Kurzer Rundgang durch Metz

  • Im Folgenden möchte ich die Stadt Metz in Lothringen kurz vorstellen, die vielleicht in ihrer Funktion als Bezirksstadt des Bezirks Lothringen zu Zeiten von Elsaß-Lothringen bekannt ist.


    Ähnlich wie Straßburg war auch Metz eine Reichsstadt und entwickelte sich zu einer Art von "Stadtrepublik", vergleichbar mit den Stadtstaaten des früheren Italien. Auch Metz wurde - allerdings schon Mitte des 16. Jahrhunderts - von Frankreich annektiert, wobei die Zugehörigkeit zu Frankreich im Westfälischen Frieden endgültig bestätigt wurde. War Metz ursprünglich von Klostern geprägt, so wurde die Stadt durch die Franzosen später zu einer Festung und einem wichtigen Stützpunkt für die Angriffe auf deutsche Territorien ausgebaut, namentlich auch im Rahmen der damaligen Reunionspolitik.


    Im Gegensatz zu Straßburg war Metz aber immer überwiegend eine romanisch- bzw. französischsprachige Stadt, da die Sprachgrenze nördlich von Metz in einem schmalen Streifen entlang der heutigen Grenze zum Saarland verlief. Dies änderte sich erst ab 1871, als Metz massiv als deutsche Festung ausgebaut wurde und - nach dem Wegzug vieler Einheimischer - ein Zuzug an Beamten und Soldaten aus Deutschland einsetzte. Das Umland blieb aber weiterhin überwiegend französisch geprägt, Metz wurde zu einer überwiegend deutschen Sprachinsel (fast so ähnlich wie das heutige Brüssel).


    Nichtsdestoweniger wurde deutsch als Verwaltungssprache eingeführt, es gab auch deutsche Stadtpläne wie den hier angehängten Plan, den ich als Übersicht bereitstelle. Ähnlich wie Straßburg hat Metz die Kriege relativ gut überstanden und bietet eine sehr große und weitgehend sehr gut erhaltene Altstadt, auch ein typisch deutsches Gründerzeitviertel entstand ähnlich wie die Straßburger Neustadt.


    Allerdings begannen die Planungsarbeiten in Metz deutlich später, erreichten die Bauarbeiten in Straßburg schon 1895 bis 1905 ihren Höhepunkt, begannen sie in Metz erst nach der Jahrhundertwende im großen Maßstab und blieben auch aufgrund des Ersten Weltkriegs unvollendet, so daß im Wesentlichen nur der Bereich zwischen dem neuen Hauptbahnhof und der Altstadt bebaut wurde, südöstlich des alten Stadtzentrums gelegen.


    Vervollständigt wurde die Bebauung - in weiten Teilen nach deutscher Planung und gefördert durch Steuervergünstigungen - größtenteils bis 1939, mit einige Nachzüglern nach 1945.


    Informationen zum Deutschen Viertel gibt es z. B. hier, ich hatte auch die kleine Broschüre "Metz 1900-1939, un quartier impérial pour une Nouvelle Ville" erworben, die direkt vom "Großen Osten* :smile:" herausgegeben wurde, aber leider schon vergriffen ist.


    Ebenfalls interessant und sogar noch lieferbar ist "Metz - Tome II d'hier à aujourd'hui" mit Vergleichsfotos zum früheren Bauzustand - daraus ist ersichtlich, daß trotz des im großen und ganzen sehr attraktiven und gepflegten heutigen Erscheinungsbild doch eine Reihe von Stadtbildverlusten zu verzeichnen war. Deutschsprachige Stadtführer sind leider nicht verfügbar, wenn überhaupt, wird die Stadt offensichtlich gemeinsam mit Luxemburg und Lothringen abgehandelt.


    Und zuletzt noch ein kleiner Hinweis zu "Lothringen" - das "Lothringen" in "Elsaß-Lothringen" war zwar gar nicht mal so klein, stellte aber nur etwa ein Viertel des kompletten Lothringen dar, auch die schöne Stadt Nancy verblieb ja bei Frankreich. Der deutschsprachige Norden wurde aufgrund der kulturellen Prägung an Deutschland angeschlossen, der französischsprachige Süden wohl fast nur aus militärischen Gründen, da Metz eine bedeutende Festung war und künftig - auch durch Ausbau des Bahnhofs - dem deutschen Militär dienen sollte (umgekehrt verzichtete man daher z. B. auf Belfort und Ungebung trotz der Zugehörigkeit zum Elsaß, weil das Gebiet kaum zu verteidigen gewesen wäre).


    Auf dem Stadtplan sehen wir die Altstadt im Norden und die gründerzeitliche Neustadt am Bahnhof im Süden, die meisten Viertel sind dort nur schraffiert und somit nur geplant (Stand: 1905 - allerdings befanden sich da wohl sogar die regulär eingezeichneten Viertel im Bau).


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    *sehen wir es mal positiv - das Elsaß hat nicht nur Lothringen zurückbekommen, sondern noch viel mehr erhalten, siehe Grand Est :wink:

  • silesien interessanter Start für diese Galerie.. Gerade als ehemaliger Bewohner dieser Stadt während des Studiums habe ich alle Ecken dieser Metropole kennenlernen dürfen und tausende von Bildern gemacht die Jahre. Falls Interesse Euerseits besteht, kann ich diese hochladen und eine Galerie im Stile von Saarbrücken machen mit den verschiedenen Vierteln, aber auch den sehr idyllischen Dörfern um Metz herum!



    die kleine Broschüre "Metz 1900-1939, un quartier impérial pour une Nouvelle Ville"

    Gibt es auch in deutscher Sprache für diejenigen, die nicht so mächtig des Französischen sind :):


    Metz 1900-1939 (Allemand): Amazon.de: Pignon-Feller C.: Fremdsprachige Bücher


    Etgänzend gibt es auch einen Führer zu den klassizistischen Denkmälern der Stadt:


    Metz Xviie-Xviiie. Jahrhundert (Allemand): Amazon.de: Davrius Aurelien: Fremdsprachige Bücher


    Und denen des Mittelalters:


    Metz médiéval : Une république patricienne: Amazon.de: Pierre-Edouard Wagner: Fremdsprachige Bücher


    Über die Geschichte der Stadt ist dieses Buch sehr informativ:


    Histoire de Metz: Amazon.de: René Bour: Fremdsprachige Bücher


    Viele schöne historische Ansichten über Metz beinhaltet dieses Werk:


    Metz d'antan : A travers la carte postale ancienne: Amazon.de: Isabelle Flayeux, Fabrice Barbian, Roland Brach: Fremdsprachige Bücher


    Und ein schöner Band mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt auch in französisch, aber reich bebildert:


    Metz : Portrait d'une ville: Amazon.de: Suzanne Braun, Jacques Hampé: Fremdsprachige Bücher

  • Wir beginnen unseren kleinen Rundgang am Bahnhof, der von Jürgen Kröger ebenso wie die gleich gegenüber befindliche Hauptpost entworfen und 1908 fertiggestellt wurde, das Postamt wurde von 1908 bis 1911 errichtet.


    Der Bahnhof wirkt außerordentlich massiv und wurde auch für Truppenbewegungen großzügig ausgelegt.


    Kleiner Tip: Für das Bahnfahren empfiehlt sich der Erwerb des Saar-Lor-Lux-Tickets für derzeit 26 Euro (nur am Wochenende, für beliebig viele Fahrten mit Regionalbahnen, anderenfalls wäre das Fahren in Frankreich extrem teuer.


