Berliner Schloss - Humboldt-Forum

  • Und das bei diesem klaren, extra plastizierenden Licht auf der Südseite.

    (Bitte das auch einmal für die Nordseite im Abendlicht!)

    Wenn ich mal wieder Zeit und Lust habe. Ich hatte mir das gestern eigentlich auch vorgenommen, aber nach 4 Stunden war bei mir (Betriebstemperatur U20°C) die Luft raus.

    Den Himmel hättste aber nicht noch extra blau anmalen brauchen. Ist auch so toll!

    Bitte bei Gott, Petrus oder sonst wem beschweren, der dafür verantwortlich ist. :saint:

    Wie dem auch sei, der Sandstein wirkt auf diesen Fotos eh schon irgendwie patiniert. Vielleicht liegt es auch an der Bildbearbeitung?

    Das was auf den Bildern zusehen ist, ist da auch so vorhanden, ich habe da nicht drin rum gekritzelt. Die Fassaden liegen ja nun seit einigen Monaten frei, sodass der Regen natürlich schon seine ersten Spuren hinterlassen hat.

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Aus dem DAF auf zwei Fotos von Harry Seidler hingewiesen, Quelle:

    Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread - Seite 47 - Deutsches Architektur-Forum


    Aus dieser Perspektive und Abstand vom Schloß sieht man das Dachrestaurant nicht!


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    Zum Thema Fugen an der der Fassade: Hier rechts im Balustradenkubus bis ins Gesims recht auffällig. Wird das noch verfugt, oder ist das eine Dehnungsfuge, die so bleibt!?


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  • Das sind höchstwahrscheinlich Dehnungsfugen. Auf meinen Bildern sind die mir auch schon aufgefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt verfugt werden.



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    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Lieber Fusajiro, vielen Dank für die tollen Fotos! Die Rekonstruktion der Fassaden scheint wirklich fantastisch gelungen zu sein, vor allem die sicherlich sehr schwierigen Bildhauerarbeiten. Großes Kompliment an alle Ausführenden!


    Ich habe das ganze Vorhaben nicht so verfolgt, weiß man ungefähr, wie viel die Rekonstruktion der Fassaden gekostet hat bzw. noch kosten wird?

    "Eine wesentliche Aufgabe der wahren Schönheit besteht darin, dass sie im Menschen eine heilsame Erschütterung bewirkt, ihn aus sich selbst herausholt, ihn der Resignation und der Gewöhnung an das Alltägliche entreißt, indem sie ihm die Augen des Herzens und des Geistes neu öffnet, ihm Flügel verleiht und ihn emporzieht."

    Papst Benedikt XVI.

  • Ich halte hier der Vollständigkeit halber mal die Kosten insgesamt fest:

    Der Kernbau im Wert von geschätzten 400 Millionen Euro wird von der Bundesrepublik Deutschland mit 368 Millionen und vom Land Berlin mit 32 Millionen Euro finanziert.


    Dazu kommen Ersteinrichtungskosten für den Umzug der Dahlemer Museen in das Schloss von 72 Millionen.

    Die Schlossfassaden im Wert von 80 Millionen Euro werden über eine Spendensammlung nach dem Muster der Dresdner Frauenkirche ausschließlich privat finanziert.


    In dieser Summe sind die gesamten Planungs- und Herstellungskosten der Fassadenelemente in Höhe in Sandstein von 66 Millionen Euro (Stand 2007) enthalten. Weitere 14 Millionen sind für Kostensteigerungen, Mehrwertsteuererhöhungen und die Werbungskosten des Verein wie Ausstellungen, Kosten der Öffentlichkeitsarbeit (Berliner Extrablatt, Internet) und die Verwaltungskosten vorgesehen.

    Dazu kommen weitere 25 Millionen Euro für die Kuppel, das Belvedere und die Portaldurchfahrten. Also insgesamt 105 Millionen Euro. Aktueller Spendenstand April 2019: 93 Millionen Euro.

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Vielen Dank! Das ist gar nicht mal so viel, insgesamt 105 Millionen Euro für die historischen Elemente... da hätte ich wesentlich mehr getippt! Auf jeden Fall gut investiertes Geld :applaus:

    "Eine wesentliche Aufgabe der wahren Schönheit besteht darin, dass sie im Menschen eine heilsame Erschütterung bewirkt, ihn aus sich selbst herausholt, ihn der Resignation und der Gewöhnung an das Alltägliche entreißt, indem sie ihm die Augen des Herzens und des Geistes neu öffnet, ihm Flügel verleiht und ihn emporzieht."

    Papst Benedikt XVI.

  • Große Eckkartusche


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    Schlüter'sche Nordfassade und Ostblock.


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    Fenster im Eosanderflügel 1.OG


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    Dito 2.OG


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    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel

  • Fassadenabschnitt zwischen Portal V und dem Ostblock


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    Detail der ersten drei Achsen von Osten aus. Der mittlere Adler ist mein Lieblingsadler. :S


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    Portal V


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    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel





  • Zur Individualität der Adler


    Da scheinen mir aber 2 indivuduelle Adler ein wenig gleich geraten. Jedenfalls kann ich auch nach längerer Betrachtung - abgesehen von der Steinfarbe - keinen Unterschied entdecken.


    Wenn 2 identische Adler praktisch nebeneinander auftauchen (was ja nur Zufall sein kann), lohnt es sich vielleicht, mal zu überprüfen, ob es noch weitere Zwillinge gibt, die weiter auseinander liegen.


    Warum ist das so wesentlich? Weil dann seitens der Hersteller bedeutend weniger Arbeit angefallen wäre, für die sie auch bedeutend weniger Geld nehmen dürften.


    Warum bin ich da so 'spitzfindig'? Weil mir derartige Ungereimtheiten auf Kosten anderer mittlerweile Tag für Tag auffallen, ohne, dass ich damit übertreibe. Die Ursache kenne ich aus meinem eigenen Berufsumfeld nur zu gut: Ein Übereifer an Vertrauen, der in Wahrheit auf gänzlicher Kontrollfaulheit basiert.


    Ich will wirklich nichts unterstellen. Sondern sage nur, dass es sich womöglich lohnt, in Anbetracht der Auftragsvergabekriterien bei so vielen Adlern mal genauer hinzuschauen.


    Immerhin ist das bereits auf diesem kleinen Ausschnitt nicht geschehen.,

  • Wenn ich mich recht entsinne, war das aber mit den Adlern beim Original schon so (meine ich zumindest aus dem APH-Strang in Erinnerung zu haben), daß mehrere gleiche von einer Form sind. Ob das so gehört, daß da gleiche gerade so nebeneinanderkommen, wäre aber schon mal nachprüfenswert.

    Bei mir sorgten die Posaunen oder Trompeten oder Fanfaren (kenne mich mit Instrumenten nicht so aus) der Famen für Stirnrunzeln, weil die vorne zu sind und nicht nach innen hohl. Das sieht mE nicht gut aus. Bei der einen Trompete scheint man sogar extra vorne ein Blech draufgesetzt zu haben. Waren die in Original nicht wirklich "trompetenförmig", also vorne hohl?

  • Ganz hohl können sie natürlich wegen des Wasserabflusses nicht sein, mindestens die nach oben gerichteten Instrumente. Wie ich aus historischen Fotos in Erinnerung habe, waren diese leicht einwärts gewölbt und nicht ganz flach wie jetzt, was in der Tat ungewohnt aussieht.


    Fusajiro

    Hast du bei einigen Bildern den Kontrast zugunsten der Skulpturen erhöht? Der Verputz ist dort dann sehr gescheckt, was auch bei tief stehender Sonne in natura wohl nicht der Fall sein wird. Mit gefallen leicht gescheckte Anstriche (entsteht vor allem bei Kalkputzen, die dann auch gekalkt sind, und auch bei Mineralfarben). Ich vermute auch, dass die Farbabweichung in der Mittelpartie der Lustgartenseite gerade deshalb nicht mehr korrigiert wird, weil ein zweiter Anstrich einen viel deckenderen Auftrag zur Folge hätte und sich von den restlichen Partien immer noch unterscheiden würde. Nach der ersten Fassadenrenovation in ein paar Jahrzehnten werden die Wandflächen dann viel homogener erscheinen.

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  • Hast du bei einigen Bildern den Kontrast zugunsten der Skulpturen erhöht?

    Im Gegenteil, ich setz ihn bei fast allen Bildern ganz runter. Mir ist auch schon aufgefallen, dass der Putz keine glatte Fläche bildet (siehe auch hier) und mir gefällt das auch, da es lebendiger wirkt. Dieser Anblick auf den Bildern wird aber in natura natürlich nicht möglich sein, denn das Bild hab ich vor dem Dom aus rund 120m Entfernung gemacht.

    „Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

    Karl Friedrich Schinkel