Beiträge von Michael

    Weiter geht es in die 1306 erstmals erwähnte Neustadt.


    Blick aus Richtung des Dünzebacher Torturms in die Neustadt




    Die langen Gassen habe ich nur zu einem kleinen Teil gesehen, deshalb hier einige Fotos aus Wikimedia Commons.


    GeorgDerReisende / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 4.0 International — CC BY-SA 4.0)



    Die Neustädter Kirche St. Katharina, eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche.


    User:Any1s and Christoph Braun / CC0


    ThunderHawk1973 / CC BY (Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0)


    GeorgDerReisende / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 4.0 International — CC BY-SA 4.0)

    Bad Salzungen – Husenkirche


    Die Kirche war eine der ältesten der Gegend und geht auf einen Vorgängerbau aus dem 8. Jh. zurück (laut Dehio eine 724 von Bonifatius geweihte Holzkirche). Die Eltern von Martin Luther, die aus dem wenige Kilometer entfernten Möhra stammten, sollen in der Kirche getraut worden sein. Das namensgebende Dorf Husen wurde Anfang des 16. Jh. aufgegeben und die Kirche diente seit dem als Friedhofskirche von Salzungen. Beim letzten Luftangriff auf Bad Salzungen am 31. März 1945 wurde das Dach der Kirche durch die Druckwelle der Explosion eines Munitionszuges, der auf den nahegelegenen Bahngleisen stand, zerstört.



    Metilsteiner / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)


    Weitere Infos und Bilder gibt es auf der Seite des Fördervereins Husenkirche: Husenkirche Bad Salzungen

    Am Pommertor Ecke Unter dem Berge




    Anscheinend eine ehem. Lohgerberei am östlichen Eingang zur Altstadt.




    Der Brühl liegt am Südostrand der Altsstadt.






    Blick zum Dünzebacher Torturm aus dem 16. Jh., der einzige erhaltene Turm der Stadtbefestigung, von der nur sehr wenig übrig ist.




    Turnhalle am Dünzebacher Torturm von 1867


    Dass die Bepflanzungen der Beete lange bestehen, kann ich mir nicht vorstellen. Die Bäume auf der kleinen Fläche klein zu halten wird schwierig und die Bepflanzung mit der kaum winterharten Gunnera im Südamerika-Beet ist sehr anspruchsvoll. Die Wiederherstellung der historischen Gestaltung mit den großen rund geschnittenen Hecken wäre viel billiger und pflegeleichter, und auf Beeten dazwischen hätte man auch eine Bepflanzung mit Stauden oder einjährigen Pflanzen, die Humboldt beschrieben hat, pflanzen können.

    Die Marktkirche St. Dionysius entstand 1451-1521 an Stelle mehrerer Vorgängerbauten. Dach und Turmaufbau wurden nach dem Dreißigjährigen Krieg in den 1650er Jahren neu gebaut.


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    Sehr gut gefällt mir der Orgelprospekt von 1677/79, das Werk dahinter wurde 1966 neu gebaut. Die Gemälde von 1684 an der Orgelempore zeigen musizierende Frauen.


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    Blick über den Marktplatz nach Osten


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    Blick zurück zum Obermarkt


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    Zwei Fotos von 2006 zum Vergleich, der westliche Teil des langgezogenen Marktes wurde inzwischen gepflastert und dient nicht mehr als Parkplatz.


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    Am westlichen Ende des Marktes steht links die Fleischschirn von 1711 und rechts das Alte Rathaus von 1660.


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    Portal zum Obermarkt, die Inschrift erinnert an die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1637, als ein großer Teil der Stadt abbrannte: "Des Brand 1637 durch Rach und Rauch in Asch weg Eschweg ist gebracht. Des Baw 1660 in lieber Friedenszeit itzt Rathaus steht gemacht."


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    Fleischschirn zur Marktstraße, gedrechselte Lüftungsgitter im Erdgeschoss, wo früher anscheinend das Vieh geschlachtet wurde, darüber befanden sich die Verkaufsstände der Metzger. Ludwig Bickell fotografierte das Haus in den 1880ern: https://www.lagis-hessen.de/de…cts/idrec/sn/bd/id/63-137


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    Danke für den Link, das Gemälde kannte ich noch nicht. Von Wanfried hatte ich auch ein Bild von Ernst Metz gefunden, das aber vom Fachwerk nicht ganz korrekt ist. Es kommt wahrscheinlich darauf an, was für Vorlagen vorhanden sind, ansonsten sind das eher Idealvorstellungen, die aber sehr gut gelungen sind.

