Fachwerk in Deutsch-Lothringen und im Buckelelsass

  • Es folgt der Ort Honskirch:


    Nr. 50. rue des Messieurs aus dem 18. Jh. das OG aus Fachwerk, in der Nachkriegszeit mit Platten verschandelt.





    Daneben das neue Rathaus im typischen französischen 1950er Jahre Stil:



    Nr. 36, in der selben Straße:




    In der Kirchstraße, Rue de l'église gibt es noch ein paar Häuser mit Fachwerkelementen:





    Leider ist das letzte Haus der Straße welches ein Fachwerkbauernhof war von 1733 nur noch eine spoerrliche Ruine:






  • Kommen wir nun nach Altweiler/Atltwiller welches schon zum Buckelelsass gehört:


    In der Rue de la Rose befinden sich ein prächtiges Fachwerkhaus die Nr. 36 des 18. Jh. :



    Es besitzt die für die Region sehr verbreiteten Kreuzstreben auf Raute und geschweifte Andreaskreuze:








    Schräg gegenüber:


  • Das rechte Nachbarhaus ist ein "normales" steinernes Bauernhaus der Region:



    An der Ecke zur Rue de l'église:



    Von der Kirchstraße gehen wir zur Hauptstraße (rue principale). An der Ecke zu dieser folgender Fachwerkgiebel:



    An der Ecke zur Rue Bonnefontaine steht dieser stattliche Fachwerkbauernhof aus dem 18. Jahrhundert;





    Hier haben wir zufällig eine Immobilienführung mitgemacht in diesem historischen Bauernhaus des späten 19. Jh. :



    Im Innenhof ein altes Waschbecken aus der deutschen Kaiserzeit. Welche Liebe zum Detail !



    Schließlich noch in der Rue des Joncs zwei schlichte Fachwerkhäuser mit später vermauerten Erdgeschoss:



  • Wieder zurück in Deutschlothringen besuchen wir Wiebersweiler / Vibersviller. In diesem Haufendorf befinden sich einige Fachwerkhäuser des 18. und frühen 19. Jahrhundert:


    In der Hauptstraße sind vor allem Giebel aus Fachwerk erhalten:








    An der Ecke zur Rue de la Mairie:




    Gegenüber, dieses Fachwerkhaus mit außergewöhnlichen Dach, eine Kombination aus Satteldach und Walmdach:



  • In der Rue de la Mairie, dieses orangenfarbig gestrichene Haus mit Fachwerkgiebel, da hat man sich ans Elsass orientiert:


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    Neben der Kirche ...


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    ... erleben wir ein Trauerspiel. Ein Fachwerkhaus wurde wohl abgerissen, weil es im extrem schlechten Zustand war. Diese Wand mit Verstrebungen hatte man gerettet, nun vergammelt sie leider vor sich hin...


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    Aktuell steht davor ein Neubau;


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    Gegenüber von der Kirche:


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    In der Rue du Tailleur, dieses besser erhaltene Fachwerkhaus:


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  • Nun geht es ins westlich gelegene Münster in Lothringen.


    Am Ende der Rue de Tocheville befindet sich das einzigste Fachwerkhaus des im 19. Jahrhundert "versteinerten" Dorfes. Es wurde 1736 das Erdgeschoss im 19. und frühen 20. Jh. vermauert.





    Eine seltene Verstrebung ist die Rauten mit geschweiften Andreaskreuz:






    Von außen hat das Haus ja noch einen halbwegs guten Eindruck vermittelt, doch das Innere ist eine totale Rumpelkammer....





  • Doch die wahre Hauptsehenswürdigkeit des Dorfes ist die Kirche St. Nicolas aus dem 13. Jh. Ihre Doppelturmfassade macht sie zu einer kleinen imposanten Kathedrale. 73 Meter sind die Türme hoch. 1868-74 wurde sie von Viollet-le-Duc erneuert, der ja auch Notre Dame de Paris restaurieren ließ. Seitdem ist obwohl sie ein "Monument historique" ist also unter Denkmalschutz steht, leider auch nicht viel mehr passiert. Doch sehet selbst:












  • Vor allem das Innere ist in einen katastrophalen Zustand, klar es wird der kleinen Gemeinde mit ihren begrenzten Budget sich selbst überlassen. In Frankreich ist leider die Kirche selbst mit ihren spärlichen Einnahmen auf sich meist alleine gelassen bei ihren Baudenkmälern, außer sie haben eine überragene touristische Bedeutung...


    Die Orgelempore muss zb gestützt werden sonst gibt sie nach:











  • Über die Landstraße fahren wir südwärts:




    nach Insweiler /Insviller


    Das Haus 8, route de Lhor ist ein sehr gut erhaltenes Fachwerkhaus des frühen 19. Jahrhunderts mit historischen Ofen und Stall. Die Eigentümer waren sehr freundlich und haben uns Zutritt gewährt, um dieses einzigartige Haus zu dokumentieren, welches sie vor ein paar Jahren restauriert haben .



    Die Vordächer, welche eher an der Unterelsass erinnern, wurden von den Eigentümern später hinzugefügt. Sie bilden jedoch eine sehr harmonische Atmosphäre:







  • Wie schon verraten ist unsere nächste Station Lauterfingen / Loudrefing. Dieser Ort liegt bereits an der Grenze zwischen der germanischen Steildachzone und der romanischen Flachdachzone:



    An der Kirche steht ein Schmuckstück des Ortes: ein Fachwerkhaus des 18. Jh. mit geschnitzen Fenstererkern und geschweiften Andreaskreuzen, leider ist dieses Haus so verwahrlost (Dach ist schon kaputt) , dass es irgendwann wohl abgerissen wird....