Berlin - Bauakademie

  • eigentlich ist das Fragment der BA eh recht hübsch, und angesichts dieses Umfelds ist doch eh schon alles wurscht. Besser den restlichen freien Blick auf die Friedrichwerdersche Kirche erhalten, oder?

    Ich mein, ich war noch nie in Berlin, aber dieses Gebäude ist derzeit wohl kaum von zentraler Importanz.

  • Man kann sie stets an ihrem Neusprech erkennen. Wenn z.B. verschleiernd oder verschwurbelt von der Beteiligung der "Zivilgesellschaft" die Rede ist, ist damit ein "progressiv" orientiertes Netzwerk gemeint, das von gut bekannten Gesinnungsfreunden in den Institutionen bis zu nahestehenden Medienvertretern und Krakeelern in NGOs reicht.


    Diese Leute wittern durch das Scheitern Pronolds nun erwartungsgemäß, das Projekt "Bauakademie" im modernistischen Sinne "lösen" zu können.


    Neusprech-Zitat Florian Heilmeyer:

    "Wenn eine Neue Bauakademie als aktive, lebendige, offene, baukulturelle Plattform wirklich Sinn machen soll, dann muss ihr von Anfang an deutlich mehr Glaubwürdigkeit mit auf den Weg gegeben werden. Dann müssen die vorhandenen Akteure besser eingebunden sein, dann muss es ein wirklich gemeinsames Projekt von Bundesregierung und Zivilgesellschaft werden. Ein solcher Neuanfang ist dem „Projekt Bauakademie“ jetzt wirklich zu wünschen – sonst müsste man sich ernsthaft fragen, ob die Bundesrepublik die bereit gestellten 62 Millionen Euro an öffentlichen Geldern nicht besser erst einmal anderweitig verplant."


    "baunetz" schreibt zu dem Autor:

    "Der Autor ist Unterzeichner des Offenen Briefs und war 2017 einer der Verfasser der Zehn Thesen zu einer Neuen Bauakademie."


    Zitat aus den "Zehn Thesen":

    "Nie wieder Schloss!

    Die Neue Bauakademie darf kein zweites Stadtschloss werden! Das Humboldtforum ist zum neopreußischen Fassadenzombie geworden, hinter dessen Oberfläche aus Natursteinschnitzereien eine zeitgenössische Kulturmaschine versteckt wird. Deren inhaltliche Ausrichtung viel zu spät definiert wurde, was zu den bekannten, gewaltigen Konflikten mit dem Schlossfassadenkorsett geführt hat. Der Bauakademie droht jetzt dasselbe Schicksal. Ein Architektur­wettbewerb mit dem Zwang zur Fassadenrekonstruktion würde ein weiteres Debakel produzieren. Dieser Fehler darf sich nicht wiederholen.

    Eine Neue Bauakademie hingegen kann in der verkrampften Rekonstruktionsdebatte gänzlich neue Wege bestreiten. Wir haben die einmalige Chance, es besser zu machen."


    Leute wie Heilmeyer wittern nun Morgenluft.


    Irrungen und Wirrungen

    Was wird aus der Bauakademie in Berlin?

    https://www.baunetz.de/meldung…e_in_Berlin__7277313.html