Ulm, die alte Reichsstadt an der jungen Donau (Galerie)

  • Wir sind am sog. Judenhof angekommen.

    Nr. 11 von 1569, die Fassade aus Sandstein vorgeblendet von 1880:




    Daneben die Nr. 10 das Judenhaus im Kern 14. Jh. im 16. Jh. umgebaut:







    Die Nordseite mit sehr gut angepassten Neubauten der 1950er Jahre, sogar mit Erker:


  • Über die Schlegelgasse mit Nachkriegshinterhöfen:



    gelangen wir an die Kreuzung Neue Str. / Donau Str. und Frauenstr.


    Donaustr. 2 im Kern spätmittelalterlich:




    Gegenüber:



    In der Neuen Str. rechts daneben ein neuzeitliches Patrizierhaus heute Museum für "Moderne Kunst":#



    Furchtbar die Glasbrücke zum gegenüberliegenden Neubau der NM:





    Neue Str. Ecke Frauenstr. ein barockes Haus mit einem spätgotischen Relikt:


  • Neue Str. 100 hat einen sehr schönen Innenhof:


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    In diesem Baukomplex ist auch irgendwo die Nikolauskapelle eingebettet, der älteste Sakralbau Ulm s aus der Romanik:


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    Anschließend der "Ehinger Hof"


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    Dahinter die inder Renaissancezeit 1617-21 umgestaltete Dreifaltigkeitskirche mit der Zwiebelturmhaube macht sie wirklich einen sehr süddeutschen Eindruck.


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    Leider war die Kirche verschlossen:


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  • Das nördlich davon befindliche Viertel ist weitgehend bis zur Bockgasse im Krieg vernichtet worden und mit minderwertigen Häusern der Nachkriegszeit bebaut:



    Frauenstraße Ecke Hafengasse 1577-78 von Bürgermeister Hans Ehinger erbaut, 1977 renoviert:




    Frauenstraße Ecke Kornhausgasse:



    Nun biegen wir rechts in die Bockgasse ein:



    Hier steht ein wunderschönes alemannisches Fachwerkhaus im Kern mittelalterlich:






  • Weiter gehts in der Bockgasse:





    Ein schönes Neorenaissancegebäude hat sich zwischen der mitlerweile wieder lückenhaften Bebauung erhalten:




    Ecke zur Glasgasse dieses Haus mit Efeu macht einen guten Eindruck:


    In der parallel verlaufenden Radgasse Ecke Griesbadgasse ein hochwertiger 50er Jahre Bau mit Fachwerkerker:



  • Weiter Richtung Osten wird die Bockgasse zur Giedeon Bacher Straße. Am Ende rechts ein eventuell aus den 1930er Jahren stammendes Wohnhaus im Heimatschutzstil:


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    Direkt gegenüber, ein weiteres mittelalterliches Stadttor von Ulm, der Gänsturm:



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    Feldseite:


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  • Ein Stück weiter nördlich befindet sich ein weiterer repräsentativer Bau des Bürgertums: das Zeughaus. Es wurde mit dem umliegenden Ensemble vom 15-17. Jh. errichtet und diente als Waffenkammer der Reichsstadt und in Friedenszeiten als Münze. Im WK 2 wurde ein Teil zerstört und wurde nicht wieder aufgebaut. Heute gehört der Komplex dem Amtsgericht u.a der ein postmodernen Erweiterungsbau in der Nähe gebaut hatte:













  • Die Situation mit diesen Ruinenwänden und daran anschließend übergerad bemalten Häusern verstehe ich nicht.

    Ist das bemalte Haus mit dem Portal neu? Was waren die Ruinen? Ställe, Remisen? Ein Pulverturm? Hätte man die nicht wiederaufbauen und z.B. als Büros nutzen können? Und warum sind die so sonderbar eckenschlüssig mit dem Haus?

  • Die Denkmalpflege wollte es so.

    Zitat

    1944 wurde der Komplex in Teilen zerstört. Vom Alten Zeughaus, dem so genannten Infanteriebau, stehen heute allein noch zwei Geschosse des südlichen Giebels und Reste der Längswände. Vom Ostflügel ist unter anderem der Renaissance-Türbogen erhalten, von dem an die alte Stadtmauer angebauten Nordflügel lediglich der östliche Teil.

    Bei der Ende der 1970er Jahre vorgenommenen Sanierung verfolgte die Denkmalpflege das Konzept der kritischen Teil-Rekonstruktion, das die Kriegsschäden weitgehend sichtbar ließ. So verblieben beim teilweise wieder hergestellten Reiterbau von 1597 einige Achsen in ruinösem Zustand, auf welche die verglaste Stirnseite den Blick frei gibt. Am besten hat der mit einer Sgraffitoputzgliederung versehene Löwenbau von 1666/67 den Bombenkrieg überstanden.

    https://tourismus.ulm.de/de/in…/rechtliches/zeughaus-ulm


    Es muss ja nicht das letzte Wort der Geschichte bleiben. :zwinkern:

  • Wir hatten doch mal so einen "Ruinenkult"-Thread, in dem Ruinen verschiedener Orte vorgestellt wurden, oft wo man es gar nicht denkt. Dort würde ich gerne Zitate der obigen 3 Beiträge reinsetzen, aber ich finde ihn nicht.

    Weiß jemand, wo der ist und könnte den bitte verlinken?

  • Westlich vom Zeughauskomplex zunächst eine neue Wohnanlage:



    Hahnengasse 32:




    Gegenüber:


    c


    An der Ecke zur Griesbadgasse wird die Bebauung geschlossener:




    Weiter in der Hahnengasse die ehem. Sebastianskapelle, 1415 im gotischen Stil erbaut und bereits in der Reformation 1532 profaniert, heute Kunstgalerie: