Brandenburg an der Havel - Kirchen (Galerie)

  • St. Johannis


    Die Kirche St. Johannis ist das letzte Überbleibsel des im 13.Jahrhundert gegründeten, ehemaligen Franziskanerklosters St. Johannis. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgelöst und ging in den Besitz der Stadt Alt-Brandenburg über, welche es zum Hospital machte. Das letzte Klostergebäude wich 1866 dem Neubau der Saldria, dem von-saldern'schen-Gymnasium. Bei einem Luftangriff 1945 wurden u.a. Saldria und die Westfront der Kirche zerstört, der Rest blieb jedoch weitestgehend stehen. In der DDR wurde die Kirche jedoch weitestgehend vernachlässigt, sodass kurz vor der Wende weitere Teile der Westmauern und das Dach einstürzten und der endgültige Abriss bevorstand. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen Anfang der 90er Jahre wurde das Kirchenschiff bis ab 2012 für die Bundesgartenschau 2015 zur Veranstaltungshalle umgebaut.



    Südansicht vom Salzufer aus:


    IMG_0650_ANo.jpg



    Der Chor


    IMG_0651_ANo.jpg


    IMG_1085_ANo.jpg


    IMG_1086_ANo.jpg


    IMG_0670_ANo.jpg



    Die angrenzende Grünanlage zwischen St. Johannis und dem Humboldthain.


    IMG_0671_ANo.jpg


    IMG_0669_ANo.jpg



    Das letzte Joch vor der Bruchstelle


    IMG_0668_ANo.jpg



    Man ahnt es schon, jetzt ganz tapfer bleiben.


    IMG_0666_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • St. Gotthardt  (Außen)


    Schauen wir uns nun die Kirche an. St. Gotthardt ist die Hauptkirche von Alt-Brandenburg und entstand, ab Mitte des 12.Jahrhunderts aus einem Prämonstratenserstift, als romanische Feldsteinkirche. Ab 1456 wurde sie dann zur dreischiffigen, gotischen Hallenkirche aus Backstein ausgebaut. Hier wurde 1923 Vicco von Bülow alias Loriot getauft, welcher aus diesem Grund in den 80er Jahren zu Spenden für die Restaurierung von St. Gotthardt aufrief. Jahre zuvor, am 5.Mai 1972, brach ein Brand in der Kirche aus, welcher die Sauer-Orgel mit Wagner-Prospekt zerstörte und die restliche Innenausstattung leicht beschädigte.



    Blick in den Gotthardtwinkel 1946 von der Rathenower Straße aus


    Fotothek_df_pk_0000202_045.jpg

    Quelle


    IMG_1092_ANo.jpg


    IMG_1093_ANo.jpg



    Vom Walther-Rathenau-Platz, am Rathenower Torturm, aus gesehen.


    IMG_1090_ANo.jpg



    Westbau


    IMG_1108_ANo.jpg



    Nordseite mit der ehemaligen Taufkapelle


    IMG_1107_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • St. Gotthardt  (Innen)


    Weiter geht es nun im Inneren der Kirche. St. Gotthardt besitzt eine reiche Innenausstattung, darunter zahlreiche Kunstschätze hauptsächlich aus dem 16.Jahrhundert. Da ich weder Kunsthistoriker, noch besonders bibelfest und bewandert in der Geschichte von Brandenburg bin, werde ich zu einigen Bildern nichts groß schreiben können. Ich bitte also um Verständnis. :anbeten:


    Grundriss St. Gotthardt in Brandenburg an der Havel


    brandenburg_gotthardt_grundriss1200x630.jpg


    Wir betreten die Kirche durch das das romanische Feldsteinportal im Westbau. Dort befindet sich unter dem Turm ein schlichter, nahezu leerer Vorraum. Neben Infoaufstellern für die Ausstellung zur Reformation in Brandenburg und St. Gotthardt, befindet sich dort der hier:


    IMG_1170_ANo.jpg



    Betritt man nun das Kirchenschiff, befindet man sich unter der Orgelempore und hat zur rechten den Infostand und zur linken dieses Modell von St. Gotthardt aus den 1920ern.


    IMG_2441_ANo.jpg



    Nun der Blick gerade aus ins Kirchenschiff


    IMG_2444_ANo.jpg


    IMG_1110_ANo.jpg


    IMG_1114_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Nun weiter zum Altarraum:


    IMG_2494_ANo.jpg


    IMG_2461_ANo.jpg



    Zurück geblickt sieht man nun die Emporen und die Orgel.


    IMG_1151_ANo.jpg



    Weiter geht es zunächst links neben und weiter hinter den Altar.


    IMG_2469_ANo.jpg



    Vorher ein Blick unter die nördliche Empore.


    IMG_1150_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

    Einmal editiert, zuletzt von Fusajiro ()

  • Nun zu den Kunstwerken entlang der Choraußenwand und den dort befindlichen Nischen.


    IMG_1149_ANo.jpg



    Hier in der ersten Nische lagern Reste des Wagner-Prospekts von 1737, welches 1972, zusammen mit der 1906 geschaffenen Sauer-Orgel, beim bereits erwähnten Brand zerstört wurde.


    IMG_2467_ANo.jpg



    Rechts daneben geht es weiter mit diversen Epitaphien.


    IMG_1147_ANo.jpg



    Die Nische direkt hinter dem Altar


    IMG_2466_ANo.jpg


    IMG_1142_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

    Einmal editiert, zuletzt von Fusajiro ()

  • Gegenüber, die Rückseite des Altars.


