Beilngries (Allgemeines)

  • In Beilngries (Hauptstraße 43) wird das ehem. fürstbischöflich Forstamt saniert:

    Hervorragend!cclap:) So eine Sanierung findet man mittlerweile auch bei sonstigen denkmalgeschützten Gebäuden selten. Kalkputz/-milch, dazu die wiederverlegten Dachziegel ergeben ein der Historizität würdiges Bild. Einzig bei einem Punkt muss ich meckern: die Fenster. Einerseits natürlich wesentlich besser als die zweigeteilten Vorgänger, andererseits für meinen Geschmack viel zu wuchtige Rahmen/Sprossen. Die würden besser zu einem Gründerzeitler passen als zu einem Barockgebäude. Dazu hat man wie so oft auch die Reste der (nicht mehr vorhanden) Fensterrahmen - sprich die Einhängehaken und die Ladenhalter entfernt.


    Vorher:

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    Quelle: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, wikimedia commons


    zwei aktuelle Bilder:

    IMG_20190720_093721659a45ed6e0ac5599.jpg


    der Hinterhof noch nicht ganz fertig:

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    Nebenan (Hauptstr. 41) hat unterdessen die überfällige Sanierung des "Wagner-Bräu" begonnen (ein recht stattliches Jurahaus), mal schauen wie das wird... Bild von 2016:

    1280px-Beilngries%2C_Hauptstra%C3%9Fe_41-20160816-001.jpg

    Quelle: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, wikimedia commons

  • Ein Verlust ist sicherlich das Haus am Schrannenplatz 5 (hier im Bild zu sehen) :

    Ersatz mit einem belanglosen Neubau durch den angrenzenden Wirt (zur Gams). Liegende Fensterformate in der Altstadt!!:augenrollengruen::daumenunten:


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    Ebenfalls ein Verlust für das Stadtbild ist der Abriss der Haupstraße 6 ("Bauernbräu"),Hier zu sehen auf Seite 5 links.

    Dort ist momentan eine Baugrube. Der Abriss erfolgte durch den gegenüberliegenden Wirt vom Millipp. Der ist ja seinerzeit schon mal mit dem Greipl Egon "zusammengerückt", nachdem in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in einer Seitengasse ein vermutlich bedeutendes Haus abgerissen wurde. Die Wirte breiten sich immer weiter aus und alles was nicht ausdrücklich geschützt ist, wird früher oder später abgerissen. Nun gut, es wurde ein "altstadtverträglicher Bau" versprochen - schaun wir mal, wie das wird...

    Nicht verschweigen möchte ich allerdings auch, dass der Millip für einen vor Jahren abgerissen Bau direkt neben seiner Gaststätte (hier zu sehen, das rosa Gebäude in der Mitte) in einen (größtenteils) äußerst gelungen Ersatzbau gebaut hat (rechts neben dem Fachwerkbau, angelehnt an die denkmalgerechte Materialität und Form des hier sichtbaren Anbaus aus dem Jahr 1913) :

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    Quelle:Tilman2007,CC BY-SA 4.0, wikimedia commons


    Auch im inneren hat man sich große Mühe gegeben, den Charakter des Ortes zu wahren/angemessen fortzuschreiben:

    Man hat ein Gewölbe eingezogen und hochwertige Materialien verwendet, Holzfenster samt Fensterläden, Stein- und Holzfußböden, hochwertiger Putz und Farbe etc... Höhepunkt ist sicherlich das "Bräustüberl": Bild1; und die Bar: Bild 2, Bild 3, Bild 4, Bild 5, alles neu! Einzig die Rückseite fällt deutlich ab, dort hat man für die Gästezimmer billig wirkende Balkone angebaut