Metz - Teil 14: Das modernistische Quartier de l'Amphithéâtre


  • Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, hat die Stadt Metz seit den 2000er Jahren ein neues, modernistisches Viertel hochgezogen, das "Quartier de l'Amphithéâtre, so ähnlich wie in unseren Städten die "Europaviertel". Den Namen hat dieser Stadtteil von einem großen römischen Amphitheater, welches hier mal stand und um die Jahrhundertwende ausgegraben wurde. Während der Bauarbeiten des Hauptbahnhofs wurden die Fundamente damals entdeckt! Heute steht ungefähr an selber Stelle, das Centre Pompidou Metz, eine Dépendance des großen Museums für moderne Kunst in Paris. Zu meiner eigenen Schande habe ich kein Foto des Gebäudes von Weitem aufgenommen, daher hier ein Fremdbild aus Wikicommons :peinlich:



    Outs — Photographie personnelle (Outs) CC BY-SA 1.0


    Auch wenn ich, wie ihr alle wisst, kein Freund der modernistischen Architektur bin, muss ich doch meine Achtung vor der Konstruktion der Außenhaut des Bauwerks zollen, die schon faszinierend ist. Der Architekt Shigeru Ban hat sich von einem chinesischen Hut inspieren lassen, das Dachwerk ist komplett aus Holz:






    Im Inneren, von der Aussichtsplattform spiegelt sich das ganze Dachwerk:






  • Das wars dann aber auch schon von dem "interessanten" Teil des Viertels. Gegenüber vom Centre Pompidou zu Süden zubefindet sich das Ende 2017 eröffnete EKZ namens "Muse":


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    Der Kasten auf Stelzen sind für teure Wohnungen reserviert;


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    Im Inneren merkt man den modernistischen Geist der heutigen Zeit. Man könnte meinen, dass die Metzer es gebraucht haben, als Ausgleich zu den "zu vielen Altbauten"...


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    "Weihnachtsbeleuchtung":


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    Nur die Sessel sind wirklich bequem und bringen wenn man keinen Platz im Hbf findet eine Alternative zum Warten:L


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  • Von der Rue des Messagerie sieht das Einkaufszentrum so aus:


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    Viele Wohnungen sind in der Anlage miteingefügt:


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    Gegenüber, verschiedene Bürogebäude:


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    Die Holzfassade ist durch ihre schräge Anordnung schon nach wenigen Jahren ein wenig verwittert...


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    Lustiger Name (wenn die nur wüssten, was er wirklich bedeutet^^)


  • Zwischen der Avenue Francois Mitterand und dem Platz zum Centre Pompidou, dem "Parvis des Droits de l'Homme" steht eine Park- und Bürohaus:




    Durch eine Fußgängerbrücke wird er mit dem neuen Kongresszentrum Robert Schuman verbunden:



    Das Kongresszentrum wurde im Spetember 2018 eröffnet, wenige Tage davor sind die Fotos entstanden:




    Um einen Hauch von "genuis loci", also der örtlichen Besonderheit den internationalen Tagungsgästen zu präsentieren, wurden die Sockelwände u.a. mit dünnen Jaumontsteinplatten verkleidet:



    Direkt dahinter befindet sich der Seiteneingang zum Hauptbahnhof:



    Hinter dem Einkuafszentrum Muse befindet sich noch eine Grünfläche an der Seille;



    Mit einer Brücke, die an den Drachen Graoully mit ihren Flügeln erinnern soll:





  • Ein Neubauprojekt für dieses Viertel, welchesakturell gebaut wird ist das sogenannte "Hotel Starck", benannt nach seinem Architekten Philippe Starck. Dabei handelt es sich um ein Hotelbau für die amerikanische Kette Hilton . Das Besondere an ihm ist, dass über den modernistisch-brutalistischen Betonkasten des Hotel eine gründerzeitlich anmutende Villa draufgesetzt wird (wahrscheinlich hat er sich von der fachwerklasitigen Villa Bürger am Ring inspirieren lassen). Naja ganz stilrein ist das Fachwerk nun auch nicht, aber es soll halt einen "verrückten Kontrast" bilden und so eine ganz eigene architektonische Attraktion in Metz werden. Nun aber das Modell:









    Das wärs dann vom architektonischen "Gruselkabinett" :D


    --- Ende ---