Kloster Eberbach (Stadt Eltville am Rhein, Galerie)

  • Nach über einem Monat Pause setze ich meine Reihe zu den Rheingauorten und Sehenswürdigkeiten fort.


    Den Anfang macht wie versprochen das weltberühmte Kloster Eberbach. Dabei handelt es sich um eines der besterhaltenen Zisterzienserklöster Deutschland mit Gebäuden des 12-18. Jh. Der berühmte Bernhard von Clairvaux hat das Kloster mitbegründet. Durch den Weinanbau ist es sehr wohlhabend geworden. Nach der frz. Revolution ist das Kloster verstaatlicht worden und seitdem befindet sich u.a. das hessische Staatsweingut. In den 1980er Jahren erlangte das Kloster weltberühmte Bedeutung als Drehort des Films "Im Namen der Rose"


    Mehr Informationen findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/kloster_eberbach


    Wir beginnen unseren Besuch am barocken Haupteingang des Klosters;


    IMG_20171015_111724.jpg


    IMG_20171015_112548.jpg


    IMG_20171015_112559.jpg


    IMG_20171015_111839.jpg


    Der damalige herbstliche Vormittag war sowas von vernebelt, dass man kaum die Hände vor dem Gesicht gesehen hatte. Doch diese mysteriöse Atmosphäre hat auch was Ureigenes, Geheimnisvolles!


    IMG_20171015_111911.jpg


    "Moderne" Kunst im Klostergarten...


    IMG_20171015_112943.jpg


    Die Klosterbasilika mit ihren charakteristischen gotischen Seitenschiff:


    IMG_20171015_112951.jpg


    IMG_20171015_113022.jpg


    Doch im Kern stammt die Kirche aus der romanischen Zeit (Baubeginn 1140)


    IMG_20171015_113053.jpg


    IMG_20171015_113035.jpg

  • Wir betreten nach dem Entrichten des Eintrittspreises das Innere des Klosters. Der Kreuzgang ist leider nur teilweise erhalten, da er nach der Profanierung infolge des Reichsdeputationshauptschlusses begonnen wurde abzureißen:


    IMG_20171015_113927.jpg


    IMG_20171015_113914.jpg


    IMG_20171015_113135.jpg


    Schauen wir uns das berühmte ehem Laienrefektorium an, aus dem 13. Jh., später zum Weinkeller umgenutzt:


    IMG_20171015_113935.jpg


    IMG_20171015_114519.jpg


    IMG_20171015_114516.jpg


    IMG_20171015_114458.jpg






  • Im Obergeschoss des selben Flügels:



    entdecken wir den weltberühmten Schlafsaal (Dormitorium) der Mönche 1270-1345 errichtet, das Herztück der Anlage. Mit einer Gesamtlänge von 73 Meter ist er doch sehr stattlich!









    Blick hinaus in Richtung Westen:


  • Hui, der wunderschöne Renaissance(Frühbarock)- Schrank im Refektorium hat mich doch sehr beeindruckt. was eine wunderbare Möbelarchitektur. Es zeigt uns auf, daß die Architektursprache jahrhundertelang das Möbeldesign bestimmte!

    Sehr fein auch die Stuckdecke. Sehr edles Bandelwerk. Erinnert mich an meine Klosteraufenthalte als junger Mann bei den Mönchen in Neresheim. Das dortige Refektorium hat auch eine wundervolle Bandelwerkstuckdecke aus ungefähr derselben Zeit, allerdings ein sehr viel größerer Raum, dessen Decke auf 2 roten, stuckmarmornen Säulen ruht.

  • Alles sehr beeindruckend, vielen Dank für die Bilder! Am meisten beeindrucken mich immer die gewaltigen Pfeiler- und Gewölbekonstruktionen wie im Dormitorium... wie man das damals wohl berechnen konnte, dass alles hält... oder waren es nur Erfahrungswerte und man hat gar keine statischen Berechnungen durchgeführt?

    "Eine wesentliche Aufgabe der wahren Schönheit besteht darin, dass sie im Menschen eine heilsame Erschütterung bewirkt, ihn aus sich selbst herausholt, ihn der Resignation und der Gewöhnung an das Alltägliche entreißt, indem sie ihm die Augen des Herzens und des Geistes neu öffnet, ihm Flügel verleiht und ihn emporzieht."

    Papst Benedikt XVI.

  • Zum Schluss noch ein paar Ansichten der Klostergebäude von den Fenstern des Museums im Nordflügel:





    Rückseite des Westflügels von 1480:






    Insgesamt mit dem linken "Konversenbau" ein sehr harmonischer Hof:



    Eingang zum Weinkeller (ehem. Laienrefektorium) welches wir Innen schon begutachtet haben).