Würzburg (allgemein) - Bewertung des Wiederaufbaus

  • und vieles mehr

    das würde ich bezweifeln.

    In wieweit in Würzburg ein Paradigmenwechsel wie in Nürnberg stattgefunden hat (in Richtung "gemäßigter Moderne") ist mir nicht bekannt. Generell gilt die allererste Wiederaufbauphase noch als die beste.


    laut würzburgwiki waren die Barockhäuser in der Neubaustraße übrigens keine reconstructio ex nihilo, was mW im APH noc hso behauptet worden ist.

    vgl hier, wo noch eindeutig etwas steht:

    https://oldthing.at/Wuerzburg-…trasse-Festung-0022937349


    dass es in Würzburg nach dem Krieg sehr wohl Anstrengungen gab, wertvolle Teile des Stadtbilds zu bewahren.

    mE sind nur Bestrebungen um den Erhalt von Einzeldenkmälern erkennbar. Das völlige Fehlen von Bewusstsein für Ensemble oder gar Stadtbild wie hier:

    https://www.wuerzburgerleben.d…altung-der-neubaustrasse/

    wurde wohl nicht nur von mir kritisiert.

    "instandgesetzt bzw. rekonstruiert"

    Dies meint eben den Neuaufbau unter Einbeziehung (teil)erhaltender Fassaden, wie das Falkenhaus. Wenn die oä Häuser tatsächlich teilerhalten geblieben sind, ist kein Fall einer richtigen Reko (ex nihilo) erkennbar.

    an sich hat man in fast jeder Stadt einige erhaltenen Fassaden von Bedeutung gerettet.

    Im Würzburg Wiki gibt es erstaunlich viele Baudenkmäler, bei denen steht "instandgesetzt bzw. rekonstruiert"

    Nun, bei diesem Zerstörungsgrad sind das wohl alle "erhaltenen" Baudenkmäler in der Innenstadt bis auf jene Zeile an der Juliuspromenade (die zu unscheinbar ist, um als Denkmal ausgewiesen zu sein). Ausgebrannt ist eben alles gewesen.

  • Insgesamt gesehen ist die Qualität des , Wiederaufbaus ja eher durchwachsen. Natürlich ist Pforzheim und Stuttgart viel schlimmer mehr Raster und nur Flachdächer mit Penthouse, aber Raster gibt es auch hier zt. Andere Fassaden sind dann aber schon besser gegliedert und die Fenster die zwar die Proportionen der Moderne haben sind wenigstens traditionell gerahmt.

    hier befindet sich auf der einen Seite das Bürgerspital



    Mit dem Fachwerkgiebel muss ich sagen ist es das einzige Bsp im Wiederaufbau das besser ist mMn als der Vorgänger der einfach nur schlicht Barock war...

  • Der Würzburger Wiederaufbau zählt bekanntlich zum Besten, den darf man nicht kritisieren, der ist ein großes Tabu.

    Warum auch - man kann diese gnadenlosen Bilder durchaus für sich sprechen lassen.

    Ach ursus, warum so polemisch. Das behauptet doch niemand. Es geht nur darum, dass der Wiederaufbau im Vergleich zu anderen Städten um Einiges gemäßigter und wenigstens ansatzweise traditionsorientiert erfolgte. Das kann man Würzburg doch zumindest zugestehen. Wenn du mal in Stuttgart warst verstehst du was ich meine.

  • Der Würzburger Wiederaufbau zählt bekanntlich zum Besten, den darf man nicht kritisieren, der ist ein großes Tabu.

    Aber natürlich darf man ihn kritisieren, insgesamt ist er ambivalent - was ja schon einen riesigen Fortschritt gegenüber den allermeisten anderen Städten darstellt, die einfach nur extrem schlecht sind.