    Obermarkt







    Das Neue Rathaus wurde 1845-46 als Stadtbau von der Casino-Gesellschaft gebaut, seit 1886 wird es als Rathaus genutzt. Es ersetzte das 1452 erbaute Kaufhaus mit Tuchboden und Weinkeller.




    Bereich zwischen Obermarkt und Marktstraße



    Das ist eine schwierige Frage. Sehenswert ist Eschwege auf jeden Fall, es gibt aber auch einige Gassen mit langen Reihen von relativ einfachen niedrigen Häusern. Die Stadt wurde anscheinend komplett im Dreißigjährigen Krieg zerstört, es gibt kein mittelalterliches Fachwerk mehr. Alles habe ich auch noch nicht gesehen z. B. das Gebiet um die Neustädter Kirche.

    Andere Städte wie Bad Sooden-Allendorf oder Homberg/Efze fand ich beeindruckender, was vielleicht auch an der Lage der Städte liegt, obwohl die Altstadt von Eschwege größer ist und glaube ich die zweitgrößte auf dem Gebiet von Hessen-Kassel war.

    Die Bausünden in Eschwege konzentrieren sich am Stad, dafür blieb die restliche Stadt verschont. Recht gut gelungen ist der C&A rechts in der Mitte.


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    Viel schlechter sieht es bei der Schlossgalerie aus, die hier links hinter einer lieblosen Baulücke steht.


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    Stad 29

    GeorgDerReisende / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 4.0 International — CC BY-SA 4.0)



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    Forstgasse Ecke Stad


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    Die gegenüberliegende Ecke.


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    Forstgasse-Ecke Stad

    Gunther Falchner / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)



    In der Mitte ein interessanter Fachwerkbau mit Spitzbogenfenstern.


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    Über den Stad, die Hauptgeschäftsstraße Eschweges, geht es in die Altstadt. 1970 wurde die Straße entlang der Werra verbreitert, um den Verkehr um die Altstadt leiten zu können. Dafür mussten einige Häuser abgerissen werden und die Altstadt verlor teilweise ihre direkte Verbindung zur Werra und zum Schloss. Auf diesen Seiten gibt es historische Fotos und Vergleichsbilder:

    Eschweger Stad früher: Um 1900 floss hier der Goldbach | Eschwege

    Eschwege - nach 1900


    Gleichzeitig entstand 1970 an der Ostseite des Stads der Woolworth, den ich damals nicht selbst fotografierte.


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    Stad 46-54

    Gunther Falchner / CC BY-SA (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)



    Die Westseite sieht schon viel einladender aus.


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    Auf der gegenüberliegenden Seite steht direkt neben dem Woolworth das Raiffeisenhaus, das 1679 von einem Lohgerbermeister gebaut und später als Gasthof genutzt wurde. Hier gibt es die aufwendigsten und abwechslungsreichsten, der in Eschwege häufig vorkommenden, Flachschnitzereien.


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    Blick von der Altstadt zum Werdchen, links mit der Uhr das Wasserkraftwerk "Schabe" von 1906, das nun die Wasserkraft anstelle der nicht mehr benötigten Loh- und Walkmühlen nutzte. Das kleine Fachwerkhaus an der Brücke war früher auch eine Mühle.




    Ansicht um 1900, der Brückenturm stand 1906 dem Neubau der Werrabrücke im Weg.




    Blick vom Werdchen zur Altstadt




    Speicher an der Werra




    Blick zum Landgrafenschloss, rechts die Schlossmühle


    Mangelgasse




    Bremer Straße




    Häuser mit Speicherböden aus dem 19. Jh.




    Haus einer Lohgerberei mit Trockenböden, auf dem Werdchen gab es viele Gerber und Tuchmacher und die dazu notwendigen Loh- und Walkmühlen.



    Los geht es in der Vorstadt Brückenhausen, die auf der Insel Werdchen zwischen zwei Armen der Werra liegt.


    Blick von der nördlichen Werrabrücke in die Brückenstraße, rechts die Villa eines Lederfabrikanten von 1892.


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    Westseite der Brückenstraße


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    Brückenstraße 25, Fachwerk von ca. 1860/70


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    Ostseite der Brückenstraße


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    Detail der Brückenstraße 24


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