Osterspai (Mittelrhein, Galerie)

  • Osterspai liegt am oberen Mittelrhein, südöstlich vom bereits vorgestellten Braubach mit der Marksburg. Der Ortsname stammt urspünglich aus dem althochdeutschen/ niederländischen, als sich dort niederländische Schiffer niederlassen "Oster" für Osten und "Spai" für Schleuse, die dort noch bestand und als Hindernis galt am Rhein.

    Seit 1031 gehört das Gebiet zu Kurtrier, 1326 bekam Osterspai jedoch Stadtrechte und wurde reichsunmittelbar von den Reichsrittern geführt. Diese waren vom Geschlecht der Liebenstein. Mit Franz-Friedrich von Liebenstein gab es auch Verbindungen zum Grafen von Nassau-Saarbrücken. 1637 starb das Rittergeschlecht aus, Osterspai kam an Kurmainz und dessen Kanzler, Gerhard von Waldenburg. Als diese Linie auch starb, kam Osterpai an Nassau. Nach der Revolution und Napoleons Besatzung kam es über den "Rheinbund" an Preußen, bis 1945.


    Der Ort besitzt am oberen Mittelrhein neben seinen Nachbargemeinden Braubach und auf der anderen Rheinseite, Spay, eines der geschlossenstens Orstbilder mit den typischen rheinischen Fachwerkhäuserm.


    Beginnen wir unseren Spaziergang an der Hauptstraße, am Bahnhof. Direkt in Richtung Rhein, steht die Burg Osterpai, eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, heute noch in adligen Privatbesitz:






    Nun gehen wir die Hauptstraße zunächst nach Osten:


    Links in der Probststraße, ein verspieltes Fachwerkhaus des 19. Jh.





    Gegenüber:



  • In der Parallelstraße, der Amthausstraße, mehrere Fachwerkhäuser wohl des 18. Jh. :











    Von hier aus kann man schon einen Blick erhaschen auf das Haus Lindenstraße 1:



    Es wurde völlig verunstaltet in den "Nachkriegswunderjahren" und stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert:



  • Zurück zur Hauptstraße. Hier befinden sich einige Schmuckstücke der rheinischen Fachwerkarchitektur...




    ... wie die Nr. 18 mit ihrem schmucken Giebelerker von 1739!




    Das Nachbarhaus, Nr. 20 ebenfalls sehr detaillreich, steht nicht unter Denkmalschutz, wohl 17-18. Jh. :




    Typische fränkische Fachwerksymbole wie Andreaskreuz auf Raute unter der Fensterbrüstung:



    Und natürlich der klassische "Mann":




  • IMG_20190622_183959.jpg


    Der untere Turm der ansonsten eher unspektakulären Kirche des 18-20. Jahrhunderts stammt aus der romanischen Zeit:


    IMG_20190622_183522.jpg


    Nun macht die Straße ein Bogen zum Rhein. Sie nennt sich Kirchstraße und wird nun ein geschlossenes Fachwerkensemble:


    IMG_20190622_183542.jpg


    IMG_20190622_183559.jpg


    IMG_20190622_183550.jpg


    Die meisten dieser Fachwerkbauten stammen erst aus dem 18. Jh. zeigen aber auch die letzte große Blüte des Zimmermannshandwerks am Rhein!


    IMG_20190622_183617.jpg


    IMG_20190622_183609.jpg


  • In einer Seitengasse zum Rhein:






    Wieder in der Hauptstraße, diese blumengeschmückte Haus wohl aus dem 18. Jh.











    Hier noch als Abschluss ein Bild von der Natur am Ufer des Rheins bei Osterspai, sieht aus beinah wie ein Mangrovenwald!



    --- Ende ---