aus dem Bezirk Hollabrunn

  • Diese Galerie verfolgt zum einen den Zweck, meine Heimat zu präsentieren, zum anderen soll sie gleichsam eine Anleitung in Sachen ursianischer Weltsicht darstellen.

    Eindeutig nicht soll sie einer leichtsinnigen Wanderlust neue Wege ebnen oder gar den Fremdenverkehr fördern, insoweit ist meine Einstellung eindeutig tarockanisch (im Herzmanovskyschen Sinne, was denn sonst).

    Des weiteren ist auszuführen, dass meine Sicht auf meine Heimat eine grundsätzlich zärtliche und nachsichtige ist. Nicht, dass da alles in Butter wäre. Aber ich will nur die schönen Sachen zeigen, die hässlichen sieht man ohnehin mehr als genug.

    Auch mit der räumlichen Abgrenzung nehm ich s nicht so genau (Genauigkeit ist eigentlich überhaupt keine ursianische Tugend).

    Aber jetzt genug gefaselt.

    Auf zu den Bildern.

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    Weinkeller prägen das westkarpatische Land, kleine Lüftungsschafte wachsen aus dem Gras.

    Aufwändige Fassade ohne Fenster:

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    Sapersdorfer Kirchberg:

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    Karfreitagszauber:

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    Sapersdorf aus der Ferne:

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    Ein Aquarell:

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    Maria Weizenbach, Wallfahrtskirche zu Mariä Haussuchung:


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  • zwischen Ma. Weizenbach und Schechenjednitz:

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    Blick auf die Schechenjednitzer Georgskírche, der Kenner diagnostiziert die Turmhelme als historistisch. in Wahrheit sind die ganzen Doppeltürme in diesem (Pseudo)Stil gehalten.

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    Florianikapelle auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof:

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    Georgskirche, Karner (12Jh) und Cholerahospital:

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    Hauptplatz in Sch. Schule, Kirche und ehm. Rathaus (Torbau), im Vorderung Weinkeller aus dem 18. JH

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    Pranger mit Bürgerhäusern:

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    Durchs Rathaus zur Kirche:

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    Das Innere der Kirche (Prandtauer& Munggenast):

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    Unscheinbares Wirtshaus am Platz mit Zellengewölbe (bei uns höchst selten):

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  • die Namen hab ich natürlich etwas entstellt. Wen's interessiert: Aspersdorf, Maria Roggendorf und Wullersdorf.

    Wer die Gegend mal bereisen will oder wen's sonst interessiert, kann gerne nähere Angaben und Geschichten erfragen. Einstweilen geht es mir darum, die wertvollen Teile meiner Galerien aus dem APH-forum in Sicherheit zu bringen, denn das scheint mir dort wirklich keine Zukunft mehr zu haben...

    (letzte Bilder aus Wullersdorf)

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    Wullersdorf hat s nie zur Stadt gebracht. Im 19Jh waren die Gemeinderäte sehr weitsichtig und ließen die (wie man weiß höchst fragwürdige) wirtschaftliche Entwicklung am Ort vorübergehen (was sich bekanntlich auch schon im alten Rothenburg bewährt hatte). Sprich - sie bemühten sich nicht um eine Bahnstation. So wurde in weiterer Folge ein benachbartes Bauernkaff zur Bezirksstadt, was es noch heute ist.

  • Die nächste Stadt - Pulkau -ist seit jüngster Zeit tatsächlich eine, und zwar nur aufgrund ihrer Verdienste um die Stadtbildpflege, die (sieht man vom alles überragenden Raiffeisenlagerhaus ab) tatsächlich nicht zu gering zu schätzen sind. Ein schönes Stadtbild bedeutet natürlich auch nichts anderes, als dass man irgendwann eine Entwicklung verschlafen hat, vor allem in der Gründerzeit.

    Zwei Plätze, zwei Kirchen, alles sehr bedeutend, vor allem Letztere.

    Marktplatz:

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    Rathausplatz:


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    Ist der ON Pulkau slawisch oder germanisch?

    Beides. Natürlich kommt er von Plkava, was allerdings wieder von Felka=Volk herleitet.

    Beim Derrick kam einmal ein Herr Pulkau vor. Die hatten überhaupt lustige Namen dort, oft mit Vorliebe für östl- Gefilde, so auch ein Fräulein Glogau.

  • Achtung: diese Bilderreihe bzw deren Text enthält groben Unfug. Mitunter hab ich die APH-ler schon ein wenig veräppelt, wie gesagt werden muss. Findet wer den hier vorsätzlich verzapften Unsinn raus?


    Nochmal der Rathausplatz von Felka:


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    Dahinter sehen wir schon den gewaltigsten Kirchentorso des Landes.

    Rolandsäule heißt bei uns Prangerhansl. Die höchste des dt. Sprachraums befindet sich übrigen nicht weit von hier.

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    Blick vom Rathausplatz in die Hauptstraße:

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    andere Seite:

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    Altärchen, das am Karsamstag naturgemäß zugeklappt war (was den tarockanischen Bestrebungen eh entgegen kömmt):

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    "Hassenswerte Neogotik?" betitelte der ehem. Landeskonservator DDr Franz Eppel einen Artikel über den Altar der Pfarrkirche einer Nachbarstadt. Auch über diesen Alter wird er was geschrieben haben.

    Gar so klein ist der gar nicht:

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    Von außen:

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    Großes Bild für große Kirche:

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    St Michael mit Karner (12.bzw 13. Jh):

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  • Wir machen einen Sprung in eine andere Jahreszeit.


    Der kleine Ort Zistendorf [recte Sitzendorf /Schmida]* verfügt über erstaunlich wertvolle Bauten.

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    Und über einen großen Hauptplatz.


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    Jugendstileckhaus:

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    In diesem schönen Haus hat wohl keiner wohnen wollen:

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    schließlich war es ein Hospital.


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    Der arch. Reichtum manifestiert sich auch an der Pfarrkirche:

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    Jedes der drei Schiffe besitzt eine andere Gewölbegestaltung. Nördl. Seitenschiff:

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    Mittelschiff:

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    Südl. SS:

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    Auch abseits des Hauptplatzes macht man erstaunliche Entdeckungen. Man schaue sich nur diese Bauernkeusche an:

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    Unsere nächste Station ist Wachtenberg mit seiner beherrschenden got. Kirche:

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    Auch sie hat sehenswerte Gewölbe zu bieten, ist aber außerhalb der Gottesdienstzeiten immer geschlossen.


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    Zeno konnte seinerzeit (fast) alles aufdecken:

    Zitat von Zeno

    Maria Weizenbach = Maria Roggendorf (Gde. Wullersdorf)

    Schechenjednitz = Wullersdorf

    Wachtenberg = Wartberg (Gde. Straning)

    Zistendorf = Sitzendorf an der Schmida

  • Heute [17. April 2010] war ein wahrlich himmlischer Tag, so schön, wie es ihn in diesem geplagten Land seit Jahrzehnten nicht gegeben hat - heute zürnte er uns nämlich nicht, der Himmel [Generelles Flugverbot] . Ein isländischer Vulkan machte es möglich. Sein letzter Ausbruch im Jahre 1823 dauerte über ein Jahr. Steht uns eine Neuauflage in dieser Dimension bevor? Ich wage es nicht zu hoffen [leider war's nach einem Tag vorbei].

    Natürlich habe ich an diesem schönen Tag einige Bilder gemacht, einige waren schon im Znaim-Strang zu sehen, wie die der 'Retzbäche', welche eigentlich bereits im Viertel unter dem Manhartsberg und somit im Ursus-Land liegen.

    Mitterretzbach:

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    Die Präsentation des Ortes in diesem Strang ist besonders wichtig, um Heimdalls genialen, ja hellseherischen Verweis auf Siebenbürgen zu untermauern.

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    Man könnte in der Tat vermeinen, die Siebenbürger Sachsen seien Weinviertler gewesen...

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    Auch Unterretzbach zeigen wir hier noch einmal:

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    Jetzt werden sicher einige sprachlich versierte Logiker unter euch fragen: Und was ist mit einem zweifellos existierenden Ort namens Oberretzbach?

    Meine ganz Antwort darauf ist ganz ruhig und einfach: Bilder von dort werden nachgereicht!

    Das hier ist Vientersdorf:

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    Der Ort verfügt über eine höchst bedeutsame gotische Kirche (in diesem Chaosstrang allerdings nicht gezeigt), die jedoch auch hier ausstrahlt:

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    Im Inneren sogar ein Miniaturschlingrippengewölbe!

    Hier das Wasserschloß des Ortes:

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    Weit ursianischer ist das Portal zum Gutshof jenseits der Bundesstraße:

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    Hier sehen wir auch den (neogotischen) Turm der erwähnten Kirche:

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    Erzursianisch, das Ganze:

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    Im nächsten Ort gibt es an der Pfarrkirche protoexpressionistische Skulpturen zu bewundern:

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    Hier sind Adam und Eva zu sehen, rechts kommt der erschrockene Gott des Weges:

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    Wie jüngere wissenschaftliche Studien ergeben haben, ist diese Kirche ein sehr heterogenes Stilgemisch:

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    Vor allem der Turm dürfte etwas jünger als der Rest sein, lautet die überraschende und wesentliche Schlussfolgerung.

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    Auch das rechts gezeigte Grabtuch wurde jüngst umfassend untersucht. Leider handelt es sich dabei nur um eine plumpe Fälschung aus dem 21. Jh.

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    Hier ein sehr uriges Ensemble im milden Abendrot des Aschenhimmels:

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    Für alle, die ob der unübersehbaren Patina daran Zweifel haben: Wir sind natürlich immer noch in NÖ und keineswegs im benachbarten Mähren!

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    ...wenngleich der Name dieses Marktfleckens von jelen= Hirsch abgeleitet ist.

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    Demnächst geht es mit dem Marktplatz von Jellerschitz weiter.

  • Pillersdorf bei Schrattenthal:



    Das Bild zum heutigen Karfreitag (22.4.2011) :


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    Viel war schon die Rede von der kleinsten Stadt Österreichs (wenngleich nicht in diesem Strang).

    Hier Bilder aus der zweitkleinsten:

    Schrattenthal, zweitkleinste Stadt Österreichs:



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    (Pfarrkirche)


    Auch hier gibt es mehr einzelne (bedeutsame) Baudenkmäler als städtische Strukturen:


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    Das war immerhin der Hauptplatz.


    Mit dem bedeutsamen Schloss werden wir uns in Kürze weiterbeschäftigen.


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    Der Burgplatz, alle Nebengebäude, heute wirtschaftlich genützt, haben einen alten Kern. Links hinten der sog Hussitenturm (Bergfrit der Alten Burg):


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    Eingang zum Neuen Schloss:


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    Das Prunkstück: die Schlosskapelle.

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    Im Zusammenhang.


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    Interieur:


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    Der Burghof bildet neben dem Burgplatz das zweite stimmige Ensemble:


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    Pfarrhof (leider mit Klotzfenster links):


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    Gasse mit Kirchturm:


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    Zugang zum Schlossareal mit mittelalterlicher Bausubstanz, Mitte gotischer "Stadte" (früher protest. Betshaus):


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    Und weil das ganze ne Stadt is, gips auch n Stadttor:


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    In der Umgebung (in Waitzendorf) befindet sich der "schiefe Turm des Weinviertels". Hier ist nichts Besonderes zu sehen. Bemerkenswert ist eher der Baustil, dh der Umstand, dass man hier nah 1700 noch in der Renaissance baute:


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    Hier ein dörfliches Rathaus (Obermarkersdorf):


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    auf dem Anger:


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    Dieses Dorf hat eine hübsche Pfarrkirche:


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  • Das Bild zum Karfreitag 2015 (auch wenn es vom heutigen Karsamstag ist).


    Übrigens ist es ein historisch sehr wertvolles Gelände bzw ein wertvoller Untergrund. Wer will kann es erraten.Für Tübinger und seine progressiven Methoden sollte es kein Problem darstellen.


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    Tübinger hatte es erkannt:


    Zitat

    Wir sehen den Kalvarienberg auf einem Trümmerstück der Burg Kühnring. Frohe Ostern!


    "Braunschlag" ist eine Erfindung unserer Fernsehanstalt, die es liebt, unser Land politisch zu verunglimpfen und sich damit wohl ganz im europäischen Trend befindet,

    Braunsdorf hingegen gibt es wirklich.

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    Unsere dörflichen Ensembles ähneln immer mehr ihren böhmisch-mährischen Pendants vor der Wende:

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    Um Schloss Braunsdorf braucht man sich allerdings keine Sorgen zu machen, der Erhaltungszustand ist, wie die schön renovierten restlichen Seiten belegen, recht gut.

    Eine alte Mühle dieses friedlichen Landstriches, um den (sensationellerweise!) sogar ein kleines Naturschutzgebiet eingereicht ist:



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    Wartberg , im ländlichen Idiom auf der letzten Silbe ausgesprochen (was auch bei Eggenburg anzutreffen ist), haben wir schon erwähnt.

    Die herrliche, die weite Landschaft dominierende Kirche hatte am Karsamstag wie üblich zu. Im Laufe meines Lebens ist es mir erst einmal gelungen, rein zu kommen. Sie ist auch innen sehr bedeutend. Ihr Chorgewölbe steht im Zeichen verschnörkelter österr. Sondergotik.

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    Ich muss zugestehen, dass ich an solche Sachen zu glauben neige (wenngleich ich die Quelle nicht überprüft habe). Immerhin scheint die Realität für die Richtigkeit zu sprechen:


    1. Entfernt St. Michael, den Beschützer der kath. Kirche, aus allen Gebeten innerhalb und außerhalb der hl. Messe, ein und für alle Mal. Entfernt seine Statuen. Sagt, es lenkt von Christus ab.

    (Erster Punkt der [angeblichen] Richtlinien vom Großmeister der Freimaurer an die katholischen Freimaurer-Bischöfe. - Effektive März 1962 zitiert nach Kathpedia).

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    Blick zum Eggenburger Kalvarienberg:

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    Hier konnte ich mich nicht entscheiden, welches Bild ich einstellen sollte:



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  • Weinkeller prägen das westkarpatische Land

    Erstmal vielen Dank für die schönen Bilder deiner Heimat (ich bin erstens ein überaus höflicher Mensch und zweitens finde ich die dargestellten Örtlichkeiten wirklich sehr schön und berührend), aber nun würde mich doch einmal eine grundsätzliche Sache interessieren: wieso "karpatisch"? Was ist an dir und deiner Heimat eigentlich karpatisch? Meinem bescheidenen Wissen nach beginnen die Karpaten viel, viel weiter im Osten und haben mit deiner Heimat weder geographisch noch kulturell viel zu tun (bis auf die Tatsache, dass Siebenbürgen auch einmal zu Kakanien gehört hat - aber Siebenbürgen ist so unendlich tief in Transleithanien, dass es schon fast gar nicht mehr wahr ist)... woher diese Sehnsucht?

  • beginnen die Karpaten viel, viel weiter im Osten und haben mit deiner Heimat weder geographisch noch kulturell viel zu tun

    Das dürfte doch zu den Österreichisch-Mährischen Karpaten gehören, das nördliche Niederösterreich gehört doch geografisch zu den äußeren Westkarpaten (Im Bild die Nr 1).


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  • Danke, wieder was dazu gelernt! Ich wusste tatsächlich nicht, dass die eigentliche Ostzunge der Karpaten sich so weit nach Westen verlängert, dass ihre Ausläufer bis nach Mähren und Niederösterreich reichen. Für mich haben die Karpaten gefühlsmäßig immer schon in der Ukraine, spätestens in Polen aufgehört. Danke für die erhellende Information!

  • Machen wir weiter in den westlichsten Ausläufern des Karpatenvorlandes, wo die Landschaft ein wenig transsilvanisch anmutet. Auch hier gibt es ganz absonderliche Ortsnamen, zwar kein Wurmloch, aber dafür ein Oberstinkenbrunn. Und ganz in dessen Nähe halten wir uns nun auf, in benachbarten Nappersdorf (auch so' n Name... kommt angeblich aus dem Lateinischen, zumindest zur Hälfte....)


    21882409776_a85e110231_c.jpg1280px-GuentherZ_2011-03-19_0022_Nappersdorf_Kirche by alexanderfranzlechner, auf Flickr



    Dieses Bild stammt aus Wikipedia. Man sieht hier die alte Wehranlage.

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    Frühgotische Fenster im Inneren:


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    Schlussstein aus der nämlichen Epoche:

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    Altes Haus neben der Kirchen:


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    Nach soviel schlichter Schönheit jetzt etwas Entsetzliches. Bauernhochzeit in Nappersdorfer Pfarrhof mit Blasmusik und örtlicher Freiwilliger Feuerwehr, aber seht selbst:


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    Wir sehen ein abstoßendes Beispiel von mitteleuropäischem Tribalismus und Ethnozentrismus. Die Bevölkerung ist völlig homogen ohne jeglichen Bereicherungsprozentsatz. So etwas dürfte es eigentlich nicht mehr geben. Auch Nappersdorf muss sein Flüchtlingsheim erhalten, darf nicht rein weiß bleiben. Auch das Datum dieses Ereignisses würde ich allen gleichgesinnten Freunden von Aufklärung und Möhöntschönröchtön am liebsten schamhaft verschweigen - das Fest Mariä Namen!


    Nach soviel Reaktion in Reinkultur müssen wir flugs das Weite suchen und finden Trost in da Köllagossn!


    Diesen Klassiker haben wir schon mal verlinkt, aber hier darf das nicht ausbleiben!


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  • Mailberg liegt in einem ... nun ja...Talkessel beziehungsweise in einer weinviertlerisch abgemilderten Ausprägung eines solchen. Immerhin ist es, obschon ein durchaus stattlich Dorf, von den Nachbarorten nicht zu sehen. Ein weinviertler Fall von splendid Isolation also.


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    Überregionale Bedeutung erlangt der Ort, als er um 1145 dem Johanniterorden (später Malteser) geschenkt wurde, der anschließend hier die Kommende Mailberg gründete. Diese beherrscht den Ort.


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    Wie das ganze Schloss stellt die Pfarrkirche keine Pracht dar, zumindest nicht von außen.


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    Innen ist 's schon besser, wenngleich sich eine Berauschung, wenn überhaupt, nur im nahen Schlossrestaurant einzustellen vermag. Die Mailberger Weine sind sehr berühmt.


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    Treppenhaus des Schlosses:


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    Alles halt a weng rustikal.


    Aber Mailberg hat auch mehr zu bieten, wie dieses Ackerbürgerhaus:


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    Ganz schön aufwendig, dieses Portal:


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    Ein Weinort wie Mailberg gibt sich nicht mit einer Kellergasse zufrieden- es sind ihrer mindestens zwei, wenn nicht drei (wie man 's zählt).

    Hier ein prachtvolles Motiv mit gotischer Lichtsäule:


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    Nämliches ohne Vordergrund:


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  • Diese Kellergasse ist zweireihig angelegt.


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    Über ihnen thront die Kunigundenkirche:


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    Kunigundenkirche. Sie eher Doppelkapelle denn zweischiffig.


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    Seefeld-Groß Kadolz liegt schon nahe der tschechischen Grenze:


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    Hier vom Schloss aus besehen, den entgegengesetzten Blick gab's gleich am Anfang.

  • Nach über drei Jahren (wie schnell doch die Zeit vergeht - mir ist' s, als wären meine letztgezeigten Ausflüge erst gestern!) geht es weiter mit einem wichtigen, gleichwohl eher unbekannten Schloss.

    Es handelt sich um ein Meisterwerk Lukas von Hildebrandts, eine Art Vorgängerwerk zum Wiener Belvedere.



    Das Schloss wurde in den Jahren 1712 bis 1717 als Sommersitz für Friedrich Graf von Schönborn, einen Fürstbischof von Würzburg und Bamberg und Reichsvizekanzler, erbaut. An dieser Stelle befand sich zuvor die Veste Mihlberg. Baumeister Johann Lucas von Hildebrandt errichtete eine Dreiflügelanlage mit weitläufigem Schlosspark, Orangerie und Schlosskapelle. Ein Pavillon der Orangerie wurde 1715 mit Fresken von Jonas Drentwett ausgestaltet. Salomon Kleiner fertigte seinerzeit Zeichnungsserien der Gestaltung der Anlage zu Dokumentationszwecken. Außerhalb des Schlossparks errichtete Hildebrandt 1729-1733 eine Johannes-Nepomuk-Kapelle.

    Bei Kriegsende 1945 hatte die Familie Schönborn das meiste Inventar des Schlosses nach Westen verlegt und war selbst in St. Gallenkirch im Montafon. Nur die alte Gräfin Elise blieb zurück, sie starb Anfang Juli. Das Kunsthistorische Museum Wien verlagerte viele Wertgegenstände in die oberen Räume des Schlosses. Während der letzten Wochen des Krieges, als die Front nur wenige Kilometer entfernt war, dienten viele Räume als Lazarett für die deutsche Wehrmacht. 18 deutsche und zwei russische Soldaten wurden im Fasangarten begraben. Einheiten der SS und der russischen Armee haben geplündert.

    Das Schloss wurde prachtvoll renoviert. Der Schlosspark hat eine Größe von circa 104 Hektar mit teilweise altem Baumbestand.

    verbesserter Wikipedia-Artikel

    a) Orangerie

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    Hier ist das rustikale Ambiente sehr gut zu sehen:

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    b) Hauptgebäude:

    Das Schloss ist riesig. Hier ein Teil des südlichen Drittels. Rechts beginnt der Corps de logis.

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    Hier ein Versuch, die Fassade von Westen aus einzufangen, was aufgrund der Zugangsbeschränkungen und Bäume nur sehr eingeschränkt möglich ist:

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    Hier sind einige Details wie die Schlosskapelle besser sichtbar:

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    Turm der Schlosskapelle:

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  • Hier die Prunkseite von Osten, von der ORangerie aus:


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    nördlicher Teil mit dem den Park durchfließenden Göllersbach:

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    Auch dieses Bild zeigt die Größe des Schlosses:


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    Da das Schloss praktisch der Öffentlichkeit unzugänglich ist (privare 1= berauben), können die wahrscheinlich sehr schönen Interieurs, incl. der Schlosskapelle nicht gezeigt werden. Gleiches gilt für die nur am Allerheiligentag kurz zugängliche Schönbornsche Grabkapelle in Göllersdorf, ein Meisterwerk Hildbrandts, klein, aber fein, das es mit den Wiener Stadtkirchen aufnehmen kann!

    Fast alles, was hier gezeigt wird, ist mehr oder weniger beraubt (privatus). Der Zutritt ist nur für Golfclubmitglieder und dies auch nur während der warmen Jahreszeit möglich. Gut, dass sich euer Freund ursus um solche Kleinigkeiten nicht zu kümmern pflegt, und deshalb folgt nun exclusiv im APH-Forum der verwunschene Schlosspark!

  • c) Schlosspark:

    Mit ca 1 km² ist der Park sehr groß und kaum ganz zu durchstreifen. Auch das Betretungsverbot macht die Sache nicht leichter. Hier die (wahrscheinlich) wichtigsten Impressionen:

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    Japanischer (oder chinesischer?) 'Tempel:


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    Die sogenannte Wasserliesel:


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    Lieder ist sie keineswegs "mustergültig" renoviert, im Inneren überhaupt weitgehend zerstört:


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    Der wohl größte Teich im Weinviertel:


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