Berliner Schloss - Humboldt-Forum

  • Vielen herzlichen Dank! Grossartige Schloßfassadendoku!


    Zu den mehr künstlerischen Ansichten, diese hier, super!



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    Mit ner gescheiten Kamera kannste mit Tiefenschärfe arbeiten!

    Und das subtile Licht auf den Figuren, wie gespiegelt von der anderen Straßenseite. Sonst im Halbschatten vor der hellen Fassade. Sehr schön beobachtet!

  • Das Repertoire an Adlertypen ist begrenzt, es wäre zu aufwendig und teuer gewesen, jeden einzelnen Adler individuell zu reproduzieren. Daher wurden Wiederholungen in Kauf genommen.

  • Na ja, man müsste von den "fehlenden" Adlern erst einmal entsprechende Fotovorlagen finden, sie in Gips erst als kleiner Bozzetto und dann im 1:1 einzeln nachmodellieren und dann neu meißeln. Ein enormer Aufwand. Und die Frage ist auch, ob alle Adler gleich gut dokumentiert sind.....

  • Seinsheim : Ja, das ist schon klar, so hat man es ja bei den ganzen Figuren gemacht. Ich dachte mehr an die Verankerung in der Fassade, was das für ein Aufwand ist (Gerüst bräuchte man wohl sowieso). ~ Vielleicht juckt es ja mal jemanden mit Geld, und dann könnte man es "nachtragen"? Zumal die Bildhauer nun gut in Übung sind.

  • Man bräuchte doch bloß die doppelten ein wenig umarbeiten, nach Gusto der erfahrenen Bildhauer, Dann bringt man noch was Zeitgenössisches, freilich im barocken Stil gehalten herein. Für die Rennfahrerin hat man ja auch einem Löwen die Mähne genommen. So in der Art und schwupp di wupp bekommt das Schlössel eine reizende Handschrift aus unseren Tagen, ohne den Gesamteindruck zu verletzten. Muß nicht alles hundertprozentig an historischen Fotovorlagen ausgerichtet sein, herje nochmal, etwas bildhauerische Freiheit fände ich bei dem an sich völlig neuen Humboldtforum nicht verkehrt (hoffentlich habe ich mich nun nicht unmöglich in unserer werten Rekogemeinde gemacht)! :koenig:


    @ Seinsheim, schön, daß Du Dich hier blicken läßt und was schreibst. Gerne öfters!

  • SchortschiBähr Ich kann verstehen, was Du meinst. Aber da Schlüter Bildhauerarchitekt war und die Adler - im Unterschied zu den Löwen an der Sima - ein prominenter Skulpturenschmuck sind, kann man sie ebenso wenig nacherfinden wie die Architektur.

    Im Übrigen hoffe ich, dass sich auf diesem Forum weniger Besserwisser und Bessermenschen tummeln als es in jüngerer Zeit auf APH der Fall war. Aber sag, wie hast Du es geschafft, Deine Silberne Mitgliedschaft zu bewahren?


    Moderation (Fusajiro): Letzteres wird an einer anderen Stelle besprochen.

  • SchortschiBähr : Ich finde die Viecherle dermaßen originell, und Schlüter war Bildhauer und hat sich sehr um die Figuren gekümmert, ich fände es schon toll, wenn man da die Fotos noch auftreibt und es möglichst original macht - wenns denn wirklich nur am derzeit fehlenden Geld liegt, und nicht an nichtvorhandenen Fotos (aber das Schloß soll doch so 1a dokumentiert sein?). Denn gerade die Schlüter-Werke sind ja so grandios. Ich würde gern wissen, wie er die Adler choreographiert hat (hat er bestimmt, es gibt ja welche, die sich ducken, und welche, die die Federn sträuben - alles in allem eben ein sehr lebhaftes Bild). Aber ich habe keinen Einblick in die Tausende zusammengetragenen Fotos.

    So wie jetzt mit der engen Wiederholung wirkt es ein bißchen steif und somit un-barock, finde ich.

    Aber gleich nachschöpfen würde ich nicht, eher die Fotos noch genauer studieren.

  • Das Humboldtforum eröffnet ab September 2020. Siehe nachfolgenden Newsletter des Humboldtforums:

  • Leider haben es die Modernisten verstanden, das Innere des Schlosses in ein Humboldtforum umzugestalten, welches nicht nur modernistisch scheusslich anzuschauen ist, sondern wirklich rein gar nichts mit der Pracht und Herrlichkeit des einstigen Schlosses zu tun hat.

    Ich werde mir nur die rekonstruierte Fassade anschauen, der Rest beleidigt mein ästhetisch-historisches Empfinden!

  • Na ja, es ist ja nicht nur der "Medienbaum" der da stört...

    Die Moderne bringt nichts weiter hervor als Rasterklötzchen und diesen Vorwurf muss sich Stella auch gefallen lassen. Die ser Raum erinnert mich an eine moderne Gefängnisanstalt- von den Rängen gehen die einzelnen Zellen ab.

  • Na, ich gehe mal davon aus, daß es mächtig Besucherkritik zu diesem "Medienbaum" hagelt.

    Ganz im Gegenteil! Die meisten Besucher werden von der "Innenraumgestaltung" begeistert sein. "Modern, weltoffen, zukunftsorientiert, leicht, architektonisches Gegengewicht zur überladenen Ornamentik"...eye:)

  • Das Schlimme ist letztlich die Verlogenheit. Das Portal suggeriert, eine Art Spolie zu sein. Dabei ist es Reko, und da stellt sich gleich die Frage, warum nicht mehr davon? Mut oder Geld ausgegangen?

    Natürlich darf man auch Rekonstruiertes mit Modernem in Bezug setzen, aber bitte doch auf höherem Niveau!

  • Damals, in den 90er Jahren, als ich noch Industriedesign studierte, hatte ich mal eine ähnliche Idee wie diesen "Medienturm", und zwar für ein Radio. Auch so schaschlikmäßig aufgespießte Einzelteile. Nur, was soll das so monströs aufgeblasen im Humboldtforum. Da sollte man doch die Architektur mehr wirken lassen, und ein Besucherleitsystem vorsehen, das etwas dezenter ist. Bildschirme/Filmprojektionen in Museen sollte man sehr, sehr vorsichtig einsetzen, denn sie zerstören idR das, wofür man ins Museum geht, nämlich das mit eigenen Augen Betrachten von musealen Objekten.

  • Das ist doch normal so... Die Museumsgestalter haben nur ihre Objekte und dazu geeignete Ausstellungsräume im Kopf. Alles andere ist egal. Genau wie bei den Buchgestaltern... die haben nur ihre Buchgrafik im Kopf, der Inhalt ist doch völlig egal. Die gehen manchmal so weit, dass sie Bilder ohne Rücksprache mit dem Autor beschneiden, auch wenn die Bildaussage dadurch beeinträchtigt wird. Man nennt das 'deformation professionelle'.