    Positiv ist:

    • vergleichsweise viele historische Gebäude wiederhergestellt
    • enge Anlehnung an alte Strukturen (keine achtspurigen Schnellstraßen, Hochhäuser oder Plattenbauten)
    • sehr große Ausdehnung des Areals, praktisch der gesamte zerstörte Bereich

    Negativ ist:

    • teilweise sehr schlichte Nachkriegsarchitektur, was nach dem Krieg die vergleichsweise beste Lösung war, ist angesichts langer Wirtschaftswunderjahre heute eher enttäuschend (gilt aber praktisch überall, auch für weite Teile Münchens)
    • teilweise mäßiger Erhaltungszustand, manches wirkt fast schon schäbig
    • kein geschlossener Bereich, der wirklich historisch wirkt, die Nachkriegsgebäude mögen sich zwar oft einigermaßen einfügen, sind aber meist als 50er-Jahre-Bau zu erkennen
    • lieblose Details, z. B. Bodenbeläge, Stadtmöblierung

    Unter dem Strich durchwachsen, im Vergleich zu anderen deutschen Städten mit vergleichbarem Zerstörungsgrad aber insgesamt sicherlich die mit Abstand beste Lösung.


    Wenn man wollte (man will aber ganz sicher nicht, leider), könnte man angesichts der vorhandenen Strukturen mit Gassen und halbwegs passenden Gebäuden mit besseren Detaillösungen und überarbeiteten Fassaden (die Gebäude als solche könnten dabei stehen bleiben) aber so eine Art von "Danzig-Effekt" bewirken - das heißt, das Erscheinungsbild hat zwar mit dem Original weitgehend nichts zu tun, wirkt aber so.


    Dies ist aber sicherlich nicht gewünscht, wegen "Ehrlichkeit" und "Transparenz", schade eigentlich.


    Was ich indes nicht verstehe, ist dann die Hochschätzung deinerseits von ganz grauenhaft (nicht) aufgebauten Städten wie Chemnitz oder Magdeburg, wobei du den "Magdeburger Marktplatz" (Alter Markt) im APH als besonders vorbildlich eingestuft hast.


    Hier mein Foto von 1994:


    Roll1_A243584-R1-16-14.jpg


    Das Rathaus steht auf der grünen Wiese, die Johanniskirche ebenso, links und rechts eine generische DDR-Zeile wie z. B. in Dessau, noch ein wenig sozialistischer Klassizismus (wie in Berlin oder Leipzig), der Rest gigantische Straßen, Plattenbauten und einfach viel Leere.


    Die Neubauten, die den Platz erst zum Breiten Weg hin schließen und zu einem Platz machen, sind völlig unpassend, hier mein Foto von 2007:


    IMG_1715_k.jpg


    Die Kirche steht im Nichts:


    IMG_1711_k.jpg


    Zum Vergleich, so sah das ursprünglich aus: Magdeburger Chronist (Foto 9 zeigt eine Luftaufnahme des Vorkriegs-Areals).


    Auf einer Prozentskala würde ich Würzburg als zu 70 % gelungen und Magdeburg vielleicht mit 5 % "gelungen" einstufen, denn viel schlechter geht es ja wirklich nicht mehr (Breiter Weg Totalausfall, Hasselbach-Viertel fragmentiert, unpassende Nachwende-Bebauung direkt am Domplatz usw.).

    Ce qui arrive en fin de compte, ce n’est pas l’inévitable mais l’imprévisible.

    John Maynard Keynes

  • Der Vergleich mit Magdeburg ist in der Tat nicht schlecht. Natürlich ist der Marktplatz dort ungleich besser aufgebaut, nämlich stilvoller und auch kompakter. Dieser Raum funktioniert immerhin, während der Würzburger Markt ein unangenehmes Pasticcio aus erhaltenen (die hier natürlich nicht zu würdigen sind, dass sie stehenblieben, ist kein Verdienst des Wiederaufbaus - im Gegenteil, sie erfordern einen erhöhten Sorgfaltsmaßstab) und äußerst misslungenen neuen Fassaden geworden ist, dem das Petrini-Haus noch die Krone aufsetzt - wie kann man das loben und gleichzeitig die NMU verreißen? Mir zu hoch. Ganz abgesehen davon, dass damit die Sicht auf die Festung verdorben worden ist: ein klassisches Beispiel, dass historische Fluchten eben keine besondere Qualität darstellen).

    Die Magdeburger Johanniskirche steht allein auf weiter Flur. Ja und? Schlecht? Besser eine altehrwürdige Kirche pur als diese zugemüllt wie in Würzburg, wo zahlreiche schöne Kirchenbauten nur als Fassade zur Geltung kommen,


    Im Ganzen bin ich halt hilflos und ratlos, da vollkommen außerstande, solchen Straßenansichten



    IMG_0019_sil.jpg


    irgendetwas Positives abgewinnen zu können. Das ist nebenbei bemerkt sogar ungleich modernistischer als NMU.