    IMG_1143_ANo.jpg


    IMG_1144_ANo.jpg



    Die rechte Seite des Chors schließen diese 3 Herren, ein weiteres Epitaph und eine Gedenktafel für gefallene Soldaten der Kirchgemeinde von St. Gotthardt ab.


    IMG_2465_ANo.jpg


    IMG_2463_ANo.jpg


    IMG_2464_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

    Einmal editiert, zuletzt von Fusajiro ()

  • Die Chorfenster von St. Gotthardt. Wie die meisten Fenster in der Kirche stammen sie aus dem Jahr 1906, als St. Gotthardt umfangreich saniert und umgestaltet wurde.


    IMG_1141_ANo.jpg


    IMG_1139_ANo.jpg


    IMG_1156_ANo.jpg


    IMG_1140_ANo.jpg


    IMG_1154_ANo.jpg


    IMG_1155_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Nun zum Südbau, welcher sich in drei Abschnitte aufteilt: Sakristei/ Ratsloge, Taufkapelle und Südkapelle/ Bibliothek.


    brandenburg_gotthardt_grundriss_2.jpg



    Blick vom Altarraum zur Südseite. Links oben die Ratsloge, darunter, rechts neben der Gedenktafel, der Eingang zur Sakristei.


    IMG_2462_ANo.jpg



    Blick vor der Taufkapelle durch das Seitenschiff Richtung Chor. Rechts befindet sich die Treppe zur Ratsloge.


    IMG_2495_ANo.jpg



    Die Sakristei, welche heute als Ausstellungsraum zur Reformation in Brandenburg genutzt wird.


    IMG_1131_ANo.jpg



    Die Ratsloge, ebenfalls Ausstellungsraum.


    IMG_2471_ANo.jpg



    Schauen wir, wie einst die Stadtherren von Alt-Brandenburg, aus der Loge in das Kirchenschiff.


    IMG_2472_ANo.jpg



    Da erblickt man, dass direkt über dem Altar sich dieses Wappen befindet.


    IMG_1157_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Als nächstes folgt die Taufkapelle, welche erst seit 1906 als solche fungiert. Bis dahin war die Nordkapelle (von der ich leider noch keine Bilder habe) die Taufkapelle von St. Gotthardt. Sie besitzt nicht nur ein Schlingrippengewölbe (?), dieses ist auch noch mit Malereien aus dem 14.Jahrhundert ausgestaltet.


    Zunächst ein Epitaph, welches sich an der Wand zur Sakristei/ Ratsloge hin befindet.


    IMG_2473_ANo.jpg



    Das linke...


    IMG_1128_ANo.jpg



    ...und das rechte Kapellenfenster.


    IMG_1129_ANo.jpg



    Nun zum zentralen Objekt der Kapelle, das Taufbecken, hier auch Tauffünte genannt.


    IMG_1124_ANo.jpg


    IMG_2474_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Das Taufbecken wurde um 1250 in Bronze gegossen und ist das älteste Stück in St. Gotthardt. An ihm wurde 1923 Loriot getauft.


    IMG_2483_ANo.jpg


    IMG_1126_ANo.jpg



    Darüber lenkt der Taufbaldachin von 1621 die Blicke auf sich.


    IMG_1125_ANo.jpg


    IMG_2478_ANo.jpg


    IMG_1160_ANo.jpg


    IMG_2477_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Noch ein abschließender Blick auf die Gewölbe...


    IMG_2476_ANo.jpg


    IMG_2475_ANo.jpg



    ... und weiter geht es zur Südkapelle. Dazwischen, an einem Pfeiler, dieses Epitaph.


    IMG_1130_ANo.jpg



    Die Südkapelle, darüber die Bibliothek.


    IMG_1123_ANo.jpg



    Hier befindet sich dieser "kleine" Kerl, ein weiterer Rest des Wagner-Prospekts.


    IMG_2497_ANo.jpg

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Ihm gegenüber stehen, als weiterer Teil der Reformations-Ausstellung, Martin Luther ...


    IMG_1115_ANo.jpg



    ... und Philipp Melanchthon.


    IMG_1116_ANo.jpg



    Die Fenster der Südkapelle.


    IMG_1117_ANo.jpg


    IMG_1118_ANo.jpg



    Zur Ausstellung gehören auch Teile des Inventars der ehemals 18 Altäre aus der katholischen Zeit.


    IMG_1119_ANo.jpg



    Ansonsten ziert nur noch eine Inschrift die Südkapelle von St. Gotthardt.


    IMG_1120_ANo.jpg


    Zum Glück gibt es darunter eine Erklärtafel, auf welcher das ganze nochmal lesbar geschrieben ist.

    Zitat

    Consecratum est hoc altare ipso die Amalbergae virginis per reverendum in Christo patrem et dominum, Arnoldum, episcopum Brandenburgensem in honorem sanctae et inviduae Trinitatis, Lucae evangelistae, Dionysii, Rustici et Eleutherii.


    Dieser Altar ist am Tag der Jungfrau Amalberga selbst geweiht worden durch den ehrwürdigen Vater in Christus und Herrn, Arnold, Brandenburgischer Bischof zu Ehren der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit, des Evangelisten Lukas, des Dionysius, des Rustikus und des Eleutherius.

    Amen.

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel