Nürnberg - Ansichten unbekannter Häuser in der Altstadt

  • Ich besitze eine Ansichtskarten- und Fotosammlung über die Altstadt von Nürnberg mit etwa sechs- bis siebenhundert Ansichten vor 1945. Viele Fotoansichtskarten zeigen oft nur ein einzelnes Geäude und sind deshalb echte Raritäten, da von ihnen meist nur sehr kleine Auflagen produziert wurden. Zwanzig von ihnen konnte ich keiner Adresse zuordnen, auch wenn Firmenanschriften und Hausnummern erkennbar sind. Mithilfe von Adressbüchern sollten die Gebäude zwar identifizierbar sein. Manchmal steht auch versteckt eine Adresse mitten im handschriftlichen Text.


    Ich mache deshalb mal den Anfang mit vier Ansichten:



    IMG_20190406_0001.jpg

    1

    "Chr. Eberlein Ww., Specialgeschäft, Gardinen & Wäschestickereien.

    Cafe & Feinbäckerei, Georg Stumpf.

    Brot & Feinbäckerei, [Name nicht lesbar]"


    Leider keine Hausnummer oder Strassenschild sichtbar, aber als Anhaltspunkt noch das links angeschnittene Gebäude, welches wohl ein sehr massives und altes Aussehen hatte. 1907 gelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger Spitalgasse 15.





    IMG_20190406_0002.jpg

    2

    "Louis Butz, K. b. Hofschuhmacher.

    Ernst Bauernt...., Charkutier (anstelle des "t" auch ein "f" möglich)."

    Am linken Gebäude die Hausnummer 63.


    Am 2. Obergeschoss in der Kartusche die Jahrzahl "1652", was zur frühbarocken Fassade passt. Das Portal zeigt noch eine Profilierung aus der Spätgotik/Renaissance. 1920 gelaufene Ansichtskarte.


    Edit.: Breite Gasse 65. Danke an Tübinger! (siehe nächsten Beitrag).





    IMG_20190406_0003.jpg

    3

    "N. Fuchs. Möbel- u. Ausstattungs-Geschäft.

    N. Fuchs, Verkauf gegen baar und Teilzahlung. Adlerstr. 31.

    S. Hirschmann Söhne Bankgeschäft."


    Zwei zusammengefasste Steinbauten mit überaus reicher Bildhauerarbeit an einem Erker aus der Renaissance/Barock. Links angeschnitten ein Hauszeichen mit einem geflügelten Löwen. Dacherker mit Masswerkbrüstung aus dem 16./17. Jahrhundert. Auf historischen Ansichten der Adlerstrasse habe ich das Haus bisher noch nicht gefunden. Hingegen könnte es auf dem letzten Bild in diesem Beitrag ganz links sichtbar sein; dieses Gebäude hatte aber die Adresse Adlerstr. 30 oder 32. Ungelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger N. Fuchs laut Adressbuch Adlerstraße 31; das Bankhaus Hirschmann Adlerstraße 35.





    IMG_20190406_0004.jpg

    4

    "Johann Brandt Prandl Schuhmacher".

    Im Durchgang das Schild "Dörrersgasse".


    Die Dörrersgasse war vor 1945 eine t-förmig verlaufende Hinterhofgasse, welche unter Durchgängen in drei Strassen mündete: im Süden in die Lorenzer Strasse, im Westen in die Peter-Vischer-Strassse und im Norden in die Katharinengasse. Vom schmalen Grundriss und dem Durchgang her tippe ich am ehesten auf letztere, wobei es dann die Hausnummern 12 und 10 sein müssten.


    Der Dekor an beiden Häusern ist noch speziell: am linken mit Fenstersimsdekor im Stil von Historismusstühlen (verputzter Fachwerkbau), am rechten Sandsteingewände mit starker Hohlkehle aus der Spätgotik/Renaissance, aber mit ungewöhnlich breiten, durchgehenden klassizistischen Fenstersimsgurten. Ungelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger Johann Prandl (nicht Brandt), Katharinengasse 10.

