Eichstätt (Allgemeines)

  • Durchbruch in Eichstätt: Die denkmalgeschützten Gebäude Westenstr. 8 & 10 sowie Pedettistr. 13a werden nach langem Hin und Her endlich saniert.


    Zitat

    Dass das Vorhaben durchaus anspruchsvoll ist, sei ihm bewusst, so Gumpert weiter, aber durch seine langjährige Tätigkeit im Ingolstädter Bauamt sei er denkmalerfahren und wisse, was auf ihn zukomme. So rechne er auch mit einer Bauzeit von mindestens drei Jahren. Neben dem Denkmalschutz habe Barrierefreiheit oberste Priorität, zudem soll der Innenhof entsprechend hergerichtet werden und durch eine Passage erreichbar sein. Die Wohnungen sollen vermietet und nicht verkauft werden.


    Das ebenfalls lange leerstehende Anwesen Westenstraße 8 wird auf der Denkmalliste als traufständiges dreigeschossiges Jurahaus mit Zwerchgiebel und Flachsatteldach beschrieben, dessen Kern (Fachwerk) auf das Jahr 1451 zurückgeht. Stadtheimatpfleger Rainer Tredt sprach einmal gegenüber unserer Zeitung insgesamt von "mittelalterlicher Bausubstanz vom Feinsten".


    Komplexes Vorhaben- Baudenkmäler Westenstraße 8 und 10 sollen saniert und umgebaut werden




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    Westenstr. 8



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    Westenstr 10 Eichstätt (1)WaldiWuff / CC0


    Westenstr. 10



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    Pedettistr 13a EichstättWaldiWuff / CC0


    Pedettistr. 13a

  • "Überraschend" erwies sich das Gebäude Nummer 10, in dem bis Ende 2015 ein Herrenmodegeschäft untergebracht war, als historisch wertvoller als bis dahin angenommen. Zusammen mit dem hinteren Gebäude Pedettistraße 13a wird es mittlerweile auf der Denkmalliste geführt: Demnach geht deren Ursprung auf das 14. Jahrhundert zurück. Im rückwärtigen Teil befindet sich ein Innenhof, unter den Gebäuden ist eine umfangreiche, tiefe Kelleranlage, die die Pedettistraße quert.

    Das ist doch keine Überraschung, jedenfalls keine große. Wahrscheinlich deswegen steht das Wort in der Zeitung auch in Anführungszeichen.


    Wie so oft: Die ältesten Gebäude stehen nicht auf der Denkmalliste, wurden also offenbar von den Fachleuten nicht als solche erkannt (kleiner Tipp: 10 Sekunden lang anschauen, dann weiß man bescheid). Ich habe auch diverse Gebäude gekannt (weiß sie nicht mehr auswendig), die ich für sehr alt gehalten habe, großenteils einfach aufgrund ihres verräterischen Äußeren. Einige von ihnen sind Jahrzehnte nach der Aufstellung der Denkmallisten dann nachträglich in die Listen aufgenommen worden... Nicht selten hat sich dann das 14. Jahrhundert als Bauzeit herausgestellt.


    Vor Ort weiß man oft mehr als im fernen München.