Stuttgart - John Cranko Ballettschule (Galerie)

  • Hier einige Fotos der neuen Ballettschule, gelegen oberhalb der Staatsgalerie, also in sehr innenstadtnaher Hanglage.


    Das Umfeld besteht überwiegend aus anspruchsloser Nachkriegsbebauung (weiter oben, in Richtung Eugensplatz wird die Bebauung aber schöner):




    Hier ist der untere Teil der Ballettschule schon zu sehen, neben dem Bau der Hochschule für Musik und darstellende Kunst:




    Kunst an der Fassade:



    Blick in die Innenstadt mit dem modernen Erweiterungsbau der Alten Staatsgalerie:


    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto

  • Blick nach oben:



    Das schönste ist wohl die Grünanlage:



    Massiver Beton:






    Hoch auf der Paul-Löbe-Staffel:





    Die Bebauung im unmittelbaren Umfeld:




    Das Gebäude von oben gesehen:




    Die Hauptfassade zur Straße:



    An einigen Stellen liegt noch Material herum:



    Die Betonplatten müssen natürlich unbedingt die Spuren der Bearbeitung aufweisen:



    Dazwischen ist so eine Art schwarzer Gummi (?):



    Abschließend noch ein Blick auf die Innenstadt:


    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto

  • Die Hauptfassade ist ja noch halbwegs erträglich. Unten aber (also auf den ersten Bildern) ist das schon ein brutaler Bunker. Mit der Leichtigkeit von Ballett hat das nichts zu tun. Könnte besser ein Trainingsgebäude für Bundeswehr-Schützen sein. Jedenfalls absolut widerlich. Aber der Stuttgarter "Architekturtheoretiker"-Szene wird garantiert einer dabei abgehen.


    Schlimm auch dieses Graffiti-Geschmiere, vorzugsweise an Hochschulen, deren Leitung oft bewusst nicht dagegen vorgeht, um nicht als "unprogressiv" zu gelten und sich den Unmut bestimmter Kreise zuzuziehen. Ist bei uns teils ähnlich. Ein kulturelles Armutszeugnis.

  • Schlimm dass man gezwungen wird, sowas als Architektur zu bezeichnen. Hoffentlich kriegt dieser Ballettbunker auch richtig viele Sprayer-Tags ab, das würde mir große Schadenfreude bereiten.

  • Na ja, so unrecht haben sie nicht, das IST das derzeitige Weltniveau ;-)

    "An Sehenswürdigkeiten, die bloß das Auge erfreuen, ist ja diese Stadt so überreich. Ihre Straßen sind mit Kultur gepflastert, während die Straßen anderer Städte bereits mit Asphalt gepflastert sind. Die Vergangenheit reicht in die Gegenwart hinein, und daraus erklärt sich die bekannte Wiener Unpünktlichkeit. (...) In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

  • Das ist eher das allgemein sehr niedrige bundesdeutsche Gegenwartsniveau, ob Musik, Kunst oder eben Architektur - mehr als kahle Betonkästen scheint das Architekturbüro nicht zu beherrschen.


    Hier das Straßburger Gegenstück:



    Ein reich gegliedertes Gebäude, das sogar Gestaltungselemente und Farben und Materialien (Sandstein) der nördlich davon befindlichen historischen Bebauung aufnimmt.


    Auf die Idee, wie im Ausland das Umfeld zu betrachten, um sich dann einzufügen, scheint man gar nicht zu kommen.


    Beispiel Danzig: das Einkaufszentrum Forum Danzig - mehr Informationen hier



    Generell scheinen in der Bundesrepublik heute nur noch Kästen entweder aus Beton, Glas und vorzugsweise in grau zu entstehen. Andere Formen oder gar Farben scheint es nicht mehr zu geben.

    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto