Warschau in alten Fotos

  • Anbei noch einige Vergleichsfotos mit Abbildungen des Vorkriegs-Warschau.


    Wir beginnen auch hier ganz im Süden des Königswegs mit der Aleje Ujazdowskie, damals wie heute Repräsentationsstraße und Ort von Militärparaden o. ä.:


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    Es fällt auf, daß die heutige Bebauung (ganz zu Anfang der Warschau-Fotos gezeigt) eine einheitlichere Höhe aufweist.


    Hier der Platz der drei Kreuze:


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    Kaum zu erkennen - die Neue Welt, die sich heute einheitlich präsentiert, war damals eine Mischung aus unterschiedlichsten Baustilen und Gebäudehöhen:


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    Etwas weiter im Norden - die Krakauer Vorstadt, die näher am historischen Vorbild aufgebaut wurde, allerdings auch hier mit reduziertem Fassadenschmuck:


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    Nochmals etwas weiter nördlich, rechts das Haus ohne Kanten, erbaut als Offiziers-Wohnhaus und später als Sitz von NS-Behörden genutzt und daher nicht zerstört:


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    Der heute so leere Pilsudski-Platz noch mit der Alexander-Newski-Kathedrale:


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    Der Sächsische Garten noch mit Originalbebauung, die ja möglicherweise doch rekonstruiert werden soll, nach dem Krieg wurde wohl aus Kostengründen, aber auch aufgrund des Bezugs zu Deutschland darauf verzichtet:


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  • Weiter in Richtung Altstadt, die Bebauung ging hier noch bis zum Schloß lückenlos weiter:


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    Das Königsschloss, ursprünglich war der Schloßplatz eine der am stärksten befahrenen Kreuzungen - erst mit dem Bau der Ost-West-Trasse wurde der Schloßplatz zu einer Fußgängerzone.


    Nebenbemerkung: Das erste Wiederaufbauprojekt in Warschau war Marienstadt und entstand gleichzeitig mit der Ost-West-Trasse, dabei handelt es sich um traditionelle Architektur, aber keine Rekonstruktion.


    Das Königsschloß:


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    Die Miodowa-Straße, unter der die Ost-West-Trasse wieder ans Tageslicht kommt, entsprechend wurde das Gebäude links der Verklärung-Christi-Kirche nicht rekonstruiert:


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    Der Krasinski-Palast am heutigen Obersten Gerichtshof:


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    Die Senatorska-Straße mit Blick zum Theaterplatz:


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    Und gleich eine Reihe von Aufnahmen zum Großen Theater:


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    Die gründerzeitliche Bebauung wurde nicht rekonstruiert, das ehemalige Rathaus stammt wie erwähnt von 1997, die St. Andreas-Kirche gleich daneben wurde aus Platzgründen verkürzt in etwa zur gleichen Zeit wiederhergestellt.


    Klassische Ansicht der Neustadt mit der Kasimirkirche:


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    Noch ein wenig gründerzeitliche Pracht etwas außerhalb: Marschallstraße und Napoleonplatz, heute südlich des Kulturpalasts:


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    Und die spannendste Aufnahme zum Schluß - Altstadt und Neustadt:


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    Hier sehen wir deutlich, daß der Wiederaufbau in weiten Teilen (genauso wie in Danzig und teilweise in Breslau) eine idealisierte Nachempfindung früherer Bauzustände war.


    Wir stellen unter anderem fest, daß die Stadtmauer inkl. Barbakane fast vollständig fehlt, daß die klassizistischen Palais - soweit überhaupt noch vorhanden - durch Wohnbebauung verdeckt wurden (man stellt auch fest, daß die Hyazinthkirche ziemlich chaotisch zugebaut wurde).


    Auch weichen die Gassen und Plätze in der Altstadt teilweise stark vom heutigen Zustand ab: die meisten Gassen sind breiter und gerader, die vormals platzartige Straße "Szeroki Dunaj" hingegen um einiges schmaler, speziell Richtung Weichsel und Neustadt wurde die Bebauung bereinigt und zugunsten des Stadtgrabens auch nicht mehr errichtet.