    Dieses Eckgebäude des Hl.Geist-Spitals gefällt mir auch überhaupt nicht. Merkt doch ein Blinder, dass hier stilistisch überhaupt nichts passt. In der Literatur ist es völlig zurecht verrissen worden.

  • Damit stehst du zum Glück alleine da mit deinen Ansichten, Karpatenbär!

    Marktplatz dort ungleich besser aufgebaut

    Das musst du uns bitte mal bei dieser Ansicht erklären: https://www.google.de/maps/@52…fo100!7i5472!8i2736?hl=de

    Dort befindet sich der Fischmarkt als kleine Erweiterung der Karmelitenstraße:

    Ja dieses kleine Viertel muss ich sagen, hat mir bei meinen Besuch auch recht gut gefallen. Die Nachkriegshäuser sind zwar von der doppelten Fensteranordnung als "Experten"Sicht wie wir ja sind in Archifragen sofort erkennbar, aber die umrahmten Fenster, mit zt Klappläden, die Spolienfiguren in den Fassaden und die hellen Farben machen es doch recht freundlich mit mehr lokaler Architektursprache und heimeliger als die überdimensionierten Zuckerbäckerbauten in MD und ganz zu schweigen von den Plattenbautenmagistralen auf dem Boden der ehem. Altstadt....

    Generell sieht diese Stadt wirklich stark vergewaltigt aus von den Kommunisten, eine einzige gigantische Plattenbausiedlung ohne Stadtstruktur mehr aus der Vorkriegszeit, und auch die von Ursus so gelobten 1950er Jahre Bauten sind doch im Grunde Großstrukturen von der Stange, die alle gleich aussehen, nicht mal verschiedene Geschosshöhen oder Dächer wie in Würzburg, die wenigstens einen Hauch von Idividualität ausstrahlen....


    Aber Ursus kennt nur schwarz und weiß, Graustufen werden bei seiner Sicht nicht zugelassen:P

  • Natürlich ist der Marktplatz dort ungleich besser aufgebaut, nämlich stilvoller und auch kompakter.

    Die Formulierung mit "stilvoll und kompakt" muß ich mir merken, die paßt auch zur Stuttgarter Stadtautobahn :smile:


    Zu DDR-Zeiten auf beiden Seiten eine generische Häuserzeile, wie sie z. B. auch in Dessau zur Genüge herumsteht, fertig.


    IMG_1714_k.jpg


    Das Rathaus steht auf einer freien Fläche hinter den beiden Häuserzeilen, auch die Straße in Richtung Kirche gibt es nicht mehr, dahinter dann die Kirche neben Plattenbauten und überdimensionierten Straßen.


    In Richtung Breiter Weg hin überhaupt keine Bebauung, heute denkbar unpassende Nachwendearchitektur mit einem atombunkerartigen Galeria Karstadt (früher: Kaufhaus Centrum) gleich gegenüber.


    magdeburgrh.jpg


    Dahinter dann der kompakte Breite Weg, in dem das stilvolle Gesamtbild immerhin nicht von störenden Barockbauten beeinträchtigt wird:


    IMG_1717_k.jpg


    Eigentlich sicherlich fast genauso gut wie früher, nur noch großzügiger:


    https://de.wikipedia.org/wiki/…m_Breiten_Weg_um_1900.jpg


    :lachen::schockiert:

    Ce qui arrive en fin de compte, ce n’est pas l’inévitable mais l’imprévisible.

    John Maynard Keynes

  • Jedesmal, nachdem ich Bilder von der zerstörten Altstadt Würzburgs gesehen habe, war ich heilfroh, dass die Altstadt so gut wiederhergestellt wurde. Und dass der Wiederaufbau nicht perfekt war, wissen wir alle, das müssen wir nicht unzählige Male wiederkäuen.

  • Vor allem in der Karmelitenstraße fällt es mir auf, dass das Gesamtbild eigentlich nur von einigen schlechten Fassaden, den oft Sprossenlosen Fenstern und dem schäbigen Straßenbelag (Asphalt...) zerstört wird... Aus diesem Viertel könnte man also mit nur wenigen Maßnahmen wieder eine richtige Perle machen!