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    Das Postamt schräg gegenüber:


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    Der Platz ist halbkreisförmig, Blick auf die Fassaden, die dem Bahnhof gegenüberliegen - auf Google Earth ist zu sehen, daß im Inneren dieses Häuserblocks größere Abrißarbeiten stattfanden (auch ersichtlich am rechten Eckgebäude):


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    Und hier noch die Bebauung, die dem Postamt gegenüberliegt:


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    Von hier aus geht es weiter zu den ehemaligen Stadtbefestigungen, die ab 1900 abgetragen und ab 1903 weitgehend verfüllt wurden. Der Weg vom Bahnhof ist ziemlich kurz, wie auch das gründerzeitliche Viertel verglichen mit Straßburg sehr klein ist - schließlich begannen die Arbeiten im wesentlichen erst nach der Abtragung der Befestigungen.


    Anstelle des Wassergrabens entstand eine großzügige Verbindungsstraße, der Kaiser-Wilhelm-Ring (heute: Avenue Foch), die von der Mosel zu den Bahngleisen führt und sich hinter dem Friedrich-Karl-Platz (heute ein Kreisverkehr: Place Raymond Mondon) zu einer äußerst beeindruckenden Mischung aus Prachtstraße und Grünanlage erweitert.


    In der Nähe des Platzes der Tour Camoufle als verbliebener Rest der Befestigungen, unmittelbar vor dem Turm begann der Wassergraben:


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    Die Bebauung der Prachtstraße ist in Richtung Bahnhof sehr monumental und geschlossen:


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    In Richtung Altstadt hingegen aufgelockert mit viel Grün:


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    Die Grünanlage in der Mitte, mit Hinweisschild und Erläuterungen:


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  • Wir erreichen nun das westliche Ende der parkähnlichen Bebauung, wo sich heute ein Kreisverkehr befindet:


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    Ich glaube, dieses Gebäude war auch in der Metz-Galerie des Fachwerklieberhabers zu sehen:


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    In Richtung Mosel folgt dann die Prinz-Friedrich-Karl-Kaserne, die erhalten blieb (laut Wikipedia: ehemalige Bayern-Kaserne) und heute als Schule genutzt wird:


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    Der heutige Place du Roi George, der frühere Bahnhofsplatz (den erhaltenen ehemaligen Bahnhof habe ich aus unerfindlichen Gründen nicht fotografiert - er wurde 1878 errichtet und 1908 außer Betrieb genommen, ein Foto gibt es hier). Die Bebauung stammt aus der Zwischenkriegszeit, obwohl sie sich ziemlich nahtlos in die gründerzeitliche Architektur einfügt:


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    Hier werden die Unterschiede schon deutlicher:


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    Noch einige Impressionen aus dem Umfeld der beiden Bahnhöfe, wobei ich mir nicht sicher bin, wann diese Gebäude entstanden:


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  • Unmittelbar nördlich der Kaserne ist dann ein interessantes Tor zu sehen, das fast an einen kleinen Triumphbogen erinnert.


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    Dabei handelt es sich um die Porte Serpenoise, den letzten Rest eines ungefähr 30 Meter langen Tunnels, der durch die Befestigungsanlagen hindurchführte, die bis 1903 abgebaut wurden.


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    Hier mit einem der typischen Mettis-Busse, eine Art Straßenbahn auf Rädern, im Hintergrund die ehemalige Kaiser-Wilhelm-Kaserne:


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    Bei diesem Gebäude handelt es sich um das Arsenal, ursprünglich im Jahr 1859 als Lager für Waffen und Munition errichtet, auch später als Zeughaus genutzt und heute ein Veranstaltungsort für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen:


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    Dahinter kommt dann ein großer Platz, der bis zur Mosel reicht, bevor die Altstadt beginnt, auf dem alten Stadtplan als Esplanade (die Grünanlage) bzw. Kaiser-Wilhelm-Platz eingezeichnet.


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    Das Denkmal für Marschall Ney:


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    Blick Richtung Mosel:


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    Blick Richtung Innenstadt:


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    Und das Gebäude der Banque de France:


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  • Von hier aus geht es weiter in Richtung Altstadt, wo zunächst eine Bausünde unangenehm auffällt, die Galeries Lafayette von Metz:



    In Richtung Mosel kommt indes die sicherlich schönste Ecke der Altstadt. Zu sehen ist zunächst das Gebäude des Justipalasts, erbaut 1777 als Sitz des Gouverneurs:



    Von hier aus geht es parallel zur Mosel weiter und vorbei an der früheren Abtei Sankt Arnulf, im Stadtplan schon als Kriegsschule eingezeichnet:






    Hier befinden wir uns bereits in der Umgebung der Kathedrale St. Etienne:



    Städtebauliche Umgebung:




    Blick auf den langgezogenen Platz Richtung Kathedrale:


  • Anstatt gleich weiter zu Kathedrale zu gehen, soll erst einmal die Insel in der Mosel präsentiert werden, die Ile du Petit Saulcy, die im Wesentlichen Mitte des 18. Jahrhunderts gestaltet wurde.


    Eine wichtige Ausnahme gibt es indes, die Evangelische Stadtkirche, für die sich Kaiser Wilhelm persönlich einsetzte:



    Blick auf die Mosel:



    Und hier der Blick auf die prächtige Bebauung, mit dem Theaterplatz und dem Oper/Theater-Gebäude von 1752:





    Hier die Bebauung am zweiten Moselarm hinter der Insel:





    Noch weiter Richtung Norden ist bald der Turm der früheren Garnisonkirche zu sehen. Da sich der Stadtrat von Metz für den Abriß der Kirche entschied, wurde sie 1952 gesprengt, der Turm blieb jedoch aufgrund seiner prägenden Wirkung für das Stadtbild erhalten:



    Von hier aus wieder zurück zur Altstadt über die Brücken, wobei sich reizvolle Perspektiven ergeben:




    Blick zum Turm der Garnisonkirche:



    Und in der Gegenrichtung die Kathedrale:



  • Bei solchen Situationen kneiffe ich jeweils die Augen zu, damit ich das Bild verschwommen wahrnehme. Die Baumassenverteilung, Strukturierung der Fassaden und Aufteilung in Fassaden und Dächer nimmt man bei diesen Bauten somit positiv war, was bei weissen oder grauen Würfelbauten nicht der Fall wäre.

  • Mir gefällt diese postmoderne Wohnanlage. Sie liegt besonders malerisch am Wasser, man sieht sie noch schöner bei einer Schifffahrt über dem Moselarm, eine Brücke, die über das Seitenbecken geht und wirkt mit den Rundbögen im roten Gebäudeteil fast schon venezianisch! Für ein relativ neues Gebäude wirklich nicht schlecht: es stört nicht die Umgebung, und trotzdem hat es Alleinstellungsmerkmale.

  • Über die Brücke geht es nun direkt weiter zur Kathedrale St. Etienne:





    Hier mit der Garnisonkirche bzw. deren verbliebenem Turm im Hintergrund:



    Der Platz vor der Kathedrale - bereits weiter oben kurz gezeigt:



    Der Plan für die Gestaltung des Umfelds der Kathedrale wurde in seinen Grundzügen von Jacques-François Blondel entwickelt, aber ähnlich wie in Straßburg aufgrund der französischen Revolution nur teilweise umgesetzt (auch in Straßburg entstand ja im wesentlichen nur die Aubette).


    Das Gebäude des heutigen Marché Couvert (also ein Marktgebäude) wurde ursprünglich als Bischofssitz konzipiert, im teilweise fertiggestellten Zustand dann vom französischen Staat beschlagnahmt und nach einer angedachten Nutzung als Justizpalast schließlich als Marktgebäude fertiggestellt:




    Schräg hinter der Kathedrale befindet sich der Jakobsplatz, vielleicht nicht überall perfekt bebaut, aber mit den vielen Cafés und Restaurants sehr urban:



    Blick in Richtung Kathedrale:



    Ebenfalls sehenswert ist das Museum De La Cour D´Or:



    Und gleich hinter der Kathedrale befindet sich die Place d'Armes mit dem Rathaus und der früheren Hauptwache, heute Sitz der Touristeninformation:




