Alternative Wohnformen - Minihäuser, Tiny Homes & Co.

  • Nachfolgend 3 englischsprachige Videos, die in Kurzportraits minimalistische Wohnformen präsentieren.


    In diesem Video werden 10 Minihäuser unterschiedlichster Art vorgestellt:



    Hier 15 NACHHALTIGE etwas größere Kleinhäuser, die mit Stil und Einfallsreichtum erbaut wurden:



    Noch einmal 10 Beispiele sehr kompakter Minihäuser, aber auch größerer Wohngebilde. Auch ein Modulsystem zum Erweitern für eine kleine Häuschensiedlung wird vorgestellt. 3 Wohnwagons werden präsentiert, ua. ein großer, doppelstöckiger Wohnwagon wird gezeigt. Wohnwagons und umgebaute Bauwägen bekommen aber noch mehr Raum in extra Strängen:



    Alle Videos aus US. Frage mich, wie die das in den Staaten mit der Baugenehmigung halten? Die meisten Häuschen sehen wie einfach in die Landschaft gestellt aus. Wenn das so einfach bei uns ginge, wäre ich schon dabei. :biggrin:

  • Frage mich, wie die das in den Staaten mit der Baugenehmigung halten?

    Vermutlich sehr viel lockerer. Es kam mal eine Dokumentation zu einem reisenden "Hippie-Markt" in Neuseeland, die stellen ihre Zirkuswagen mitsamt Zugfahrzeugen einfach auf eine Wiese, ohne daß dafür eine Genehmigung seitens der jeweiligen Stadt erforderlich wäre.


    Bei uns ist das alles sehr kompliziert, es gibt Bundes-, Landes- und kommunales Recht, mit etwas Pech wird ein auf dem eigenen Grundstück abgestellter Wohnwagen als "Bauwerk" eingestuft und fällt unter das Baurecht, wenn er ständig mit Strom und Wasserleitung verbunden ist. Infos z. B. bei Wohnwagen-Forum.de oder Mobilheim Forum - Diskussionen zum Thema Dauercamping

    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto

  • minimalistische Wohnformen

    Beispiele sehr kompakter Minihäuser

    Das hört sich so an, als würde man damit Fläche sparen. Aber die Bauten machen den Eindruck, dass sie nicht stapelbar o. ä. sind, sondern jedes für sich auf der Erdoberfläche aufgestellt wird, wo sie einen Umgriff benötgen. Im Ergebnis ist es eine verschwenderische Wohnform. Das Haus ist innen sehr beengt, aber es benötigt viel Fläche. In Hochhäusern oder gar in den dichten Mietskasernen der Gründerzeit kann man wesentlich mehr Menschen in bezug auf die beanpruchte Grundfläche unterbringen. Also bedeuten diese Häuschen eine in meinen Augen verschwenderische Wohnform, deren Werbung als minimalisitsch als Ironie erscheinen muss. Während uns ja ständig eingeredet wird, unser Land würde aussterben, wird die bauliche Dichte immer mehr gesteigert, was natürlich zu Konflikten mit den Nachbarn führt, vor allem in der kommenden Zeit der Genaraton Schneeflocke. In einer Zeit der beständigen Verdichtung wirken diese verschwenderischen tiny Houses wie Satire.

  • Tja, das haste natürlich in gewisser Weise recht. Aber vielleicht sollten wir es eher erst einmal experimentell auffassen. Viele der Minihäuslebauer bemühen sich nachhaltig zu bauen, im Sinne recycelbarer Grundstoffe und der Verwendung schadstofffreier, baubiologisch gesunder Materialien. Es ist natürlich die Frage in welchen Vergleich man dieses experimentale Bauen setzt. Velgleichst Du es mit Einfamlienhäusern, dann sieht es schon ganz anders aus. Das große Plus der Minihäuser und erst recht solcher auf Rädern ist die Mobilität im Gegensatz zu Immobilien, die nomen est omen eben immobil sind!

