Oliva und sein Kloster

  • Im Folgenden sollen einige Eindrücke zu Oliva (heute: Oliwa, übrigens auf dem O betont) vermittelt werden, das vor allem durch sein Zisterzienserkloster mit Dom und umliegendem Park geprägt wird.


    Zur groben Einordnung eine historische Karte - damals gab es ja den heutigen Ballungsraum noch nicht:


    umgebung.jpg


    Oliva liegt nordwestlich von Danzig kurz vor dem bekannten Kur- und Badeort Zoppot (in der Karte also links oben) und blieb ähnlich wie Zoppot deutlich besser erhalten als z. B. Danzig-Langfuhr etwas östlich davon. Der Ort bestand über Jahrhunderte hinweg fast nur aus den Klosteranlagen, die mehrmals zerstört wurden - unter anderem auch durch Danzig 1577 (die Mönche stammten aus Polen und blieben katholisch, während Danzig ja überwiegend protestantisch wurde - und somit war Oliva ein Zentrum der Gegenreformation).


    Das Kloster wurde übrigens 1831 säkularisiert und erst nach 1945 durch Mönche aus Szczyrzyc neu gegründet. Nach der Säkularisation wuchs eine kleine Siedlung neben dem Kloster heran, Oliva wurde 1874 zur Stadt ernannt und 1926 nach Danzig eingemeidet, es blieb aber immer relativ klein mit 14.000 Einwohnern bei der Eingemeindung und hat heute auch noch unter 20.000 Einwohner.


    Dies ist eigentlich überraschend, denn ab den 1970er Jahren wurde ein großer Universitätscampus errichtet (und bis zum heutigen Tage erweitert) und zwischen der Hauptverkehrsachse der Dreistadt (die aus der früheren Danziger Chaussee und früheren Straßenbahnlinie entstand) und der Ostsee entstanden auch bei Oliva große Plattenbauviertel über Kilometer hinweg (die aber offensichtlich politisch nicht zu Oliva gehören, auch liegt die Universität auf Höhe der Metro-Station Konradshammer und somit außerhalb).


    In den letzten Jahren entstand auch in Oliva ein großes Business Center mit Hochhäusern (sogar eines der größten der Region) - in der nachfolgenden Galerie soll es jedoch um die historische Siedlung und das Kloster mit Park gehen.

    Ce qui arrive en fin de compte, ce n’est pas l’inévitable mais l’imprévisible.

    John Maynard Keynes

  • Hier ein historischer Stadtplan von 1937 zur besseren Übersicht:


    oliva1937.jpg


    Die Anreise erfolgt einfach mit der S-Bahn, die am Bahnhof von Oliva hält (im Gegensatz zu Gdingen gibt es also keine getrennte Haltestelle):


    IMG_5125_sil.jpg


    Von dort aus durch überwiegend historische Bebauung, darunter viele Villen, nach Westen (der obige Übersichtsplan ist nicht nach Norden ausgerichtet):


    IMG_5126_sil.jpg


    Schon nach wenigen Minuten ist die Danziger bzw. Zoppoter Straße erreicht, im obigen Stadtplan schon umbenannt ...


    IMG_5127_sil.jpg


    Gleich westlich davon beginnt schon der Königliche Park, dessen Hauptachse zumindest früher, vor der Errichtung von Großsiedlungen, eine direkte Sicht zur Ostsee ermöglichte:


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    Der Eingang auf halber Höhe des Parks:


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    Der Wassergraben in Längsrichtung des Parks:


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    Blick in Richtung Kloster (noch durch Bäume verborgen ...):


    IMG_5131_sil.jpg


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  • Die Klostermauer gibt schon einen ersten Blick auf den Dom zu Oliva frei:



    Auch außerhalb des Eingangstors gibt es weitere Parkanlagen:



    Wir betreten den Dom von der Seite:



    Die Kirche ist über 100 Meter lang und ziemlich schmal:




    Informationen zum Dom gibt es z. B. bei der Wikipedia, hier die Ansicht mit den Türmen:



    Gleich daneben befindet sich ein ökumenisches Zentrum, das in Bauten auf dem 17. Jahrhundert untergebracht ist, der Zaun trennt nur die Kirche ab, von der Straße aus ist das Zentrum frei zugänglich:



    Das Gebäude:



    Weitere Eindrücke aus dem Umfeld:




    Rückweg zum Park:



    Gleich hinter der Kirche befindet sich der Palast der Äbte, der vom letzten polnischen Abt Mitte des 18. Jahrhunderts in Auftrag gegeben wurde - heute befindet sich darin ein Kunstmuseum:



    Ansicht gemeinsam mit dem Dom:




    Von hier aus geht es dann den schon gezeigten Weg wieder zurück zum Bahnhof.

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