Stuttgarter Stadtwanderung - von der neuen Universität über das Bärenschlößchen zum Schloß Solitude

  • Das heutige Stuttgart ist sicherlich städtebaulich keine besonders schöne Stadt - die Lage in einem Talkessel ist hingegen nach wie vor fast unübertroffen schön und ermöglicht eine Vielzahl an reizvollen Wanderungen.


    Im Folgenden möchte ich einige Wanderungen im Stadtgebiet von Stuttgart vorstellen, bei denen natürlich immer auch ein gewisser Bezug zur Architektur vorhanden ist - anfangen möchte ich mit einer Wanderung von der neuen Universität in Stuttgart-Vaihingen durch den Esslinger Spitalwald weiter nach Gerlingen. Die Fotos stammen schon von 2013 und wurden an einem extrem kalten Tag aufgenommen, der den Leih-Elektrosmart in Gerlingen fast außer Gefecht setzte - die Anreise erfolgte einfach per S-Bahn (Haltestelle Universität). Gesamtlänge ungefähr 6 Kilometer.


    Los geht es auf dem Campus der Universität in Richtung Norden:






    Hier beginnt dann bald der Pfaffenwald, der hier in Richtung der diversen historischen Stauseen abfällt:





  • Danach erreichen wir schon die Stuttgarter Parkseen, eine Reihe von Stauseen, die teilweise bereits auf das 16. Jahrhundert zurückgehen und der Wasserversorgung der Stadt Stuttgart dienen.


    Für Autofahrer gibt es einen Parkplatz:



    Die Seen liegen äußerst pittoresk:






    Der Abschlußdamm im Westen:


  • Danach das erste sehenswerte Bauwerk - das Bärenschlössle bzw. die Rekonstruktion der Rekonstruktion der Rekonstruktion davon - siehe Wikipedia-Link :smile:


    IMG_3963_DxO.jpg


    IMG_3964_DxO.jpg


    Blick auf das Südufer des Sees:


    IMG_3965_DxO.jpg


    Der namensgebende Bär:


    IMG_3966_DxO.jpg


    Der sehr schöne Rotwildpark beginnt hier:


    IMG_3967_DxO.jpg


    IMG_3968_DxO.jpg


    Vielleicht finde ich noch Fotos vom Rotwildpark, hier geht es indes weiter zur Wildmeisterei.

  • Hmmm, Stuttgart. Ich war da 3x, in den 70ern und 80ern, und im großen und ganzen fand ich es abschreckend. Die nette Ecke mit dem Schloß habe ich auch gesehen, deswegen finde ich es nicht völlig gruslig (wie Sindelfingen-Böblingen, wo ich auch mal war). Mag sein, es gibt dort Ecken, wo man "als der Moderne aufgeschlossener Mensch" leben kann. Aber jemand mit meinem Hang zu Jugendstil-Kästen mit Geschäften nebendran kommt dort nicht auf seine Kosten.

  • Weiter geht es jetzt das Bärensträßle, das auch die Zufahrt zum Bärenschlößle darstellt - und nur durch den Betreiber des dortigen Restaurants genutzt werden kann.


    Dieses führt in gerader Linie nach Norden:



    Das Umfeld ist touristisch erschlossen, es gibt Grillplätze, Liegewiesen usw.:





    Schon bald erreicht man die Gebäude der Wildmeisterei:






    Die Wildparkstraße in Richtung Leonberg zerschneidet etwas weiter nördlich den Wald, mit ihrer üppigen Beleuchtung erinnert sie mich irgendwie an eine belgische Autobahn:



  • Etwas weiter nördlich geht dann der Wald weiter, bevor kurz hinter dem Schloß Solitude die Hochfläche nach Norden hin zu Gerlingen abfällt.



    Hier ist das Schloß schon zu erahnen:



    Und hier aus der Nähe zu sehen:







  • Hier sehen wir die Solitudeallee, die direkt nach Ludwigsburg führt:




    Blick zurück aufs Schloß:





    Danach erreicht man auch schon Gerlingen, wo es entweder per Stadtbahn oder Car2Go wieder zum Ausgangspunkt zurückgeht.


    Und zum Abschluß kann ich mir die skurrile und völlig überflüssige Information nicht verkneifen, daß die Solitudeallee direkt an Deutschlands größtem Getränkemarkt Heinrich 3000 vorbeiführt, der wiederum der Namenspate für die bayerische Band Django 3000 war - einer der Musiker stammt aus Kornwestheim.