• In Dreieich-Sprendlingen soll die marode und seit 5 Jahrzehnten unbewohnte Villa Schott im Rahmen eines Neubauprojekts saniert werden.


    Bilder und Informationen erhält man hier:



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    Das Projekt wurde oben schon erwähnt. Ein wenig stutzig und misstrauisch machen mich folgende Passagen:


    Dreieich

    Villa Schott wird wiedererweckt

    Villa Schott wird wiedererweckt | Kreis Offenbach



    Zitat

    Nach der Sanierung werde das Haus nicht im Ganzen zum Verkauf angeboten, sagt der Vertriebsleiter der Bau-GmbH, die nun Eigentümerin ist. „Solche Gespräche haben wir nicht geführt.“ Vielmehr seien Wohnungen geplant, „die aber nicht zum Verkauf stehen, weil wir sie im Eigenbestand behalten wollen.“


    Und dies...


    Exklusives Wohnen am Stadtrand: Drei Stadthäuser entstehen neben der Villa Schott

    Dreieich: Exklusives Wohnen am Stadtrand: Stadthäuser neben Villa Schott | Dreieich


    Zitat

    Und die Villa Schott? Das neoklassizistische Gebäude kommt zum Schluss an die Reihe. Hier sind zwei Wohnungen geplant, die aber vorerst nicht zum Verkauf vorgesehen seien, wie Mazza sagt. „Wir behalten sie erst mal im Eigenbestand.“


    Es gab schon Fälle, in denen Bauherren trotz aller Bekundungen nur die Neubauten realisierten, also den Baugrund nutzten, und das darauf befindliche Baudenkmal nicht anfassten und weitere Jahre vergammeln ließen. Ich erinnere an die Behrsche Villa in Dresden, die nun offenbar erst saniert wird, oder an eine Villa in Offenbach, Frankfurter Straße, die erst viele Jahre nach Vermarktung der Neubauten gerettet werden konnte. Es stand auf Messers Schneide, der Investor war den Erwartungen nicht nachgekommen.


    Dass die Villa erst am Ende des Bauvorhabens angegangen werden soll, ist eine komische Sache. Die andere, dass die darin befindlichen Wohnung nicht verkauft werden sollen. Das heißt, der Investor geht keine finanzielle Verpflichtung gegenüber möglichen Käufern ein, das Bauvorhaben auch durchzuziehen. Im Fall der Villa Schott gilt es also sehr wachsam zu sein. Hoffentlich haben sich die Stadtoberen nicht blauäugig über den Tisch ziehen lassen.