• Wir wollen diese schöne und bedeutende Stadt nicht mehr allein dem abgefallenen APH-Forum vorbehalten.


    Beginnen wir, anders als dort, "oben", bei der ehemaligen Styrapurch, heute Schloss Lamberg


    Hier eine Teilsansicht Steyrs, die die Einbettung der Burg ins Stadtgefüge zeigt:


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  • Durchgang Stadtpromenade - Berggasse:





    Eines der typischen charaktervollen Häuser - das erzsteyrersche Mesnerhaus:




    Jetzt haben wir die Stadtpfarrkirche erreicht, deren heutiger Zustand aufgrund unglücklicher Baugeschichte ihrer architektonischen Bedeutung nicht gerecht wird.


    Begeben wir uns mal gleich ins Innere, da sie eh sehr selten offen hat:


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    Hier sehen wir etwas ganz Wesentliches:


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    nämlich oben, die sog. Raute (das innere Karo, nicht das äußere Viereck, das gleichfalls sehr wichtig sein wird).

    Dieser Begriff ist heute politisch negativ konnotiert aber das hat uns hier nicht zu bekümmern.

    Hier liegt der Ursprüng einer architektonischen Entwicklung, die man Mostviertler Sondergotik nennt. Steyr liegt natürlich nicht im nö. Mostviertel, aber das spielt bei dieser Stadt, die ja auch nicht in jenem nach ihr benannten Land liegt, nun wirklich keine Rolle. Beispiele für diesen Stil sind in OÖ ja nun wirklich hauchdünn gesät, und dennoch liegt hier der Ursprung, der Ursprung eines neuen Stils. Man könnte an Arnold von Westfalen und den Meissner Stil denken, der trotz ungleich größerer Ausbreitung letztlich auch nur ein deutscher Provinzstil geblieben ist.


    Hier sieht man, dass die Rauten auf diese Stelle beschränkt geblieben sind:


    Stadtpfarrkirche_Steyr_-_Grundriss_2.png


    file:stadtpfarrkirche_steyr_-_grundriss_2.png

  • 800px-Steyrer_Stadtpfarrkirche_2.jpg


    Von Christoph Waghubinger (Lewenstein) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, File:Steyrer Stadtpfarrkirche 2.jpg - Wikimedia Commons


    natürlich war der barocke Turmhelm viel angemessener:


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    Von Johann Reiner (1825-1897) - europeana.eu, Gemeinfrei, File:Blick auf Steyr (1870).jpg - Wikimedia Commons


    Heutiges Umfeld:

    1280px-Oberoesterreich_Steyr_Stadtpfarrkirche_20061226_a.jpg


    von Christoph Aistleitner & Marion Schneider - Selbst fotografiert [hm... wer jetzt von beiden genau?]


    Man sieht an beiden Bildern, dass die Kirche eigentlich am Stadtrand lag.


    Dr. Wiki zur Bauschichte:


    Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt im 15. Jahrhundert und die dadurch rasch wachsende Gemeinde bewirkten einen vollständigen Neubau der bestehenden Stadtpfarrkirche St. Ägidius und Koloman. 1443 wurde der Wiener Dombaumeister Hans Puchsbaum mit dem Neubau der spätgotischen Kirche beauftragt, unter dessen Leitung der Rohbau des Chores fertiggestellt wurde. Nach dem Tode von Puchsbaum übernahm ab 1456 sein Nachfolger Laurenz Spenning die Einwölbung des Chores und den Einbau des Turms, der in dieser Form zunächst nicht vorgesehen war. Gegen den nach 1477 am Bau des Langhauses beteiligten Mert Kranschach wurde 1482 eine Anklage wegen Veruntreuung von Geldern erhoben und statt seiner die Weiterführung des Baus dem Vorsitzenden der Admonter Bauhütte, Wolfgang Tenk, übertragen, dem nach seinem Tode 1513 Hans Schwettichauer folgte.

    1522, im 79. Jahr nach dem Baubeginn des Chores (also nicht schon im Jahre 1479!), brannte, wie der Steyrer Chronist Valentin Preuenhueber schreibt, der noch nicht fertiggestellte und für die Wölbung vorbereitete Kirchenbau während des Stadtbrands von Steyr nieder. Ein im Stadtbad (Stadt-Baad) ausgebrochenes Feuer habe nicht nur die umliegenden Häuser zerstört, sondern sei durch „starken Wind“ auch zur Pfarrkirche getragen worden: Da gerieth dieses Feuer ins Holz und Gerüste, und verbrannte dadurch alles, das Dach in der Kirchen, die meisten Altäre, alte Epitaphia, Fenster und Gemählde; der sehr schöne und mit kunstreichen Wercken gezierte Predigt-Stuhl; Alle mit grossen Unkosten angeschaffte Glocken […]

    1630 erhielt der Westteil der Kirche ein Stichkappengewölbe, 1655 entstand das Kirchengestühl und 1688 schuf Carl Ritter von Reslfeld das Altarbild für den Hochaltar. Nach der Aufhebung des Stiftes Garsten übernahmen Linzer Diözesanpriester die Seelsorge.

    Adalbert Stifter förderte als Denkmalpfleger des Landes die neugotische Überarbeitung des Inneren. Die barocke Ausstattung wurde dabei weitgehend entfernt, um dem gotischen Charakter der Formensprache zu entsprechen. Nach dem Brand des Turmhelmes 1876 wurde nach Plänen des Wiener Dombaumeisters und dem Erbauer des Wiener Rathauses Friedrich von Schmidt der heutige neugotische Aufsatz 1889 aus Steinquadern ausgeführt.


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  • sog Laxenburger Fenster:


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    Quelle: wie die letzten Bilder


    Marienfenster:


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    ditto


    Lambergfenster:



    800px-Stadtpfarrkirche_Steyr_-_Lamberg%27sches_Votivfenster.png


    ditto

    Die ältesten Kunstwerke enthält das Laxenburger Fenster an der Südwand, rechts neben dem Hauptportal. Es ist eine Sammlung von Glasgemäldefragmenten vom Beginn der Gotik bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Die wertvollsten Stücke darin sind drei um 1300 entstandene Scheiben mit Darstellungen Herzog Leopolds, des auferstehenden Christus und Markgräfin Agnes. Die Gewandsäume zeigen bereits den frühgotischen schönlinigen Stil. Diese drei Scheiben stammen ursprünglich aus der Capella Speciosa in Klosterneuburg und gelangten nach deren Abbruch erst nach Laxenburg und schließlich nach Steyr. Die heutige Zusammenstellung stammt aus dem Jahr 1955.

    Eigener Wiki-Artikel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/laxenburger_fenster


    Das übernächste Fenster stammt teilweise aus der Renaissance (1523) und zeigt in der oberen Hälfte in einer zusammengehörigen Komposition Tod und Krönung Mariens. In der unteren Hälfte befinden sich ganzfigurige Darstellungen des Heiligen Berthold, der Heiligen Katharina, des Heiligen Johannes des Täufers und des Heiligen Wolfgang. Darunter zwei Scheiben mit Porträts einer Stifterfamilie („Wolfgang Püiller sein haüsfr. u. Kinder“) sowie rechts und links die Wappen des Landes Oberösterreich und der Stadt Steyr. Die Scheiben mit den Oberkörpern der Heiligen Katharina und Johannes des Täufers sind original aus dem frühen 16. Jahrhundert erhalten, ebenso die Stifterporträts. Der Rest sind Ergänzungen aus dem späten 19. Jahrhundert, ausgeführt von den Wiener Hofglasmalern Geylings Erben. Die heutige Zusammenstellung veranlasste 1889 Stadtpfarrer Johann Aichinger.


    Das älteste der neugotischen Fenster ist das 1891 eingesetzte Lambergfenster. Es ist eine Stiftung der Familie Lamberg und erinnert an die Ermordung Franz Philipp von Lambergs in Pest, während der ungarischen Revolution 1848.


    Kirchengestühl:




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    got. Sakramentshäuschen:


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    Das meiste an der Ausstattung ist jedoch neogotisch.


    zB Orgel:


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    ditto


    Hier hat natürlich der Bruckner drauf gespielt, auch der späte, zB bei einer Aufführung seiner Messe in d-moll.

  • No, das ist eine an sich neue Galerie, die natürlich Material aus der APH-

    Galerie verwendet.


    Jetzt verlassen wir vorübergehend die Altstadt:


    Hier, an der Promenade, sehen wir noch den Turm der Stadtpfarrkirche.

    Das Bild wird vom Werndl-Denkmal beherrscht.