    Das sind die attraktiven Hauptpunkte für Minihäuser:

    Vereinfachung, weniger Raumbedarf, kompakte Selbstversorgereinheiten, Mobilität, inklusive kurze Bauzeit, energetische und baubiologische Nachhaltigkeit, unmittelbares, naturnahes Wohnen (du kriegst alles mit, was draußenz.B. wettermäßig abgeht), finanziell erschwingliches Eigenheim in Zeiten irre hoher Immobilienpreise... !


    Auch für Studenten mittlerweile eine Alternative zu unbezahlbarem und sowieso knappen Wohnraum in den Unistädten.

  • Ich finde das Konzept schon gut - die Tiny Houses sind ja prinzipiell mobil (entweder wurden sie sowieso auf einer Anhängerplattform aufgebaut oder können einfach aufgrund der geringen Abmessungen auf einem LKW verladen werden) und können reversibel aufgestellt werden, sei es auf Campingplätzen oder auf Brachen, ggf. sogar in Schrebergärten oder eben speziell erschlossenen Flächen. Außerdem ist der Platzbedarf verglichen mit einem herkömmlichen Einfamilienhaus natürlich viel geringer ...


    Stapelbar sind die Häuser nicht, dafür gibt es andere Bauformen wie z. B. das Cubity-Projekt, bei dem Wohncubes innerhalb einer festen Außenhülle aufgestellt werden.


    Interessante Videos:


    Das Tiny House-Projekt von Caravan College:



    Und ein innovativer Slide-Out-Caravan mit Tendenz zum Tiny House:



    Hier ein Wohnwagen von Adria, der ebenfalls in Richtung Mobilheim/Tiny House geht:


    Wohnwagen » Die Highlights der Saison 2020 » Adria Mobil


    Nicht zu vergessen natürlich der Kanal von Nessa mit ihrem Tiny House-Projekt:


    Nessa goes wild


    Insgesamt gesehen faszinierende neue Arten des Wohnens.

    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto

  • In diesem Video faßt der Gründer eines Gemeinschaftsprojektes in Mecklenburg am Tollensesee die nachhaltigen Aspekte einer geplanten Minisiedlung von 12 Domrundhäusern zusammen:



    Also was eher stationäre Bauformen angeht, finde ich die Domrundhäuser so richtig "geil". Das würde mir gefallen. Dafür hatte ich mich schon vor rund 20 Jahren interessiert. Eine alte Bauform neu entdeckt, sozusagen!


    PS: ja klar Zeno, als Containersiedlung. Vielleicht finde ich das Video wieder, worin ein us-amerikansicher Hersteller gezeigt wird, der alte Container zu Minihausmodulen umbaut und diese dann kombiniert.

  • Kurze Anmerkung zur Ordnung /Gliederung des neuen Oberthemas:

    dieser Faden hier sollte nur für Minihäuser ohne Räder sein, wenn auch in manchen Videos diese Ordnung nicht ganz eingehalten wird. Ich empfehle für Häuschen auf Rädern, bzw. Bauwägen, Zirkuswägen etc. einen eigenen Unterstrang aufzumachen.

  • Die "Böllchen" am Tollensesee finde ich als Ferienhäuser sehr originell, gerade auch mit der Schindelbekleidung. Dauerhaft drin wohnen würde ich nicht wollen. Sie erinnern mich entfernt an die z.T. auch sehr eigenwilligen 1920er-Jahre-Wochenend-Holzhäuschen in Bad Saarow (speziell das "Eierhaus"). Gerade Holzhäuschen bieten sich an für gestalterische Ausflüge...

  • Zitat

    Whitney Leigh Morris lebt in einem fast 100 Jahre alten Tiny House mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und zwei Beagles.

    Das Haus, das Morris und ihre Familie „Tiny Canal Cottage“ nennen, ist nur 37 Quadratmeter groß und hat drei Räume. Das kleine Haus hilft der Familie, Geld zu sparen und nachhaltiger zu leben.


    "Unser Haus gibt uns nicht das Gefühl, dass wir mit weniger leben müssen", sagt Morris im Gespräch mit Insider. "Tatsächlich gibt es uns das Gefühl, als würden wir mit mehr leben."

    Mit Bildergalerie!


    Tiny House: Familie lebt in fast 100 Jahre altem Tiny Home mit Mini-Garten - Business Insider