Metz - Teil 15: Queuleu, Borny und die südöstlichen Vororte

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    In dieser Galerie schauen wir uns die südwestlichen Vororte von Metz an. Hierbei handelt es sich um ein relativ großes Gebiet, welches direkt an der Seille beginnt und sich bis zum modernen Krankenhaus Hopital Mercy in Peltre in südöstlicher Richtung hinzieht.


    Beginnen wir unsere Entdeckungstour in der Avenue des Plantières, jenseits der Seille ganz nahe zur historischen Altsatadt. Hier befinden sich viele Gründerzeitler:


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    Der platzähnliche neugestaltete Eingang von der Innenstadt:


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    Zur linken Seite befinden sich Kasernen, zunächst aus den 1920ern:


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    Und dahinter dann schließlich welche aus der deutschen Zeit, im kräftigen roten Backstein:


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    Im Detail schon jugendstilhaft:


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  • Neuer Gebäudekomplex Ecke Rue Turgot, Rue Georges Ducrocq, ziemlich gelungen meiner Meinung nach:


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    Wieder zurück zur Gabelung: der rechte Teil heißt weiterhin Rue de Queuleu:


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    Biegen wir rechts in die Rue des Treize ein:


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    Hier befindet sich manch interessanter Jugendstilbau:


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  • Das Eckhaus zur breiten Avenue de Plantières ist ebenfalls im damals "neuen Stil" gestaltet.




    Weitere Gebäude im unteren Teil dieser Avenue:




    Ein postmodernes Haus:



    Das Militärkrankenhaus Hôpital Legouest, im neoklassizistischen Stil der 1910ern erbaut:






  • Gegenüber, ein weiteres schmuckes Jugenstilhaus:






    Ein ähnliches Haus ein Stück weiter:



    Ab jetzt nennt sich die Straße "Avenue de Strasbourg"


    Eine Villa aus den 1920ern:



    "Technisches Fachwerk":




    Und noch ein neobarockes, einsam stehendes Mietshaus




  • Besichtigen wir nun den Stadtteil Metz-Borny. Dieser geht aus einem kleinen Dorf hervor, welches bereits 960 bei einem Schenkungsvertrag des deutschen Kaisers Otto I genannt wurde. 1870 fand hier übrigens auch eine Schlacht im deutsch-französischen Krieg statt.Seit 1961 ist der Ort erst ein Stadtteil von Metz.


    Der Ortskern heute ist typisch lothringisch mit schlichten Häusern und flachgeneigten Dächern:


    Rue du Frère Arnould.. Im Hintergrund das Gewerbegebiet mit dem Hypermarkt Cora:




    Der Dorfplatz mit Gefallenendenkmal:






    Mitlerweile gibt es auch in F Baumarkttüren in alten Häusern...



    So sehen die Original-Eingangstüren aus:




    Eine neue, aber traditionelle Tür:


  • Doch mitlerweile wird mit "Borny" bei den Metzern der soziale Brennpunkt der Banlieue assoziiert, die ab den 1960er Jahren um den Ortskern hochgezogenen wurde:





    Auch der Stadt Metz ist die Problematik des Viertels bekannt, und sie hat vor ein paar Jahren mehrere Platten abgerissen um einen Konzertsaal namens BAM (Abkürzung für "boite à musique" zu deutsch "Musikschachtel") zu erbauen:





    Doch auch eine Menge "normale" Neubauten wurden am Rande des alten Dorfes vor Kurzem gebaut, damit die soziale "Durchmischung" besser funktioniert:



  • Zwischen dem Gewerbegebiet von Borny und dem alten Dorf Grigy befindet sich der Golfplatz mit künstlichen See. Hier in der Nähe fand die Schlacht von 1870 statt:




    Metz Grigy, genauso wie Borny auch ein altes lothringisches Dorf, wurde zu letzterem bereits im Jahr 1810 eingemeindet:


    Ein alter Bauernhof mit Renaissance-Treppenturm bestimmt den winzigen Ortskern:










  • Am westlichen Ende des Stadtgebietes befindet sich la Grange aux Bois (zu deutsch etwa "Die Scheune im Wald"), ein Stadtteil, der erst in den 1980er Jahren um ein Herrenhaus entstanden.



    Das schlossartige Gebäude heute in einem Park integriert mit dem Stadtteilbüro. Davor der pittoreske Taubenturm:









  • Der neue Ortsmittelpunkt am "Place du beau temps" ("Platz zum guten Wetter"), Fertighäuser (Platten!) im postmodernen Stil:


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    Doch das wirklich interessante an dem Viertel sind die neuklassischen bzw traditionellen Einfamilienhäuser der 1990er bis 2010er:


    An der Route d'Ars Laquenexy:


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    Rue des 30 jours


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    Weiße lothringische Kühe:


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  • Rue Charles Francois Grandin:



    Interessante Details, wobei man über Geschmack auch streiten kann:





    Hoch die Rue Joséphine Caye werden die Häuser immer neuer (aber schon mindest 10 Jahre alt, wie Strret-view beweist) :






    Auch hier ist die Tür mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet:




  • Ganz im Südwesten von Metz, wo der Mettis-Straßenbahnbus seine Endstation hat, ist das neu errichtete Krankenhaus Mercy (liegt aber mitlerweile schon auf der Gemarkung von Ars-Laquenexy):



    Das Château de Mercy gegenüber ist noch sehenswert. Es wurde im Auftrage von Maurice Du Coëtlosquet erbaut, seine Witwe hat es 1905 fertigstellen lassen. Der Stein wurde extra aus dem frz. Barrois importiert und ein elsässer Architekt, der bei der Kunsthochschule in Paris studierte hatte, war der Projektleiter.

    Als Zeichen des "französischen Widerstandes" wurde es während der deutschen Zeit in klar französischen Formen (ein Eklektizismus zwischen Barock und Jugendstil, von der Gestalt hat es aber gewisse Ähnlichkeiten zu den Loireschlössern:








    Leider befindet es sich in einem schlechten Zustand:













  • Daneben befindet sich der alte Bauernhof von Mercy, mit Spolien einer alten Kapelle.





    Mitlerweile lasst sich immer mehr Gewerbe neben dem Krankenhaus nieder, sodass der ursrprüngliche Charme verloren geht:




    Noch einmal Schloss:




    Das wärs dann zu Metz. Es folgen noch Galerien zu den pittoresken Dörfer des Metzer Landes!


    --- Ende ---