    P3060135 by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    Hier die andere Seite - plötzlich eine moderne Stadt:


    Bildergebnis für steyr schloss vogelsang


    Dieser Industrielle ließ sich unweit diese Villa, das sogenannte Schloss Vogelsang errichten:


    P3060136_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr


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    Von Christoph Waghubinger (Lewenstein) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, File:Blick vom Tabor auf Schloss Vogelsang - 16-07-2015.jpg - Wikimedia Commons


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    ditto

    1280px-Preuenhueberstrasse_in_Steyr_24-09-2014.jpg

    ditto


    Bildergebnis für steyr schloss vogelsang





    Steyr verfügt über erstaunlich viele Denkmäler außerhalb der Altstadt. Eines davon ist das neben dem Park von Schl. Voglsang gelegene Schloss Engelseck:


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    Von Christoph Waghubinger (Lewenstein) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, File:Schloss Engelseck.jpg - Wikimedia Commons


    P3060108 by alexanderfranzlechner, auf Flickr


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    item ein echter Lewenstein


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    P3060109_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr

  • Noch mehr entzückt mich der Quenghof:


    P3060113_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    P3060115_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    viel Vorblendung gemäß dem Motto: mehr Schein als Sein!


    P3060114_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    ihm vorgelagert ist eine qualitätsvolle Nepomukkapelle:


    P3060112 by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    P3060118 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

    Auch der Hinterteil ist originell:


    P3060117 by alexanderfranzlechner, auf Flickr


    P3060116 by alexanderfranzlechner, auf Flickr

    Das wär's einmal fürs Erste, denn ehe wir uns einer Hauptsehenswürdigkeit der Stadt nähern, sollten wir ein wenig durchatmen.

  • Bildergebnis für steyr christkindl




    Ähnliches Foto


    Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Rnagler in der Wikipedia auf Deutsch - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0 de, File:Wallfahrtskirche Christkindl.jpg - Wikimedia Commons


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    picture obelix


    Wachsfigur im Hochaltar:


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    Von Gerhard Anzinger - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, File:Steyr Christkindl.jpg - Wikimedia Commons


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    Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Rnagler in der Wikipedia auf Deutsch - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0 de, File:Christkindl Altar.JPG - Wikimedia Commons


    Steyr Wallfahrtskirche Christkindl Innen Chor.JPGzairon


    Die Wallfahrtskirche Christkindl in Steyr (Stadtteil Christkindl) ist eine 1702 begonnene und erstmals 1709 geweihte barocke Basilika. Es handelt sich um einen Rundbau mit vier Apsiden und zwei Fassadentürmen. Benannt ist die Kirche nach einer Wachsfigur des Jesuskindes (Christkindls) im Hochaltar. Die Pläne stammen von Carlo Antonio Carlone, der sich am römischen Pantheon orientierte. Der offizielle Name ist Wallfahrtskirche Zum göttlichen Christuskind, örtlich auch Zum Christkindl unterm Himmel.


    Als um 1696 der an Fallsucht leidende Steyrer Stadtmusikmeister Ferdinand Sertl durch seine Bittandachten vor einer kleinen aus Wachs geformten Christkindfigur, die er in einem Wäldchen bei Unterhimmel in die Höhlung einer Fichte gestellt hatte, geheilt wurde, pilgerten in den nächsten Jahren viele Leute dorthin.

    Abt Anselm I. von Garsten ließ hier vorerst eine Einsiedelei errichten. Der wachsende Zulauf des Volkes aber veranlasste ihn, 1702 nach Plänen des Baumeisters Giovanni Battista Carlone den Bau einer Kirche in Angriff zu nehmen. Sie wurde 1703 bis zum Gewölbeansatz fertig gestellt. Erst in diesem Jahre ersuchte Anselm das bischöfliche Ordinariat zu Passau um die Baubewilligung. Entrüstet über das eigenmächtige Vorgehen des Abtes, verfügte Bischof Josef Dominik Graf von Lamberg die sofortige Einstellung der Bauarbeiten. Nach fünf Jahren, am 16. April 1708, langte von Passau endlich die Erlaubnis zur Weiterführung des Kirchenbaues ein, die nun dem Baumeister Jakob Prandtauer übertragen wurde.

    Im Rahmen einer großen kirchlichen Feier am 29. September 1709 konnte der Garstner Abt die Benediktion des im großen und ganzen vollendeten Gotteshauses vornehmen. Um 1880 wurden die Fassadentürme Prandtauers nach Plänen des Linzer Dombaumeisters Otto Schimmer erhöht.