  • Das Haus rechts - mindestens die Fassade - ist ein Wiederaufbau. Wenn man das Fugenbild auf der Ansichtskarte mit dem heutigen Zustand vergleicht, erkennt man, dass zwischen dem Erd- und 1. Obergeschoss vier Steinreihen noch original sind. Diese Steinblöcke haben auch zugespachtelte Löcher. Auch dürften Teile der Brandmauern erhalten sein; von der linken mindestens bis und mit 1. Obergeschoss, und von der rechten bis zum 2. Obergeschoss. Zudem greifen sie über die Dachflächen hinaus, was ebenfalls auf ein höheres Alter als Nachkriegswiederaufbau schliessen lässt. Allerdings ist das Haus nicht in der Denkmalliste eingetragen.


    Die wiederaufgebaute Fassade finde ich trotz ihrer Schmucklosigkeit noch bemerkenswert, denn sie scheint massiv gemauert und nicht einfach mit einer Steinplattenverkleidung versehen worden zu sein. Die zurückspringenden Fenstereinfassungen verraten das 20. Jahrhundert.

  • Es folgen drei weitere Ansichten mit Bürgerhäusern, die mir unbekannt sind:



    IMG_20190406_0005.jpg

    5

    "Wein-Restaurant

    Rheingold.

    Besitzer Conrad(?) Gebhard" edit.: Konrad (wahrscheinlich der Familienname)


    Über der Haustür möglicherweise eine "9"


    Zuerst war ich unsicher, ob dieses Haus überhaupt in Nürnberg stand (oder noch steht), denn das Dach ist mit Schiefer anstatt mit Tonziegeln gedeckt, was für Nürnberg untypisch ist. Der Rest kommt für Nürnberg in Frage. Insbesondere das Fenstersims am Dacherker ist ganz typisch für Nürnberg. Vielleicht hatte der damalige Eigentümer des "Rheingolds" noch Beziehungen zum Rheintal, wo solche Dachdeckungen vorkommen? Die beiden Obergeschosse bestanden wahrscheinlich aus verputztem Fachwerk. 1912 gelaufene Fotoansichtskarte.





    IMG_20190406_0006.jpg

    6

    "Kunst- und Bauschlosserei

    Julius Schmidt."


    Über der Haustür "No. 20"


    Das kleine Schild ist nicht lesbar, aber es handelte sich kaum um ein Strassenschild. Mindestens das 2. Obergeschoss und der Dacherker bestanden aus verputztem Fachwerk. 1914 gelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger Kappengasse 20.





    IMG_20190406_0007.jpg

    7

    "Johann Schmoll.

    Schuhmacher."


    Das kleine Blechschild ist nicht lesbar, daneben aber die Hausnummer "13".


    Es handelte sich um ein besonders altertümliches, verputztes Fachwerkhaus über gemauertem Erdgeschoss. Es war eines der wenigen, das im 18./19. Jahrhundert keine regelmässige Fensteranordnung erhielt. Sehr altertümlich waren die vier "analogen" Türklingeln mit Seilzügen links von der Haustür. Um etwa 1910 gelaufene Fotoansichtskarte, unleserlich.


    Edit.: laut Tübinger Geiersberg 13. Siehe auch diesen Beitrag weiter unten.

  • ein besonders altertümliches, verputztes Fachwerkhaus über gemauertem Erdgeschoss

    Blöde Frage: wie erkennt man das? Ich sehe nur einheitlichen Putz und ein wahrscheinlich recht altertümliches Dach, würde vermuten, daß das mal eine Aufzugsgaube war. Oder sieht man auf dem Postkartenfoto mehr als auf dem Bild hier?

  • Loggia

    Zwischen dem 1. und 2. Obergeschoss rechts kann man einige waagrechte und senkrechte Verschmutzungen erkennen. Diese weisen eindeutig auf Holzbalken hin. Die Fenstergewände bestehen aus Holz, und nicht aus Putz oder Sandstein. Zudem sind die Ecken auf Gehrung (also 45°) geschnitten, was im Steinbau auch nicht vorkommt. Die Gehrungsschnitte sieht man in der hier wiedergegebenen Verkleinerung nicht, aber auf der Origninalfotografie schon. Die Fensterleibungstiefe ist geringer als bei einem Steinbau (das sieht man natürlich nur, wenn die Winterfenster nicht eingesetzt sind). Die Leibungen sind bei Steinbauten bis ins 18. Jahrhundert meistens profiliert; bei einem Fachwerkbau nicht.


    Machen wir die Probe anhand des Bildes Nr. 6: am 2. Obergeschoss erkennt man auf der Originalfotografie wieder die Gehrungsschnitte mit 45°. Am 1. Obergeschoss kann man es nicht genau erkennen. Dort ist irgend etwas mit Verputzt gekünstelt, wie es auch bei einem Steinbau sein könnte. Deshalb schrieb ich dort "Mindestens das 2. Obergeschoss und der Dacherker bestanden aus verputztem Fachwerk.".


    Bei Bild Nr. 4 sieht man den Unterschied ganz klar: links Fenster mit Holzgewänden und Holzverzierungen unter den Fenstersimsen; rechts tieferliegende Fenster und kräftige Profilierung, was auf einen Steinbau hinweist.




    ursus carpaticus

    Bei Fachwerkhäusern aus dem 15. Jahrhundert mit heute gemauerten Erdgeschossen können sehr oft Spuren einstiger Fachwerkerdgeschosse festgestellt werden. Wann oder vor allem in welcher Zeitspanne Erdgeschosse "versteinerten", kann ich nicht sagen; sicher wurden schon im 16. Jahrhundert viele Erdgeschossfronten durch Stein ersetzt. Da bin ich zu wenig Nürnberg-Experte. Aber ich kann Dir ein paar Beispiele aus dem Fachwerkstrang im APH geben (wer nicht alle Beispiele anschauen möchte, sollte vor allem Augustinerstr. 7 betrachten):


    - Am Ölberg 3

    - Augustinerstr. 7 (vor allem das erste Bild)

    - Jakobstr. 34

    - Krämersgasse 18 (und Folgebeitrag)

    - evtl. Obere Schmiedgasse 25 (Erklärung im Folgebeitrag)

  • Riegel : danke, sehr interessant. Vor allem der Unterschied von Holzbau-Gehrung und Steinbau-stumpfem Abschluß bei den Fenstern überzeugt mich völlig von der Richtigkeit deiner Annahmen. Allerdings muß man da wohl schon ein hochauflösendes Original sehen, denn auf dem Web-Bild hier sehe ich zwar ein paar Schatten, die auf Balken hindeuten könnten, aber diese ergänzenden feinen Fensterdetails sehe ich halt leider nicht.

    Aber es ist gut zu wissen, worauf man schauen muß, wenn man mal ein hochauflösendes Bild hat.

  • Ähnliches kann man auch bei Bild 3 beobachten:


    IMG_20190406_0003.jpg


    Beim linken Hausteil erkennt man in den Fensterleibungen einen Falz und eine breite Hohlkehle. Solche Hohlkehlen findet man nur bei massiven Fassaden bis ca. 1600. Danach tritt an die Stelle der Hohlkehle ein geschwungenes Profil, ähnlich einem Karniesfries. Im Klassizismus findet man nur noch einen Falz (für die Winterfenster), weshalb diese nur noch schwer von verputzen Fachwerkfassaden zu unterscheiden sind. Fachwerkhäuser haben seit Jahrhunderten nur einen Falz. Bis zum 2. Obergeschoss erkennt man auch stellenweise eine Quadereinteilung, was zeigt, dass es sich um eine mehrfach geschlämmte Sandsteinquaderfassade handelt. Gemäss dem Rissbild in der Brüstung des 3. Obergeschosses aus mehr oder weniger waagrecht und senkrechten Abschnitten bestand auch dieses aus Sandstein.


    Am rechten Hausteil hängt ein schwerer Steinerker. Demnach muss auch die Fassade mindestens in diesem Geschoss gemauert sein, denn eine Fachwerkfassade könnte niemals einen Steinerker aufnehmen (umgekehrt kann eine Steinfassade aber einen Holzerker tragen). Auf der Originalfotografie sieht man in den Leibungen zudem einfache Profile, wie sie an einem Fachwerkhaus nicht vorkommen. Am 2. Obergeschoss erkennt man diese Profile ebenfalls durch die Winterfenster hindurch. Am dritten Obergeschoss erkennt man zwischen den Fensterstürzen der beiden rechten Fenster ein Rissbild mit einem umgekehrten "T". Das ist das typische Rissbild zwischen zwei steinernen Fensterstürzen.


    Wer weitere solche Fragen hat, nur zu bitte. Dieser Strang dient nicht nur zur Eruierung der Adressen dieser unbekannten Häuser, sondern ich möchte auch das Bild der typischen, anonymen Fassade in der Nürnberger Altstadt vermitteln. Ist beispielsweise schon jemandem aufgefallen, dass ein einziges Haus der gezeigten Sieben Fensterläden aufweist? Ich unterstreiche dies deshalb, um der schon 100-fach geäusserten Meinung entgegenzutreten, dass durch das Anbringen von Fenstersprossen und Fensterläden an Nachkriegsbauten die Nürnberger Altstadt aufgewertet werden könnte. Auch auf sehr alten Fotos und Stichen aus dem 18. Jahrhundert erblickt man nur selten Fensterläden. Ich schliesse daraus, dass in Nürnberg Fensterläden die Ausnahme waren. Ich hätte das nicht erwartet.



    aeussere-laufergasse-delsenbach-1725.jpg

    Äussere Laufergasse 1725. Johann Adam Delsenbach.

  • IMG_20190406_0009.jpg

    8

    Mitte:

    "Hans Odörfer

    Bauflaschnerei."

    Neben der Haustür "No. 2".


    Schmales, giebelständiges(!) und verputztes Fachwerkhaus an Ecklage.


    Links:

    "Wirtschaft zu den zwei Zwergen"(?).


    Das mindestens ab dem 1. Obergeschoss aus Fachwerk bestehende Haus entstand wohl aus zwei Einzelbauten, von denen das Eckhaus aufgestockt wurde. Die Situation erinnerte mich im ersten Moment an das Museum Kühnertsgasse, dass aber sicher nicht abgebildet ist. 1910 gelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger Oberer Judenhof 2 (Adressbuch von 1904: Johannes Odörfer, Flaschnermeister).





    IMG_20190406_0010.jpg

    9

    Institution des "Roten Kreuzes". Auf der Rückseite nachträglich "Lazarett" hinzugefügt.


    Das dreiteilige Gebäude dürfte in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sein. Die zwei links angeschnittenen Gebäude liefern keine Anhaltspunkte. 1917 gelaufene Fotoansichtskarte.





    IMG_20190406_0011.jpg

    10

    Breites Sandsteingebäude in Ecklage, neugotische Fensterüberdachungen am 1. Obergeschoss. Wohl gründerzeitlich. 1910 gelaufene Fotoansichtskarte.





    IMG_20190406_0012.jpg

    11

    "Anton Seidl / Hofbäckerei"

    Im Türoberlicht "25".


    Die Jahrhunderte alte Sandsteinfassade erhielt um 1900 ein neues Erdgeschoss. Der Erker dürfte vor diesem Umbau am 1. Obergeschoss gehangen haben. Der Sturz ist dort anders ausgebildet.

    Das Haus links hat mindestens ein Erdgeschoss aus der Gründerzeit. Die Fenster der Obergeschosse scheinen auch aus dieser Zeit zu stammen, aber das Mauerwerk scheint viel älter zu sein. Möglicherweise wurden die Fenster damals ein bisschen erhöht.

    Am Haus rechts ein Glasschild mit der Schrift "Vornehme Herrenschneiderei 1. Ranges".


    Die Strassenbahnschienen und die "Hofbäckerei" könnten auf die Königstrasse hinweisen. 1903 oder 1908 gelaufene Fotoansichtskarte.


    Edit.: laut Tübinger Königstr. 25.





    IMG_20190406_0013.jpg

    12

    "Heinrich Wahler".


    Die ungelaufene Fotoansichtskarte zeigt kaum ein Haus aus Nürnberg, auch wenn rückseitig geschrieben steht "Unser Haus in Nürnberg". Der Text wurde offensichtlich von einer Person geschrieben, die die Situation bestens kennen musste. Wohl war dies eine unbeabsichtigte Verwechslung mit der Rückseite einer anderen Fotografie. Um 1910.


    Die Fassade war mit Blechschindeln verkleidet. Das Haus rechts weist für Nürnberg untypische Auskragungen auf, unten zusätzlich mit Kehlen in der Schwelle. Sein Fachwerk mit übereinstimmender Balkenlage und Pfostenstellung über dem Erdgeschoss ist niedersächsisch; die Dachpfannen am linken Bildrand weisen ebenfalls in den Norden Deutschlands.

  • IMG_20190406_0004.jpg

    "Johann Brandt Schuhmacher".

    Im Durchgang das Schild "Dörrersgasse".


    Die Dörrersgasse war vor 1945 eine t-förmig verlaufende Hinterhofgasse, welche unter Durchgängen in drei Strassen mündete: im Süden in die Lorenzer Strasse, im Westen in die Peter-Vischer-Strassse und im Norden in die Katharinengasse. Vom schmalen Grundriss und dem Durchgang her tippe ich am ehesten auf letztere, wobei es dann die Hausnummern 12 und 10 sein müssten.

    = Johann Prandl (nicht Brandt), Katharinengasse 10.

  • IMG_20190406_0003.jpg

    "N. Fuchs. Möbel- u. Ausstattungs-Geschäft.

    N. Fuchs, Verkauf gegen baar und Teilzahlung. Adlerstr. 31.

    S. Hirschmann Söhne Bankgeschäft."

    Auf historischen Ansichten der Adlerstrasse habe ich das Haus bisher noch nicht gefunden. Hingegen könnte es auf dem letzten Bild in diesem Beitrag ganz links sichtbar sein; dieses Gebäude hatte aber die Adresse Adlerstr. 30 oder 32. Ungelaufene Fotoansichtskarte.

    N. Fuchs laut Adressbuch Adlerstraße 31; das Bankhaus Hirschmann Adlerstraße 35.

  • "Wein-Restaurant

    Rheingold.

    Besitzer Conrad(?) Gebhard"

    Das habe ich nicht gefunden. Im mir zugänglichen Adressbuch sind Wirtschaften nicht nach dem Namen der Wirtschaft, sondern nach dem Namen der Eigentümer/Pächter aufgelistet. Unter "Gebhard" finde ich nichts. Stimmt der Name so?

  • Geiersberg 13

    Geiersberg 13... ich glaub's ja nicht!


    Doch vorerst mal vielen Dank an Tübinger! Ich werde dich wie schon beim Haus Breite Gasse 65 jeweils als Auflöser vermerken.


    Bei Geiersberg 13 steht heute noch ein eingeschossiges Nachkriegsprovisorium, und auf drei Seiten hin ist die historische Bausubstanz mehr oder weniger intakt geblieben. Im September vor zehn Jahren stand ich selber dort und nahm folgendes Bild auf:



    geiersberg_3355_16.09.09x.jpg

    Geiersberg 11, rechts das eingeschossige Nachkriegsprovisorium Nr. 13, September 2009.


    Wenn man bei Google-Street schaut, sieht man an den Kellerfenstern, dass der historische Keller noch vorhanden und in Gebrauch ist: https://goo.gl/maps/ga2yx611au7iunsz9


    Im BayernAtlas sieht man, dass Nr. 13 inmitten eines der intaktesten Ensembles der Altstadt steht. Das Provisorium befindet sich unter *"-berg" der Strassenbezeichnung "Geiersberg": BayernAtlas - der Kartenviewer des Freistaates Bayern.


    Im Buch "Das Bürgerhaus in Nürnberg" von W. Schwemmer sieht man das Haus nur von weitem. Ich wollte mal bei den Altstadtfreunden Nürnberg nachfragen, ob sie ein gutes Bild des Hauses kennen. Nun weiss ich also, dass sich in meiner Sammlung seit Jahren eine perfekte Fotografie des Hauses verbarg, ohne dass ich es wusste! Das Haus ist einer meiner Rekonstruktions-Hauptkandidaten in Nürnberg, weil dort ein perfektes Ensemble besteht und der Bauplatz als einer der ganz wenigen noch nicht besetzt ist.


    IMG_20190406_0007.jpg

  • "Wein-Restaurant

    Rheingold.

    Besitzer Conrad(?) Gebhard"

    Das habe ich nicht gefunden. Im mir zugänglichen Adressbuch sind Wirtschaften nicht nach dem Namen der Wirtschaft, sondern nach dem Namen der Eigentümer/Pächter aufgelistet. Unter "Gebhard" finde ich nichts. Stimmt der Name so?

    Das hatte ich falsch geschrieben. Es steht sicher Konrad Gebhard; ich habe es im Hauptbeitrag korrigiert. Konrad wird der Familienname sein.