Neuhaus / Jindřichův Hradec (Galerie)

  • Jindřichův Hradec (Neuhaus)


    Die Stadt zählt zwar zu den MPR (Denkmalstädten), wird aber in erster Linie mit ihrem Schloss in Zusammenhang gebracht. Die Altstadt sollte indes keineswegs unterschätzt werden.


    1. Lage


    südböhmischer geht's nicht mehr.


    voran ein paar fremde Luftbilder:


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    Verglichen mit anderen pompös erweiterten Bezirks- oder Kreisstädten hat Neuhaus sein altes Ambiente sehr gut wahren können (das hier ist Strakonitz):

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    Photos UC 2013 außer den beiden letzten Interpress Verlag Praha ca 1975

  • Anders als in vergleichbaren Städten der näheren und weiteren Umgebung der Fall kommt dem Ringplatz in Neuhaus nicht jene überragende, quasi identitätsstiftende Bedeutung zu. Er ist zwar groß, aber nicht besonders, und dazu in seinem Nordostteil für Kolonistenstädte atypisch unregelmäßig. Letzteres trifft eigentlich auf die gesamte Altstadt zu, die gewachsen und nicht gegründet wirkt.

    Vom Nordostteil führt die Johannesgasse (man beachte die noch aus gotischer Zeit stammenden Giebelformen, die ganz NÖisch anmuten) zur gleichnamigen Kirche (erste 3 Bilder, von dort verläuft eine Straße (4-5, auf dem 5. Bild ergibt sich ein nicht zwingend, aber im konkreten Falle recht hübsches Phänomen, das mit der Verböhmisierung des altehrwürdigen deutschen Ortsnamens Arbesau mittels zweier klug gesetzter Hatscheks umschrieben werden kann in Richtung NW zur Herrengasse, welche die Hauptachse der Altstadt bildet (6+7) und den Altstädter mit dem Neustädter Ring (Bild 8) verbindet.

    3. Nordöstliche Altstadt (mit Ařbešau)


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  • 4. jüdisches Viertel


    Es ist kein eigentliches, abgesondertes Ghetto, sondern in die Altstadt integriert. Das ist in den Böhmischen Ländern kein Einzelfall. Aber anders als etwa im darin vergleichbaren Leipnik, ist das Viertel als solches wahrnehmbar, unterscheidet sich deutlich vom Rest der Altstadt.









  • 5. westliche Altstadt


    Hier handelt es sich um den vielleicht bedeutendsten Altstadtteil mit wertvollen Sakral- und Bürgerbauten. Er umfasst den Bereich zwischen Herrengasse, Ghetto, Linzer Tor und westlichem Ringplatz und wird von der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt beherrscht. Da mir der Akku ausgegangen war, müssen wir eine neuerliche Stadtbegehung abwarten, um hier Bilder zeigen zu können.


    Jetzt ist es soweit- hier einige nachweihnachtliche Bilder:


    Zuerst noch Schtetel-Atmosphäre:



    Sodann ein Blick aus dem Ghetto zum wegweisenden Zeigefinger des wahrhaftigen Glaubens:



    Nach dem II. Vaticanum wäre ein derartiger architektonischer Missionierungsversuch höchst fragwürdig!


    Nach dem Überschreiten des 15. Meridians sind wir fest auf christlichem Boden:



    Ehem Jesuitemkolleg und Kirche. Hier die Kirche von der anderen Seite:



    Es handelt sich um für den altösterreichischen Raum ganz typisches Werk des Manierismus. Auch zu Wien, namentlich in der Singerstraße, gab es bis zum Wüten des Maurersepps, einen ganz ähnlichen Bau:


    Bildergebnis für Wien Singerstra0e Nikolaikloster

  • Vis-à-vis die Hauptkirche, die Maria Himmelfahrtskirche, von der wir hier eine Innenansticht beisteuern:


    Sodann begeben wir uns ganz gen Westen,



    wo sich ein kleiner Platz auftut, der ein sehr charaktervolles Ensemble darstellt:



    Auf obigem Bild hätten wir alles beisammen: Landfras-Haus (links), Museum mit LInzertor und Jesitenkolle (rechts).

    Hier die Gegenrichtung dieses schönen Platzes (Balbinovovo nám.):


  • Zurück am Kirchplatz



    Potemkin'sche Häuser oder Denkmalschutz in der CSSR. Bei aller Kritik- soviel Stadtbildbewusstsein würde man sich in der BRD of wünschen. Immerhin wurde hier nicht blindwütig alles abgerissen.


    Gegenüber die Fleischerbänke, die den Raum zwischen Ring und Kirchplatz ausfüllen:



    Dieser Blick in Gegenrichtung zeigt den kommunistischen Verfall. Von der westlichen Zeile der Comenius-Straße bleiben nur die oben gezeigten zwei Fassaden, der Rest wurde im damaligen Stil neu erbaut. Man muss fairerweise dazu sagen, dass anderswo schlimmere Dinge gibt.



    Jetzt sind wir wieder am Ring angelangt und blicken auf die schönen Barockhäuser der Südwestecke:

  • 6. Schloss



    Von der Hauptattraktion der Stadt hab ich natürlich schon ein bisschen was auf Lager. Hier kann man leicht einen halben Tag verbringen, da drei verschiedene Trassen angeboten werden. Die Erbauungszeit reicht von der Romanik (Turm) über Gotik (Heinrichstrakt) und Renaissance (Adamstrakt) bis zum Manierismus (Rondell mit herrlichen Stukkaturen). Man beachte auch den schönen Brunnen. Das erste Bild stammt von 1984 (in Landshut hätte man diesen Schandfleck wohl schon längsst beseitigt), das zweite (Interpress Verlag) ist etwa 10 Jahre älter, hier ist das Rondell zu sehen.



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    Neues Bild:



    Bildergebnis für jindrichuv hradec  zamek


    Luftbild:


    Bildergebnis für jindrichuv hradec  zamek


    Das Schloss im Stadtverband:


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