Beiträge von Löbenichter

    Ein historisches Altstadtgebäude in Rheinfelden (Fröschweid 9), welches jahrzehntelang verfiel, wurde nun vorbildlich saniert und erstrahlt in neuem Glanz.


    Zitat

    "Das Haus war ein Schandfleck, das kann man sagen", sagt Tina Feldmann. Sie spricht von der Liegenschaft an der Fröschweid 9. Während vieler Jahrzehnte wurde an diesem historischen Gebäude, das den Namen "zum Wolfangel" trägt, kaum etwas gemacht. Entsprechend baufällig präsentierte sich das Haus.


    Aus dem Schandfleck ist ein Schmuckstück geworden

    Anfang der 60er Jahre wäre der wunderbare Gare d'Orsay den Modernisten rund um Le Corbusier zum Opfer gefallen. Hier zum Nachlesen:


    Zitat

    Dieses Bauwerk „an einem der sensibelsten und am besten erhaltenen Punkte der Stadt“ zu zerstören, sei ein „urbanistisches Verbrechen“, nur dem Interesse von Immobilienspekulanten geschuldet. Auch verwies er auf viele enttäuschende moderne Neubauten in Paris, die nicht konkurrieren könnten mit der „bewundernswürdigen Philharmonie in Berlin von Scharoun“.


    Das zweite Leben eines Bahnhofs

    Im Karlstadter Stadtteil Laudenbach liegt die 1657 erstmals erwähnte Synagoge. Beim Novemberpogrom 1938 von SA-Einheiten schwer verwüstet, ist das Gebäude heute in einem katastrophalen Zustand. Nun soll es aber mit Fördermitteln des Bundes saniert werden, um dieses wichtige Zeugnis des fränkischen Judentums zu erhalten.


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    Die ehemalige Synagoge Laudenbach ist Symbol der über 500 Jahre alten jüdischen Kultur in der Region. Ohne Erhaltungsmaßnahmen ist sie vom Verfall bedroht. Der Förderkreis der Synagoge kämpft seit über sieben Jahren für die Erhaltung und Sanierung des kulturhistorisch wertvollen Gebäudes. Ein Architekturbüro und die Landesdenkmalschutzbehörde sind bereits eingebunden.


    Wichtige Funde in der ehemaligen Laudenbacher Synagoge


    Ansicht

    Das älteste Wohnhaus Bernaus, das Kantorhaus von 1583, für circa 720'000 € saniert.


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    Es grenzt fast an ein Wunder, dass das Kantorhaus noch steht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrfach umgebaut und saniert. Akut gefährdet war es zuletzt beim Flächenabriss in der Bernauer Innenstadt. „Einfach abreißen, wozu brauchen wir das?“, sagte damals so mancher. Doch das unter Denkmalschutz stehende Haus hatte wieder einen Schutzengel und wurde von 1981 bis 1983 sogar aufwändig saniert. Einige Jahrzehnte lang war es das Domizil der Kreismusikschule.


    Ein Haus mit Geschichte



    Bernau bei Berlin Kantorhaus

    User:Dabbelju, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

    Bekanntlich stand am Paniersplatz bis zum 02.01.1945 das wundervolle Grolandhaus:



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    Hier in Luzern laufe ich öfters an einem Gebäude in der Nähe des Franziskanerplatzes vorbei, welches m.E. eine starke Ähnlichkeit mit dem Grolandhaus aufweist, auch wenn es nicht so hoch ist:



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    (eigene Fotos)



    Dazu gibt es auch in der Altstadt von Orléans ein Äquivalent:


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    Maisons à colombages OrleansJulien45000, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons



    Frage an Riegel



    Wie stark würdest du die Verwandtschaft der drei Fachwerkhäuser einschätzen, obwohl es sich um fränkisches, alemannisches und zentralfranzösisches Fachwerk handelt?

    Ich interessiere mich ja auch besonders stark für Design & Inneneinrichtung, auch 50er und 60er Jahre Design. Deswegen bin ich mit moderner Architektur stets etwas milder im Urteil. Ludwigshafen ist wie erwähnt eine sehr junge Stadt und keine "gewachsene". Ich wette keinen Architekturinteressierten vor 1945 hat es jemals nach Ludwigshafen verschlagen, was nur ein Anhängsel Mannheims ist. Liebhaber schöner Architektur haben sich Mannheim, Heidelberg, Worms oder Ladenburg angeschaut.


    Deswegen war klar, dass nach 45 hier die moderne Stadtplanung voll durchschlagen würde, in amerikanischem Stil. Und wenn ich die abgebildeten Bauten als Solitäre ansehe, wie den Pfalzbau, die Pylonenbrücke, das Hotel Excelsior oder die Häuserblocks in der Lorientallee, dann muss ich sagen, ist das qualitätsmässig weit besser, als was in Pforzheim oder in der Kölner Innenstadt steht.

    Die 1924/25 erbaute katholische Kirche St. Fidelis im Westen Stuttgarts, im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem 2. Vatikanum dem Zeitgeist entsprechend umgestaltet. Nun stand eine Generalsanierung an. Ich finde durch die Sanierung wurden die Glasfenster und Statuen besser in den Fokus gerückt, wozu auch die Helligkeit beiträgt.