  • Nu, so billig sollte die Polemik nicht sein. Niemand hat geschrieben, dass der Magdeburger Markt schöner oder bedeutender als sein Würzburger Pendant sei, was er ja wirklich nicht ist. Ich hab auch diesen Vergleich nicht initiiert, er wurde mir sozusagen als Fehdehandschuh hingeworfen, und im Falle Würzburgs bin ich nun mal um keine Polemik verlegen und greife alles auf.


    Bei diesem Vergleich nun lasse ich alle erhaltenen historischen Fassaden und Gebäude außer Betracht, auch wenn mit ihrer Wiederherstellung in der Tat eine gewisse Aufbauleistung verbunden war.

    Und ja, natürlich ist der Stalinbarock schöner als der Waschbeton oder das neue Petrinihaus oder dieses elende einstöckige Nachkriegsprovisiorium neben Neumannfassaden in Würzburg. Der Würzburger Markt hat weder Konzept noch Gesicht. Es stellt eine erschreckend negative Leistung dar, angesichts so vieler erhaltener schöner Bauten ein derart elendes Ergebnis zu erzielen. Gleiches gilt imgrunde auch, wenngleich weniger drastisch, für die Karmelitenstraße. Auch hier sind einfach etliche wertvolle Fassaden stehen geblieben, die man einfach nicht sprengen konnte und daher wiederaufbauen musste. Der Rest ist da wie dort Schweigen, und die Beschönigungsversuche von diesen Billigquartieren sind mir völlig unverständlich bzw nur als Art Selbstanästhesierung deutbar. Sicherlich tut man sich mit Magdeburg im Ganzen leichter: Die Stadt ist total abzuschreiben bis auf den Dom und ein paar Kirchen, dazu ein paar erhaltenen Ensembles (barock, historistisch, sozialistisch). In Würzburg steht natürlich ungleich mehr. Allerdings schreibt von Magdeburg wenigstens niemand, wie toll denn nicht der dortige Wiederaufbau gewesen sei. Da wie dort lebt die Stadt nur von den vergleichsweise marginalen Zeugnissen aus früheren Zeiten. Und : Ein qualitativ dem Stalinbarock entsprechendes Nachkriegsphänomen fehlt in Würzburg, hier wurde in keinem einzigen Fall eine vernünftige stadtbildmäßige Neugestaltung (sei es Anpassung, sei es stilistische Neukreierung) auch nur versucht.

    Im übrigen warte ich sehnlichst, dass mir zB Zeno die Vorzüge auf dem von mir zitierten Bild erläutert, das ich übrigens symptomatisch für die gesamte Würzburger "Altstadt" halte.

  • vernünftige stadtbildmäßige Neugestaltung (sei es Anpassung, sei es stilistische Neukreierung) auch nur versucht

    Entschuldige aber das stimmt überhaupt nicht. Giulio hat netterweise viele Fotos gemacht dazu: Im zweiten Beitrag das Bürgerspital zb (ja über Geschmack lässt sich streiten aber mir gefällts). Dann das sechste Foto das Eckhaus ist eine Neuschöpfung aber in der Tradition des Barock (und schlimmer als der Stalinbarock der nicht nach MD bzw Mitteldeutschland passt im Übrigen ist dieses Haus nunmal nicht)

    Dann am Markt ebenfalls Foto Nr. 6 das Sgrafittohaus ebenfalls eine Neuschöpfung, bei Nr. 9 rechts im Bild mit dem Natursandstein ebenfalls) aber gut wer an allem was auszusetzen hat dem ist nicht zu helfen. Der hat keine Argumente sondern eine blinde Abneigung zu Würzburg, weil Wessi = schlecht...

  • wundervolle Bilder, Zeno? Nun ja, was das rein Photographische anbelangt, sicher! Aber nicht, was die gezeigte Stadt betrifft!

    Also, das sind doch (mit Einschränkungen) ganz erfreuliche Ansichten. Ich sehe da eigentlich keinen Grund, Würzburg so negativ zu sehen. Besonders im Vergleich mit anderen deutschen Städten.

    Auch dieses Argument kommt regelmäßig. Ja, Würzburg ist schöner als Hamm, Bochum, Magdeburg, Chemnitz, Duisburg etc...