    Das der Kirche Santa Maria Rotonda (Pantheon) in Rom ähnliche Gotteshaus ist mit seinem Rundbau und den vier Apsiden ein im süddeutschen Barock isoliert stehendes Bauwerk. Man hatte es so erbaut, dass Fichtenstamm und Gnadenbild auf dem ursprünglichen Platz verbleiben konnten. Diese Fichte bildet das Kernstück des um 1720 jedenfalls von Leonhard Sattler aus St. Florian gestalteten Hochaltares. Eine in Kupfer getriebene, vergoldete Weltkugel, die der Kupferschmied Josef Hieber um 1760 anfertigte, bildet den Tabernakel.

    Das Kuppelfresko, darstellend die Himmelfahrt Mariens und das in satten Farben gehaltene, figurenreiche Weihnachtsbild am linken Seitenaltar malte der Garstner Hofmaler Karl von Restfeld. Das Gemälde am rechten Seitenaltar, eine Kreuzigung von Karl Loth, stammt aus dem Kloster Tegernsee in Bayern. Die mächtigen Altarrahmen schnitzte der Laienbruder Marian Rittinger in Garsten.

    (Dr. Josef Ofner)


    Bildergebnis für steyr christlkindl



    Bildergebnis für steyr christlkindl



    Bildergebnis für steyr christlkindl


    Ähnliches Foto



    Unter der Kirche am Steyrfluss dieses Idyll:


    Ähnliches Foto

  • Christkindl von der Stadtmitte aus, stark zuwizaht.

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    und noch einmal in situ:


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    Nun zurück zur Umgebung der Stadtpfarrkirche, da da draußen nix mehr zu holen ist-


    Das älteste Bruckner-Denkmal der Welt:



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    Pfarrhof, vom dem wir bereits die Gedenktafel kennen (links Magarethenkapelle mit gotischem Türmchen (Replik v. 1905):

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  • Es gibt viele Möglichkeiten, von der Kirche bzw der Berggasse hinunter, also zum Markt oder in seine Verlängerungsstraßen zu gelangen, und alle sind sie sehr malerisch.

    Am meisten bietet sich natürlich die Pfarrgasse an. Sie ist durchgehend mit wertvollen Bürgerhäusern bebaut und ist die einzige größere Querverbindungsgasse der gesamten Altstadt, ansonsten bestehen die Durchgänge nur aus sog. Stiegen oder Hofpassagen. Hier leider ein Hausschild mit abstoßender Aufschrift:

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    Mündung der Pfarrgasse:

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  • jetzt hamma den Marktplatz erreicht. Die alte APH-Galerie bietet - schon allein aus meinen Beiträgen - eine ungeordnete Vielzahl an Bildern. Wir wollen versuchen, hier etwas Struktur reinzubringen.


    Der Steyrer Stadtplatz ist das Stadtzentrum von Steyr und eines der besterhaltenen Altstadtensembles im deutschsprachigen Raum. Er ist im Norden durch die Enge (Gasse) und im Süden durch die Pfarrgasse und den Grünmarkt begrenzt.

    Soviel die kluge Wikipedia. Der Grünmarkt ist indes keine "Begrenzung", sondern nur ein Platzabschnitt nach der breitesten Stelle, der sich nach Süden zu allmählich verengt (im Bild unten). Dagegen mündet die Enge Gasse (oder nur trefflich "Enge") im Norden reichlich jäh:


    Ähnliches Foto


    Der Platz geht auf die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück, als zwei ältere Siedlungskerne um die Stirapurc und die Stadtpfarrkirche verschmolzen. Die Linsenform ergab sich wohl aus einem ehemaligen Straßenverlauf und den Geländegegebenheiten. Er ist bis heute mittelalterlich parzelliert und nicht bloß die Kerne vieler Häuser sind gotisch.



    Gesamtansichten bzw Teilansichten nach Nordost


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    In etwa der gleiche Blick, nur etwa 140 Jahre früher.

    Steyrer_Stadtplatz_um_1875.pngDas Sparkassengebäude, "das Platzbild präpotent mitbeherrschend" (Franz Eppel, Die Eisenwurzen 1965), ist noch nicht errichtet. Rechts vorne ist der 1880 abgebrochene Dominikanerbrunnen zu sehen.

    Man muss jedoch zugestehen, dass es sich weit besser einfügt als es derartige Bauten in der Regel tun.


