkeit könnten ein wenig Hoffnung auf Abwechslung und Augen- freude versprechen.

    80 Hochwertige Berliner Stadtschloss Video-Clips und Filmmaterial - Getty Images


    (Frage mich nur wie das in wenigen Jahren aussieht? Bei diesem zu erwartenden großen Besucher Andrang!? Wie sieht es mittlerweile im brandenburgischen Landtag/Potsdamer Schloß aus? Der Kulka frönte da ja auch dem totalen Weiß!?)