Hechingen - kurzer Rundgang

  • Im folgenden möchte ich einige Fotos der ehemaligen Residenz der Fürsten von Hohenzollern präsentieren, die ungefähr 35 km südlich von Tübingen liegt und von dort auch problemlos mit dem Zug erreichbar ist. Erst mein zweiter Besuch war "erfolgreich", beim ersten Mal zog pünktlich zu meiner Ankunft am Bahnhof ein schweres Gewitter auf ...


    Infos gibt es wie immer bei der Wikipedia, dort habe ich auch diese historische Luftaufnahme gefunden: Hechingen um 1900


    Die annähernd quadratische Altstadt liegt an einem Hang, auf dem verlinkten Foto erkennen wir zwei Plätze, einmal den langgestreckten Kirchplatz, der dann in den Marktplatz übergeht und am leider nicht mehr historischen Rathaus endet (Mitte der Altstadt) und einmal den repräsentativen Schloßplatz ganz oben im Bild. An den Kirchplatz schließt sich dann der Obertorplatz im Süden an, an den dann eine recht attraktive Parkanlage grenzt.


    Kurz hinter dem Bahnhof ergibt sich dieser Blick auf die nahe Burg Hohenzollern:


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    Weiter geht es durch teilweise ganz nette Straßen (Blick auf das Rathaus und katholische Stiftskirche im Hintergrund):



    Und an teilweise unsanierten Gebäuden vorbei:




    Zum Beginn der Altstadt, die gar nicht ohne weiteres zugänglich war :smile:



  • Mit einem kleinen Umweg geht es dann doch noch den Altstadtberg hinauf und vorbei am letzten verbliebenen Stadttor von 1579:


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    Gleich dahinter kommt schon der Schloßplatz, der seinem Namen alle Ehre macht - mit dem Neuen Schloß (siehe auch hier) auf der einen Seite:


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    Und gleich gegenüber dem Alten Schloß:


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    Hier der Blick vom Schloßplatz Richtung Altstadt und Rathaus:


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    Von hier aus geht es weiter in Richtung der Stiftskirche mit dem eingerüsteten Turm, die ja schon den oberen Abschluß der Altstadt markiert:


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    Blick zurück zum Schloßplatz:


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    Überraschenderweise gab es hier in eigentlich guter Lage nicht nur Leerstand, sondern auch Baubrachen:


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    Blick zur Hofkonditorei, die direkt neben der Stiftskirche steht:


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  • Hier einige Eindrücke der Umgebung der Kirche:


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    Blick zum Rathaus über den Kirchplatz:


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    Von hier aus geht es weiter nach Süden in Richtung des Parks. Hier der Blick zurück zur Kirche:


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    Wir erreichen jetzt den Bereich des Fürstengartens, der unter Fürst Josef Friedrich Wilhelm ab 1786 anstelle eines früheren Gartens in der Unterstadt in mehreren Bauphasen angelegt wurde. Die Bebauung in der Umgebung ist teilweise klassizistisch, daneben gibt es aber ziemlich viel "ganz normale" Nachkriegsbebauung.


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    Die Evangelische Kirche:


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  • Gleich zu Anfang des Parks befindet sich die Villa Eugenia, benannt nach Eugénie de Beauharnais, der Gattin von Konstantin von Hohenzollern-Hechingen, die ein erhebliches Vermögen mitbrachte und dieses nicht nur für Kultur und Wohltätigkeit, aber auch eben für den Ausbau des Parks und repräsentative Bauten nutzte.


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    Etwas außerhalb des Parks ist ihr diese Büste gewidmet (beim Gebäude handelt es sich um ein früheres Kinderheim, heute um das Amtsgericht):


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    Beispiele für Bebauung in der Umgebung des Parks (zu sehen ist das Landgericht von 1872):


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    Leider nicht flächendeckend in diesem Stil, es dominiert übliche Wohnbebauung (Blick auf die Burg im Hintergrund):


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  • Von hier aus geht es wieder zurück zur Altstadt. Vorbei am Park mit dem Billardhäuschen ...



    ... erreichen wir recht schnell wieder die Altstadt. Diesmal geht es allerdings direkt zum Rathaus:



    Das Rathaus ist ein Neubau aus den 50er Jahren von Paul Schmitthenner, offensichtlich war der Vorgängerbau bei der Errichtung von Luftschutzbunkern ungewollt stark beschädigt worden:



    Der Blick zurück in Richtung Stiftskirche:



    Und nach unten zum Stadttor, das bereits zu Anfang gezeigt wurde:



    Der Osten der Altstadt präsentiert sich eher schlicht und teilweise ziemlich übersaniert - mir war nicht klar, welche Gebäude jetzt tatsächlich alt oder neu waren ...




    Gleichzeitig gibt es auch hier Brachen:




    Alles in allem fand ich die Altstadt eher etwas enttäuschend, mit der schönen Lage und dem Park ist Hechingen aber natürlich dennoch einen Abstecher wert. Die Synagoge habe ich leider übersehen, daher noch als Nachtrag der Link zur Wikipedia.

  • Stimmt, die wurde auf der Tourismus-Website von Hechingen auch genannt bzw. im Stadtführer erwähnt (den hänge ich einfach mal an, da wir ja kein öffentliches Forum sind).


    Hätte ich mich besser vorbereitet, dann hätte ich die Kapelle sicherlich auch fotografiert, sie wäre ja gleich am Bahnhof gewesen.