    Auch ist zugutezuhalten, dass hier mehr wiederaufgebaut wurde. Aber was die Qualität des nicht rekonstruktiven Wiederaufbaus betrifft, ist jegliche qualitative Differenzierung für mich sinnlos. Natürlich kann man sagen: Anna ist noch hässlicher als Susi. Und Mizzi ist noch schiacha als Anna. Aber ist eine solche Betrachtung eine Disziplin für kultivierte Menschen? Sollen wir uns nicht anderen Dingen hingeben?


    Die "erfreulichen Ansichten!" zeigen idR erhaltene Bauwerke im Vordergrund, die über den elenden Hintergrund hinwegtrösten.


    Zitat

    Positiv fällt mir auf, dass sich der Großteil der Gebäude an einen gemeinsamen, überlieferten Maßstab hält.

    Genau das ist zu bezweifeln:



    IMG_0062_sil.jpg

    oder hier gleich 2 x rechts:


    IMG_0060_sil.jpg



    Oder vielleicht sollte das hier gemeint sein:



    IMG_0063_sil.jpg

    Das sind doch völlig hässliche, modernistische, billige Fassaden, ein Flächendenkmal des 60erJahre-Arme Leute-Stils. Wer sich mit so etwas zufriedenstellen lässt, hat wirklich alle Ansprüche an Stadtbaukunst aufgegeben.

    Auch dieser Erweiterungsbau, der hier zweifellos etliche konservative Herzen höher schlagen lässt,und sicher hat FWLH das mit seiner flammenden Verteidigung etlicher Neubauten gemeint, ist letztlich ganz banaler Minimalismus, gemeinhin Kitsch genannt:

    IMG_0054_sil.jpg

    Sicher zählt das noch zu den besseren, sprich weniger schlechten Einzelleistungen, aber es ist nichts wert. Alle traditionellen Elemente wirken furchtbar plump und unorganisch-aufgesetzt. So sind alle vom FWLH genannten Beispiele keine guten, sondern bloß weniger schlecht als das sie umbrandende Meer von Schrott.


    Ich weiß nicht, warum jegliches gesunde Geschmacksempfinden hier auszusetzen scheint. Der Wiederaufbau ist schon im DKV-Bildband "Würzburg"als Anschlag wider den guten Geschmack bezeichnet worden.

  • Diese beiden Beispiele gehen nicht auf den Wiederaufbau zurück, sondern sind durch spätere Veränderung entstanden:

    oder hier gleich 2 x rechts

    Das Eckhaus von Am Grafeneckart und der Domstraße, also im Bild links neben der Fahne.

    Oder vielleicht sollte das hier gemeint sein

    Auch das rechts im Bild sichtbare, vierachsige Gebäude (das östliche Nachbarhaus des oben genannten) geht auf eine spätere Veränderung zurück.


    Das Aussehen dieser beiden Gebäude hat nichts mit dem Wiederaufbau zu tun!!

  • Auch dieser Erweiterungsbau, der hier zweifellos etliche konservative Herzen höher schlagen lässt,und sicher hat FWLH das mit seiner flammenden Verteidigung etlicher Neubauten gemeint, ist letztlich ganz banaler Minimalismus, gemeinhin Kitsch genannt:

    IMG_0054_sil.jpg

    Sicher zählt das noch zu den besseren, sprich weniger schlechten Einzelleistungen, aber es ist nichts wert. Alle traditionellen Elemente wirken furchtbar plump und unorganisch-aufgesetzt.

    Das ist doch eine Reko, oder? https://previews.agefotostock.…4a48/uah-mau_06030_04.jpg

  • Mit "gemeinsamen, überlieferten Maßstab" meinte ich z.B. solche Dinge wie Traufhöhe, Dachformen, Kubatur. Wenn ich zumindest das positiv für das Stadtbild bewerte, dir das aber angesichts der (unzweifelhaft dürftigen) baukünstlerischen Ausführung aber als wertlos erscheint, muss man das wohl so stehen lassen, da werden wir uns nicht einig.



    Zitat: "Wer sich mit so etwas zufriedenstellen lässt, hat wirklich alle Ansprüche an Stadtbaukunst aufgegeben."


    Entschuldige, aber das könnte man auch jenen vorwerfen, die die "Neue Mitte" in Ulm loben. Kennst du so jemanden?