Kurioses und Skurriles

  • Ganz so skurril ist mein Gebäude nicht, immerhin hat es auch etwas mit Waggons zu tun:




    Bei diesem Gebäude handelt es sich um die Nellinger Halle, die anstelle der dort vormals befindlichen Wagenhalle der legendären END-Überlandstraßenbahn errichtet wurde, der letzten Überlandstraßenbahn in Deutschland.


    Nach dem plötzlichen und umstrittenen Aus der Straßenbahn 1978 wurde tatsächlich die Entscheidung getroffen, die Veranstaltungshalle ab 1986 im Stile einer Straßenbahn-Wagenhalle zu errichten, inkl. eines Nachbaus des Zollingerdachs:




    Hier verliefen früher tatsächlich die Gleise:




    Ob dies die Halle in Nellingen zeigt (oder aber die Endhaltestelle in Denkendorf), weiß ich nicht, auf jeden Fall ähnelt die Dachform sehr:



    Wirklich praktikabel ist die extrem lange Halle nicht, aber mit der Bahnhofsuhr und dem Dach vermittelt sie schon irgendwie Bahnhofs-Atmosphäre.

  • Gar nicht mal so weit weg, in Flughafennähe, befinden sich diese beiden skurrilen Gebäude, in denen eine überzeugende Alternative zum nahen McDonald's geboten wird.


    Anbieter Nummer 1 setzt konsequent auf den guten Schutz seiner Gäste vor Wind und Wetter:




    Auch die Gestaltung im Detail überzeugt:



    Wer möchte sich nicht auf dieser Terrasse niederlassen?



    Die Döneria schräg gegenüber wirkt zunächst konventioneller gestaltet:



    Man setzt hier aber offensichtlich auf zwei Einnahmequellen, genauer gesagt ist die angedockte Autowaschanlage sogar wesentlich größer:




    Übrigens sieht das erste Gebäude nicht nur vorübergehend so aus, sondern seit mindestens 10 Jahren.

    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto

  • Mal ein Beispiel für eine skurrile Verbotskultur - und zwar wurde ein Rückhaltebecken zum Hochwasserschutz errichtet, mitsamt Damm. Inwiefern "weite Teile des Ortes regelmäßig unter Wasser standen", wie der Artikel behauptet, kann ich nicht nachvollziehen, da sich "weite Teile des Ortes" in Hanglage befinden und wohl eher durch eine Überlastung der Kanalisation dort einige Keller überflutet wurden.


    Aber eigentlich ist auch gar nicht der Rückhaltedamm skurril, sondern eher die Verbotsschilder. Hier der Damm in voller Schönheit:


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    Zum Wandern und Radfahren ideal:


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    Ich habe ja noch ein gewisses Verständnis, daß vor dem Damm eine gewisse Gefahr auftreten könnte (so nach 3 Monaten Nonstop-Wolkenbrüchen - dann wäre aber auch der Bauernhof überflutet):


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    Tatsächlich ist aber auch das Betreten der Wiesen hinter dem Damm verboten - und das, obwohl 90 % des Ortes mit seinen 5000 Einwohnern tiefer als das Verbotsschild liegen (seltsamerweise darf man dort aber weiterhin wohnen):


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    Des Rätsels Lösung:


    IMG_20190423_183404.jpg


    Sollte jemals der Damm überflutet werden, so würde das Wasser durch ein spezielles Bauwerk an genau dieser Stelle im Boden versickern, was sicherlich so unfaßbar gefährlich wäre, daß man auch in 200 Metern Entfernung dauerhaft davor warnen muß.


    Gut, für den Fall, daß es 2 Jahre lang ununterbrochen regnet, das gesamte Körschtal zu einem See wird und Spaziergänger auf die Idee kommen würden, auf dem Damm einen Spaziergang zu unternehmen, ohne die Überflutungen zu bemerken, ist man jetzt gewappnet. Mich stört eher, daß man den oben gezeigten Weg komplett ohne Verbotsschild vom Ort aus gehen kann - nicht auszudenken, welche Gefahren einem da drohen!

    sou perfeito porque / igualzinho a você / eu não presto