Innsbruck - einige Impressionen

  • Innsbruck hat eine kleine, aber sehr sehenswerte Altstadt, auch die südlich daran angrenzende Fußgängerzone ist durchaus gelungen. Im Umfeld gibt es eine seltsame Mischung aus erhaltenen, meist schönen (wenngleich mitunter etwas heruntergekommenen) Gebäuden und teilweise wirklich gruseligen Bausünden - die meisten Vororte und insbesondere die Viertel östlich des Bahnhofs sind dann aber eher unschön. Bahnhof und Bahnhofsplatz sind indes wie in Salzburg bemerkenswert häßlich.


    Zur Einstimmung mal eine Sammlung der unschönsten Kontraste - danach kann es nur besser werden :smile:


    Eher harmlos: Der Bozner Platz westlich des Hauptbahnhofs, mit folgendem Betonklotz auf der einen Seite:



    Und diesem Bankgebäude auf der andere Seite:



    Unmittelbar südlich davon dann auf der einen Seite durchwegs erhaltene Bauten, auf der anderen Seite hingegen ein bemerkenswert unpassender Betonklotz, der fast das ganze Viertel Richtung Bahnhof einnimmt:




    Im Erdgeschoß soll ein Wiener Café eröffnet werden, das Umfeld ist allerdings nicht so wirklich gemütlich:




  • Noch wesentlich kontrastreicher präsentiert sich die Querverbindung Salurner Straße - Maximilianstraße (also vom Hauptbahnhof nach Westen zur Triumphpforte:


    Die Pforte von Süden, danach beginnt die Maria-Theresien-Straße mit der Fußgängerzone:



    Die übrigens recht schön ist:



    Jetzt aber die Kontraste:


    Das Casino Innsbruck gleich daneben:





    In der Gegenrichtung sieht es zunächst vielversprechend aus:



    Wenngleich auch hier nicht alles wirklich überzeugt:



  • Ungünstigerweise hat man zwischen die (vermutlich) ehemalige Hauptpost und die Herz-Jesu-Kirche das Landesgericht gebaut:





    Während die südliche Bebauung der Maximilianstraße überwiegend recht ansprechend wirkt ...



    ...gibt es auch dort einige krasse Kontraste:




    Weiter östlich dann die Neubauten der Universität und nördlich des Inns drei große Wohnblöcke - eigentlich keine Kontraste mehr (denn dort ist die Bebauung generell häßlich :smile:), aber auch nicht unbedingt innenstadttauglich:


    Die Universität (oder ein Teil davon):



    Die Wohnblöcke:




    Und zum Abschluß noch ein Kontrast in der Fußgängerzone: Der Neubau des Kaufhaus Tyrol von Chipperfield:





    Die ehemaligen Fassaden standen zwar wohl unter Ensembleschutz, dieser wurde aber aufgehoben (wobei ich den vorherigen Nachkriegs-Bauzustand eher noch häßlicher finde, siehe z. B. hier).


    Das soll es aber mit den abschreckenden Fotos als Auftakt auch gewesen sein.

  • Das hier ist die Jesuitenkirche, außerhalb der Altstadt.

    Sichtweite des Doms stimmt daher nur bedingt.

    Allerdings war ich noch nie in Innsbruck und kann die städtbauliche Lage nicht ganz abschätzen.

    Das ist unmittelbar gegenüber der Hofburg und direkt neben dem Landestheater - ein wirklich häßlicher schwarzer Würfel, den man da sehr altstadtnah gebaut hat (fotografiert habe ich ihn nicht, weil ich nur meine Festbrennweite dabei hatte). Aber die Gebäude der SoWi-Holding gleich hinter dem Landestheater sind ebenso häßlich und haben meine Freude an Innsbruck ähnlich wie die obigen Bausünden schon deutlich beeinträchtigt.


    Aber wieso warst Du noch nicht in der ehemals oberösterreichischen Kapitale?