    Das Rathaus selbst habe ich aus unerfindlichen Gründen nicht fotografiert, daher sei auf die Wikipedia verwiesen: Rathaus von Metz

  • Von hier aus geht es weiter nach Norden auf einen kleinen Hügel, den Heiligkreuzhügel mit der Kirche Ste. Ségolène:




    Nochmals obiges Museum aus einer anderen Perspektive:



    Der Blick vom Hügel auf die nordöstliche Innenstadt:



    Und die Kirche Ste. Ségolène, die während der deutschen Zeit komplett umgebaut wurde:



    Blick zurück auf den südlichen Teil der Innenstadt, der Höhenunterschied wird deutlich:



    Von hier aus geht es wieder zurück in die Innenstadt, zuerst an der Kathedrale vorbei:



    Und weiter über die Fußgängerzone:



    Hier gibt es auch neuere Bebauung hart an der Grenze zur Bausünde - die größte echte Bausünde der Innenstadt, das Einkaufszentrum Saint Jacques ist glücklicherweise ziemlich gut versteckt.



    Ansonsten ist die Fußgängerzone auch hier recht ansprechend:




    Abschließend noch ein kurzer Abstecher in den Nordosten der Innenstadt sowie in das Neubauviertel jenseits der Bahnlinie.

  • Hier erreichen wir praktisch wieder unseren Ausgangspunkt, an dem wir den Rundgang durch die Altstadt gestartet haben, den großen Platz südlich der Innenstadt:



    Von hier aus geht es jetzt wieder in Richtung Bahnhof, allerdings an der nördlichen Platzkante entlang in Richtung der der frisch sanierten katholischen Kirche St. Martin:




    Hier kommt zunächst noch ein schöner Platz:



    Danach dann ein recht unpassender Wohnblock, vermutlich errichtet auf dem Gelände der König-Ludwig-Kaserne (siehe Stadtplan):




    Hiermit haben wir schon fast wieder den Verlauf des Kaiser-Wilhelm-Rings ganz in Norden erreicht, der hier allerdings als Avenue Jean XXIII bezeichnet wird. Ein Highlight gibt es aber noch in Form des Priesterseminars mitsamt Kirche.


    Hier die Rückansicht:



    Und hier der Park mitsamt der 1907 von Ludwig Becker und Paul Tornow entworfenen neobarocken Kapelle:




  • Was ich leider nicht fotografiert habe, ist das Deutsche Tor, hier gibt es noch Reste des früheren Wassergrabens und der Stadtbefestigung. Wer es auf dem obigen Stadtplan sucht - es ist ziemlich genau in der Mitte auf der rechten Seite des Plans. Leider habe ich es aus Zeitgründen nicht mehr geschafft, es zu fotografieren, auch das historische Stadtviertel gleich daneben konnte ich nicht dokumentieren.


    Und zum Abschluß noch ein paar Fotos vom Neubauviertel jenseits der Bahnlinie. Hierzu geht es wieder Richtung Süden zum Wasserturm kurz vor dem Bahnhof - hier beginnt auch wieder die gründerzeitliche Bebauung:




    Hier kann man unter den Bahnanlagen hindurchgehen und gelangt zum Gelände des früheren Güterbahnhofs. Dort befindet sich heute das Centre Pompidou bzw. dessen Ableger:






    Das zugehörige Viertel ist so neu, daß es noch nicht bei Google Earth zu sehen ist:







    Damit ist diese Galerie beendet - Metz würde sicherlich eine umfassendere Dokumentation verdienen, aber leider läßt mich hier meine Hauptinformationsquelle, das Archi-Wiki im Stich :wink:

  • Ich finde, die Gründerzeitbauten haben alle einen gewissen regionalen Einschlag. Mit Berliner Häusern könnte man sie nicht verwechseln. Irgendwie gedrungener, eckenbetonter (nicht Straßen-, sondern Gebäudeecken), und die Dächer sind "mehr französisch". So jedenfalls mein erster Eindruck, den ich aber noch nicht durch längeres Vergleichen überprüft habe.