    Bildergebnis für steyr stadtplatz

    Hier der recht berühmte Blick vom Kirchturm:


    Bildergebnis für steyr stadtplatz



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  • jetzt kommt natürlich die Gegenseite bzw der Gegenblick:


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    Bildergebnis für steyr hauptplatz



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    P6300270_ShiftN by alexanderfranzlechner, auf Flickr



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    Diese Richtung wird natürlich häufiger photographiert, schon allein wegen des Bummerlhauses:


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    Hier lassen sich natürlich super Bilder machen, auf denen die architekonische Bedeutung dieser Stadt voll zur Geltung kommt, Bilder, ein Motiv, das mit Rothenburger und Dinkelsbühler Motiven mithalten kann:



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    Diese Richtung ist auch etwas vielfältiger in der Motivauswahl, da die Kirchtürme als Blickfänge besser zur Geltung kommen:


    Bildergebnis für steyr hauptplatz


    Ähnliches Foto


    mit neobarockem Bezirksgericht:

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  • Ostseite (mit Rathaus):


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    Rathaus:

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    Über dem Altan der Steyrer (heute auch Steirische oder Steiermärkische) Panther mit seinen, für derartige wilde Raubtiere charakteristischen Hörnern:

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  • Der Quenghof ist ja fantastisch! Ich hab in einer kurzen Internetrecherche nur herausgefunden, dass es ein Meierhof im Besitz des Grafen Lamberg war, gibt's irgendwo noch weitere Informationen dazu? Ein landwirtschaftliches Gut mit einer solch prachtvollen Fassade hab ich noch nie gesehen... wirklich beeindruckend!


    Ansonsten scheint Steyr ja eine absolute Perle zu sein, ich hab's leider noch nie gesehen... danke für dir vielen schönen Fotos und die Beschreibungen!

  • In Steyr war ich vor ziemlich genau 7 Jahren auf der Rückfahrt von meinem Urlaub in Graz - ich glaube, ich bin extra wegen (vermutlich) Deiner damaligen APH-Galerie dort vorbeigefahren und war auch sehr angetan.


    Einige Fotos könnte ich auch noch nachreichen (allerdings damals noch mit Kompaktkamera fotografiert), aber ich will mich hier jetzt nicht hineindrängen. Vielleicht hänge ich ans Ende noch ein paar Fotos an ...

  • Grünmarkt:

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    man beachte Jugendstilornamentik rechts:

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    Bummerlhausseite:

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    Neobiedermeier:

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    Wo ist das Bummerlhaus?

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    Da:

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    Weiter zur "präpotenten" Sparkassa (ganz rechts):

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    eine der vielen sogenannten "Stiegen", hier die rechts vom Bummerlhaus:

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    Mit "Bummerl" ist der kleine güldene Löwe gemeint:

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    Gotik versus Barock:

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    Fassadenreichtum nördl vom Bummerlhaus:

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    Das ganze Ensemble:

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    Rathausseite:

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    mit neobarockem Bezirksgericht:

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    Durchgang zum Ennskai, neben Enge-Stadtplatz-Grünmarkt und Berggasse die dritte Nord-Süd-Achse der Altstadt:

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    Nördl. Übergang des Platzes in die "Enge", man beachte die im wahrsten Sinne "weitsichtige" Positionierung der Michaeliskirche, die so in der gesamten Zentralachse, vom Neutor an, beherrschend wirkt:

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    Links Teil der Sparkasse, rechts Sternhaus, links daneben leidliche Anpassungsarchitektur nach 1945, zweifellos, überhaupt im Zusammenwirken mit unweiten Sparkassa die Schwachstelle des Platzes:

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    Kleiderbauerhaus= Kriegsverlust.

    Vorgängerbau:

    Ähnliches Foto


    Wiederaufbauzeit:

    Ähnliches Foto


    wird fortgesetzt.

  • Einige weitere Details bzw Restbestände des Hauptplatzes:

    Sternhaus:

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    vis à vis das nicht minder prächtige Schönthanhaus:

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    Das haben wir schon so ähnlich gehabt, und nicht nur einmal, allerdings hier mit der ganzen Platzbreite und der Dominikanerkirche links hinten:

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    Stilgemisch mit Rathaus und Dominikanerkirche:

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    Ein bisher nicht gezeigter Winkel des facettenreichen Platzes:

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    Vom letzten Standort nach links anschließend - bereits bekannte Gefilde:

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    Der nach Süden unmittelbar anschiließende Grünmarkt (ungefähr vis à vis der Dominikanerkirche):

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    Und zum ausklang noch zweimal die Westseite (hier ist das Bummerlhaus nicht zu sehen - oder doch?):

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