Kahla (Galerie)

  • Kahla liegt an der Saale knapp 20km südlich von Jena und hat etwa 7000 Einwohner. Die Altstadt besteht aus zwei Hauptstraßen, die im Zentrum durch den Markt verbunden sind, und den Bereich einer früheren Burg im Norden auf dem heute die Stadtkirche steht.


    Blick von der nahen Leuchtenburg über die Stadt


  • Die Jenaische Straße führt zur Altstadt hinauf.




    Um 1900 sah die Straße wesentlich urbaner aus, leider ist das interessante Haus rechts nicht mehr vorhanden.




    Hier stand bis zur Mitte des 19. Jh. das aus dem 15. Jh. stammende Jenaische Tor.




    Hotel zum Stadttor, früher "Zum Roten Löwen", hier sollen bereits Martin Luther, Kaiser Karl V. und General Tilly übernachtet haben.




    Inschrift mit den Zunftzeichen der Metzger am Eckhaus zur August-Bebel-Straße


  • Im Norden der Altstadt stand die Burg der im 12. und 13. Jh. erwähnten Herren von Kahla, an diese erinnert nur noch der Straßenname Burg.


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    Die Stadtkirche St. Margarethen wurde nach einem Stadtbrand von 1410 neu erbaut. Ihre heutige und wie ich finde recht ungewöhnliche Gestalt erhielt die Kirche bei einem Umbau 1791-93 als das Schiff erhöht, das Mansarddach aufgesetzt und neue Fenster eingebaut wurden.


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    Ansicht von der Heimbürgestraße


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    Eine Besonderheit ist die unter dem Chor liegende sog. Cavete, eine ehemalige Durchfahrt die durch spätere Aufschüttungen heute unter Straßenniveau liegt. Hier eine Zeichnung aus "Die Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Westkreis" von 1888.


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    Ansicht von Norden


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    Burg 3


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  • Links die Rudolf-Breitscheid-Straße (früher Salzgasse) und rechts die August-Bebel-Straße (früher Schuhgasse).


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    Rudolf-Breitscheid-Straße


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    Im 18. Jh. kam Kahla zu einem bescheidenen Wohlstand, was sich in etwas aufwendigeren Häusern ausdrückte.


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    Rudolf-Breitscheid-Straße 3


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  • Blick zum Saaltor, das 2015 gerade saniert wurde. 1801 wurde das ursprüngliche Torhaus und das Vortor abgerissen, 1859 folgte der zum Tor gehörige Turm.


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    Rudolf-Breitscheid-Straße 7 von 1766, einst das bedeutenste Haus aus dem 18. Jh. in Kahla, es wurde zumindest notgesichert und trockengelegt. Leider ist nicht mehr viel von dem in den Bau- und Kunstdenkmäler von 1888 beschriebenen Stuck vorhanden. Weitere Infos und Innenaufnahmen: Städtebauförderung Rudolf-Breitscheid-Strasse 7


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    Rudolf-Breitscheid-Straße 13


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    Weitere Fotos aus der Rudolf-Breitscheid-Straße


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  • Vom Markt konnte ich durch das Stadtfest, das dort zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 stattfand, kaum Fotos machen, deshalb hier ein Foto aus Wikimedia Commons.

    Die Nordseite links brannte 1892 bis auf das Rathaus nieder.


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    Marktplatz Kahla Michael Sander [CC BY-SA 3.0 (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)], via Wikimedia Commons


    Die Löwen-Apotheke, Markt 8, in der Mitte ist heute wieder aufwendiger gestaltet wie auf dem Foto von 2008 oben.


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    Ansicht um 1900


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    Das Rathaus ist im Kern ein gotischer Bau. 1872/73 wurden drei benachbarte Häuser zum Rathaus hinzugezogen und anschließend erhielt es seine aufwendige Fassade, die ca. 1960 wieder vereinfacht wurde.


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    Blick zum ehem. Amtsgericht, erbaut 1898/99, an der Westseite des Marktes.


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  • Weiter in die Margarethenstraße. An der Ecke zum Markt gab es eine große Baulücke, die inzwischen wieder bebaut ist. Der Neubau orientiert sich anscheinend an den 2014 abgerissenen Vorgängerbauten, die nach einem Brand ab 1860 entstanden waren.


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    Gegenüber steht ein völlig unpassender Wohnblock, der später etwas an die Altstadt angepasst wurde.