    Zitat

    Den Kirchenraum haben die Architekten allumfassend saniert: Ein neuer, hellerer Boden aus römischem Travertin soll die Klarheit im Raum fördern. Die dunkle Holzkassettendecke wurde aufgehellt, die Pendelleuchten sind um eine neue Lichtführung von Luna Licht (Karlsruhe) ergänzt, die unterschiedliche Szenarien ermöglicht. Der ebenfalls von Georg Meistermann gestaltete Kreuzwegzyklus wurde in die neu verputzten Wandflächen der Seitenschiffe eingelassen, so dass die Motive wie gerahmt wirken.


    Sämtliche Heiligenfiguren und Opferkerzen stehen auf Sockeln in neugefertigten halbrunden Nischen. Die künstlerische Gestaltung von Ambo und Altar durch den Bildhauer Martin Bruno Schmidt reagiert auf die neue Gottesdienstform mit Seitenbänken. Die einem Monolith entnommenen liturgischen Gegenstände bilden eine Raumachse, um die sich die Gemeinde versammeln kann.


    Binnenchor für St. Fidelis - Kirchenumbau in Stuttgart von schleicher.ragaller



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    [/url [url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:St._Fideliskirche_(Stuttgart),_014.jpg]St. Fideliskirche (Stuttgart), 014[/url]Gerd Leibrock, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons


    Vorheriger Zustand

    In zwei Jahren soll endlich die Generalsanierung der Feldherrnhalle beginnen und bis 2025 dauern.


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    Allerdings gibt es davor noch einiges abzuarbeiten – und zu klären. Experten der Schlösserverwaltung würden ab dem kommenden Frühjahr untersuchen, wie groß und an welcher Stelle die Beschädigungen sind. Die Halle ist zuletzt in den 50er Jahren saniert worden, damals sind die Kriegsschäden beseitigt worden.


    "Sehr, sehr vorsichtig" schätze man die möglichen Kosten auf "einen einstelligen Millionenbetrag", sagt Füracker. Danach muss der Haushaltsausschuss des Landtags noch die Mittel bewilligen. "Wir wollen dieses einmalige Wahrzeichen für die Münchner und ihre Gäste aus aller Welt optimal erhalten", so der Minister.


    Münchner Wahrzeichen gammelt vor sich hin: Feldherrnhalle wird endlich saniert

    Entscheidung gefallen: Das 1957 erbaute Huthmacher-Haus am Charlottenburger Hardenbergplatz wird nicht abgerissen sondern nach Protesten von seiten des Landesdenkmalamts saniert.


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    Die Sanierung der 15 Etagen soll im Frühjahr 2021 beginnen und bis Anfang 2023 dauern. Dabei wolle man den Brandschutz verbessern und die „technische Gebäudeausrüstung“ modernisieren, kündigt die Bayerische Hausbau an.


    Beispielsweise würden Warmwasserleitungen und Lastenaufzüge ausgetauscht, die „Decken und Flurwände vereinheitlicht“ sowie Böden und Sanitäranlagen erneuert. Die Fassade soll „durch eine Grundreinigung aufgefrischt“ werden.


    Huthmacher-Haus am Zoo wird saniert statt abgerissen

    Nachfolgend präsentiere ich euch Bilder aus meinem Archiv. Ein wildes Potpourri aus Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit bis zum Ende der DDR.




    Blick auf das Landgericht Bremen um 1900. Das Gebäude blieb im Krieg unzerstört.




    Blick auf das hell erleuchtete Rote Rathaus in den 30ern.




    Der Münchener Hauptbahnhof und die Altstadt am 09. Mai 1945.




    Brennender Französischer Dom am Gendarmenmarkt, während im Vordergrund die Passanten kaum Notiz davon nehmen.

    Durchatmen im Oberbayerischen: Ein Abriss des Klosterbräustadels in Geisenfeld ist definitiv vom Tisch. Das Gebäude wird nun für rund 2,75 Mio. € saniert.


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    Den Ausschlag für die mit 17:8 Stimmen getroffene Entscheidung - vor allem die Freien Wähler votierten und argumentierten vehement für den Abriss - gaben vor allem finanzielle Erwägungen. Denn der Umbau des Stadels mittels einer Generalsanierung kostet die Stadt voraussichtlich um die 2,75 Millionen Euro, während sich Abriss und Neubau samt einer großen Tiefgarage auf rund 7,9 Millionen Euro summieren würden. Grund für diesen gewichtigen Unterschied ist die Aussage der Förderstelle an der Regierung von Oberbayern, die eine üppige Finanzspritze in einer Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten zusichert - allerdings nur im Falle einer Sanierung. Fällt der Stadel den Baggern zum Opfer, zahlt der Freistaat hingegen wenig bis gar nichts.


    Der Geisenfelder Klosterbräustadel wird saniert



    Geisenfeld Stadtplatzensemble

    H. Helmlechner, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons