Auerbach in der Oberpfalz (Galerie)

  • Auerbach in der Oberpfalz ist eine Stadt am westlichen Rand des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, knapp 50 km nordöstlich von Nürnberg und hat etwa 9000 Einwohner.



    „In Auerbach wurde über Jahrhunderte Eisenerz abgebaut.
    Der Abbau wurde erst 1987 mit dem Konkurs der Maxhütte
    eingestellt. Als Zeugnis dieser langen Bergbaugeschichte
    steht heute die ehemalige Grubenanlage Maffei im Ortsteil
    Nitzlbuch als "Bergbaumuseum Maffeischächte" den Besuchern
    unserer Stadt offen.“
    Auerbach Sehenswürdigkeiten


    Unter dem Link finden sich noch einige weitere Sehenswürdigkeiten aus Auerbach und Umgebung, u. a. die Friedhofskirche St. Helena oder der Kanonier von Weidlwang. Eine der etwas bekannteren Tropfsteinhöhlen Bayerns ist die nahe Maximiliansgrotte.



    Das Wappen der Stadt gefällt mir ganz besonders:
    Wappen Auerbach

  • Oberer Marktplatz



    Westwärts mit Rathaus.



    Südseite


    Das ehemalige städtische Schulhaus mit etwas bambergisch anmutender Fassade:



    Pfarrkirche Sankt Johannes Baptist (war seinerzeit innen in Renovierung)




    Das frei inmitten des Straßenmarktes stehende Rathaus.



    Westseite

  • Unterer Marktplatz





    Die Nr. 33 und 34 (inkl. Kuh-Hinterteil) am Unteren Markt finden sich nebst einem ganzen weiteren Gebäude sogar noch auf der Denkmalliste.



    Das Eckgebäude mit der Marien-Apotheke hat man dagegen aus dem Denkmalschutz gestrichen.




  • Selbst in Auerbach gibt es offenbar keinen Auerbachs Keller mehr. Dieser einstmals im wahrscheinlichen Geburtshaus des Dr. Heinrich Stromer am Oberen Marktplatz befindliche Gasthof ist auch längst Vergangenheit. Eine Aufnahme dazu findet sich in diesem Artikel zum Doktor:
    http://www.weber-rudolf.de/stromer.htm


    Ansonsten ist mir nicht so ganz klar was an Auerbach südländisch wirken kann. Und Verschandelungen finde ich sieht man wie üblich an den beiden Marktplatzhälften schon genug. So richtig üble modernistische Schandtaten scheinen aber in der Oberpfalz abseits von Regensburg und Amberg noch nicht sonderlich zu grassieren.


    Im übrigen sieht man auf der fünften eingestellten Aufnahme am Treppenaufgang zur Kirche eine Büste, die den Doktor darstellt. Am linken Bildrand der selbigen Aufnahme befand sich in einem der Häuser mal Auerbachs Keller.

  • Mich würden da Jurahäuser in Verbindung mit der Juralandschaft ein wenig mehr an Süden erinnern, aber gut.


    Untere Vorstadt



    mit Spitalkirche


    Ein besonders interessantes Oberpfälzer Bürgerhaus mit Fachwerkgiebel und umlaufenden Balkon:





    Ein in gewisser Hinsicht origineller Balkonbewohner, wenn auch die Begeisterung bezüglich der Eignung solcher Tiere als hiesige Haustiere sich dann doch in Grenzen hält...


  • Spätabends war ich noch, anschließend an den kurzen Aufenthalt in Auerbach, im ausgedehnten Veldensteiner Forst unterwegs, wo es besonders urige Laute gab, bei denen ich bis heute nicht weiß, was es war (evtl. eine Eule???).


    Den Großen Lochstein, ein besonders eindrucksvolles Geotop, habe ich immerhin nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch gefunden:







    Schwieriger zu finden war dagegen bei langsam einbrechender Dunkelheit anschließend irgendwo bei der Hohen Tanne die Breitensteiner Bäuerin:


  • Kloster Michelfeld


    Die ehemalige Benediktinerabtei bei Auerbach, 1119 von Bischof Otto I. gegründet, wurde erst von Hussiten, dann von Kalvinisten und schließlich den Schweden verwüstet.


    Die heutige Klosteranlage mitsamt der Kirche entstand weitestgehend Ende des 17. Jahrhunderts neu (heute Regens Wagner).




    Seitlich des Portals Kaiser Heinrich II. und Gemahlin Kunigunde.



    Die Ausschmückung der Kirche erfolgte durch die Gebrüder Asam, eines ihrer Frühwerke, noch vor Weltenburg.



    Die Deckengemälde 1717/18 von Cosmas Damian Asam; Christus am Ölberg und die Auferstehung



    Der Hochaltar 1720/21 von Egid Quirin Asam. Die Scheinkuppel oberhalb mit den 7 Gaben des Heiligen Geistes um ein Lichtzentrum angeordnet. Sehr beachtlich auch der einen Zentralbau imitierende Tabernakel.



    Das Abendmahl stammt wieder vom Bruder Cosmas Damian.



    Im Abendmahlbild haben sich die beiden Asams mitsamt der Schwester selbst verewigt, hier Cosmas Damian.



  • Hohe Tanne


    Denken beim Auerbachs Keller wohl mehr an Leipzig als an eine Stadt in der Oberpfalz, so verbinden mit der Hohen Tanne wahrscheinlich auch mehr Rübezahl und Ronny als die längste Drahtseilbahn Deutschlands.


    „Nach erfolgter Genehmigung erstellte 1882/1883 der Auerbacher Baumeister Josef Schwemmer die Drahtseilbahn, die am 20. Juni 1883 ihren Betrieb aufnahm. Sie führte von der Zeche Leonie (Schacht I) zur Hohen Tanne. Hier wurde eine Dampfmaschine installiert, die den Antrieb über die immerhin 8,5 km lange Strecke besorgte.“
    Hohe Tanne

  • Michelfeld


    Zum Abschluss noch ein paar Aufnahmen vom Klosterbezirk.



    Die Befestigung der Klosteranlage ist gut erhalten. Hier der innere Torturm (Beckenturm).



    Der äußere Torturm könnte auch im Raum Ansbach stehen.