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    Blick nach Süden in die Margarethenstraße


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    Margarethenstraße 6 von 1761, eine für diese Zeit für Kahla typische pilastergegliederte Fassade. Im Dehio steht dazu: "deren künstlerische Qualität trotz sichtbar höheren Anspruchs handwerkliches Niveau nicht übertrifft", gerade die Einfachheit gefällt mir hier besonders, ebenso beim unten folgenden Haus Margarethenstraße 11.


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    Margarethenstraße 7, das "Metznersche Haus" in dem sich heute das Stadtmuseum befindet. Das Haus ist im Kern dendrochronologisch auf 1498 datiert.


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    Die Straßenfassade entstand vermutlich um 1600, eine Besonderheit sind die Fächerrosetten, die hier von stilisierten Schwanenhälsen eingerahmt werden. Die Fächerrosetten sind typisch für den niederdeutschen Fachwerkbau, in Thüringen gibt es aber auch einige Beispiele z. B. in Erfurt und in der Gegend um Meiningen.


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    In der Mitte im Haus Nr. 8 gibt es einen Durchgang zur Pfortentreppe, die zur Brücke an die Saale führt.


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  • Weiterer Verlauf der Margarethenstraße.




    Margarethenstraße 10




    Margarethenstraße 11, Portal bez. 1710




    Margarethenstraßen 28-30




    Rückseite der Nr. 28, Laubengänge gibt es häufiger in den Innenhöfen in Kahla




    Die Margarethenstraßen biegt im Süden fast im rechten Winkel ab und trifft auf die Roßstraße.




    Margarethenstraße 21


  • Am Treffpunkt von Margarethen- und Roßstraße stand bis 1907 das Obertor. Ansicht der Stadtseite:


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    Die gleiche Ansicht heute:


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    Die Feldseite des Tores, damals Herzog-Ernst-Platz, nach dem zu der Zeit regierenden Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg, heute Karl-Liebknecht-Platz.


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    Heute; das Gebäude mit dem Turm war ursprünglich aufwendiger gestaltet, ich habe mal eine Foto davon gesehen, das ich im Moment nicht finde. Inzwischen wurde das Haus saniert: Städtebauförderung Margarethenstraße 20


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    Karl-Liebknecht-Platz 4, Jugendstil


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    Karl-Liebknecht-Platz Ecke Bergstraße


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  • Die Stadtbefestigung von Kahla ist gut erhalten, hier gibt es einige Fotos: http://www.heimatgesellschaft-kahla.de/Stadtbefestigung

    Ich hatte nur den Malzturm fotografiert, dahinter liegt das namensgebende Malzhaus, rechts der Dohlenstein.


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    Blick vom Brückenplatz zur Pfortentreppe, die zur Margarethenstraße führt. Der Pfortenturm wurde mit einem Wohnhaus überbaut.


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    KahlaBrückenplatz, Jwaller [CC BY-SA 3.0 (Creative Commons — Attribution-ShareAlike 3.0 Unported — CC BY-SA 3.0)], via Wikimedia Commons


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    Das Saaltor wurde vor kurzem saniert: Städtebauförderung Rudolf-Breitscheid-Straße 6 - Saaltor

  • Vom Standort des Obertores geht es über die Roßstraße und August-Bebel-Straße wieder zurück zur Kirche.


    Roßstraße




    Roßstraße 14




    Roßstraße 21 mit bemerkenswert niedriger Eingangstür.




    Die Roßstraße zweigt ebenso wie die Margarethentraße im rechten Winkel ab.




    Blick nach Nordosten




    Roßstraße 7, im Ursprung ein Steinbau aus dem 16. Jh., links über dem Tor die Stadtpatronin die Heilige Margarethe, die an mehreren Gebäuden in der Stadt zu finden ist.




    Das Nachbarhaus Roßstraße 6, laut Inschrift von 1568.


  • Zum Abschluss die August-Bebel-Straße, die frühere Schuhstraße.


    In der Mitte drei Neubauten aus den 1990er Jahren


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    Um 1900 von etwas weiter zurück aus Richtung Markt fotografiert.


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    Blick durch die Baulücke rechts auf die Hinterhäuser der Rudolf-Breitscheid-Straße.


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    August-Bebel-Straße 14, 1575 anscheinend von einem Bäcker erbaut, auf den Stein über der Einfahrt sind Brezel, Brot und Brötchen dargestellt. Die Inschrift lautet: "Durch Gottes Hulf und seine Macht Hans Sontag dis Gebew volbracht, und heist zum starken Lawenroht Gott behut es vor aller Noht, wer Gott vertraut hat wol gebaut, ANNO MDXLLV.


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